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Mai 15 2012

 von: Sarah_Klare

Immer noch gibt es zahlreiche Gemeinden in Deutschland, die über keinen adäquaten Breitbandanschluss verfügen. Verschiedene Technologien, wie Kabelgebundene- oder Mobilfunklösungen sollen helfen, das Problem zu beseitigen. Allerdings können nicht mit allen Lösungen gleich hohe und stabile Übertragungsgeschwindigkeiten gewährleistet werden. Sollten daher alle Gemeinden mit Kabelinternet versorgt werden oder genügen an einigen Orten auch mobile Technologien?

Die Fragestellung

Ein aktuelles Beispiel wirft diese Frage auf. Die Gemeinde Dietfurt an der Altmühl in der Oberpfalz, gehörte bis vor kurzem zu den unterversorgten Gebieten in Deutschland. Die Stadtverwaltung hatte daher im Dezember des vergangenen Jahres beschlossen, Gelder in Höhe von 140.000 Euro in den DSL-Ausbau zu investieren. Bis hierhin kein Problem. Allerdings hatte der Gemeinderat nicht damit gerechnet, dass in ihrem Ort ein LTE-Funkmast ausgerüstet wird. Der auf dem Hallenhauser Berg gelegene Turm, ermöglicht mobiles Breitbandinternet mit Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 50 Mbit/s. Damit sind die Bürger mit Breitbandinternet versorgt und das Problem scheint gelöst. Bürgermeister Franz Stephan hat die Konsequenzen gezogen und will die Förderung für DSL zurück ziehen. „Wir brauchen den Ausbau nicht mehr“, teilt er gegenüber dem Donaukurier mit.

Nachteile von LTE

Doch hat Bürgermeister Franz mit seiner Äußerung tatsächlich Recht? Sicher ist LTE besser als gar kein Breitbandinternet. Trotzdem hat die mobile Technologie einige Nachteile gegenüber der kabelgebundenen Lösung. So kann eine LTE-Antenne zwar in der Theorie Haushalte im Umkreis von rund 10-15 Kilometern mit schnellem Internet versorgen. In der Praxis ist das aber noch einmal stark von der Geografie und Topografie der Gegend abhängig. Zudem nimmt die Signalstärke mit zunehmender Entfernung vom Funkturm ab. Ein weiteres Manko: Die Nutzer teilen sich die Bandbreite, wodurch die Übertragungsgeschwindigkeit mit der Anzahl der Nutzer abnimmt.

Ziel der Bundesregierung

Bis 2014 sollen 75 Prozent der Haushalte mit Internetanschlüssen von mindestens 50 Megabit pro Sekunde versorgt werden. Die Anbieter setzen auf einen Technologiemix, um dieses ambitionierte Ziel verwirklichen zu können. Das bedeutet jedoch auch, dass es Ortschaften wie Dietfurt gibt, die unter Umständen nur eine Mobilfunklösung bekommen, auch wenn Kabelinternet eine schnellere und sicherer Internetverbindung ermöglicht. Ein doppelter Ausbau ist in den Strategien der Anbieter aber nicht vorgesehen. Sobald es eine Möglichkeit für breitbandiges Internet gibt, wird der Ort als versorgt betrachtet. Neben Mobilfunk- auch noch kabelgebundene Lösungen zu installieren, ist wie so oft im Budget nicht vorgesehen.

Wissenswertes zum Thema:

» LTE Karte
» LTE-Anbieter Übersicht

Quelle: donaukurier.de


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2 Kommentare zu “LTE vs. DSL – Nur eine Technologie vonnöten?”

  1. Hans sagt:

    Die einzig vernünftige Lösung ist Glasfaser. Die 150 000,- Euro wären da besser investiert. Alles andere sind früher oder später wieder überholte Technologien – spätestens dann wenn jedes Smartphone, jedes Auto und jeder Stromzähler LTE-Anschluß hat.

  2. Richard sagt:

    Hallo,

    das LTE Netz ist schon nicht schlecht für private Haushalte,
    das einzige was mich nur stört ist die Drosselung nach 10GB.
    Ich surfe seit April 2011 mit LTE, da bei mir nichts anderes funktioniert. Mir wäre eine 2000er DSL Leitung lieber als eine 7200er mit Drosselung ab 10GB auf 384 kbits.

    Grüße Richard

Kategorie: LTE-Ausbau | Schlagwörter: , , ,
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