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Aug 08 2016

 von: A. R.

Der Netzwerkausrüster Ericsson und der Schienenverkehr-Spezialist Bombardier testen den LTE-Datenfunk für die Verwendung beim Zugkontrollsystem CBTC (communication-based train control). Innerhalb von elf Versuchen, wurden bei einer Geschwindigkeit von bis zu 200 km/h Zugfahrten simuliert. Der Lockführer soll den Schienenverkehr mit dem neuen Verfahren effizienter und sicherer regeln können.

LTE bringt mehr Sicherheit bei der Bahn

Der kanadische Hersteller von Schienenverkehr-Technik Bombardier und der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson arbeiten zusammen, um mittels des 4G-Funks die Zugfahrten zu optimieren. Ericsson überprüft dabei das LTE-Netzwerk bezüglich der Vorgaben für die Latenz, Paketübertragungen und die Priorität für sicherheitskritische Anwendungen. Die zukünftigen Zugkontrollsysteme sollen dadurch effizienter und sicherer werden. Doch auch der Komfort für die Reisenden kommt dank Erweiterungen, wie den mobilen Fernsehdienst (Mobile TV) CCTV (closed-circuit television), Informations-Services und WLAN-Hotspots nicht zu kurz.

Technische Hintergründe zu CBTC

CBTC nutzt extrem genaue Standortbestimmungen und Datenübertragungen mit hoher Kapazität, wie sie durch LTE ermöglicht werden. So sollen ein erweiterter Schutz des Zuges und eine bessere Überwachung realisiert werden. Des Weiteren arbeitet CBTC zuverlässiger als ältere Zugkontrollsysteme, benötigt weniger Platz und lässt den Bahnverkehr gezielter verwalten. Bei den Tests von CBTC kam heraus, dass die Latenz beim Up- und Download deutlich unter der angepeilten Schwelle von 100 Millisekunden liegt. Der Verlust bei den Paketübertragungen wurde mit unter 0,5 Prozent gemessen.

Ericsson über die CBTC-Tests

Charlotta Sund, Leiterin der Abteilung Customer Group Industry & Society bei Ericsson, teilte ihre Eindrücke zu den bisherigen Testläufen mit. Die Ergebnisse seien sehr vielversprechend und es werden noch weitere Modems getestet, um sicherzustellen, dass robuste LTE-Verbindungen für die Anwendungen des Schienenverkehrs möglich sind. Dabei sei das Ziel, Lösungen zu entwickeln, die eine erweiterte Sicherheit während der Reisen und mehr Entertainment für die Fahrgäste zur Verfügung stellen. Ericsson wird mehr über seine Pläne in der Transportindustrie zwischen dem 20. und dem 23. September verraten. Dann findet in Berlin die Veranstaltung InnoTrans 2016 statt.


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