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Jun 19 2019

 von: D_Heim

Schnelles Internet mit LTE und 4G soll in den meisten Städten Deutschlands fast überall für 90 Prozent der Bevölkerung verfügbar sein. Eine Studie von Opensignal entlarvt nun die tatsächliche Verfügbarkeit des 4G-Netzes in Deutschland. Nur eine Stadt knackt die 90-Prozent-Marke.

Stadt-Land-Gefälle auch in Sachen LTE-Netz

Die Verfügbarkeit des 4G-Netzes in Deutschland hängt stark vom Standort ab. Gibt es Gegenden, in denen schon fast 90 Prozent der Bevölkerung das schnelle Mobilnetz nutzen können, stehen diesen andere Regionen gegenüber, die nicht mal eine Abdeckung von 50 Prozent erreichen. Eine Studie des Unternehmens Opensignal zeigt auf, wo Mobilnetznutzer auf 4G setzen können und wo sie sich nur mit 2G- oder 3G-Standard zufriedengeben müssen.

Die Initiative Opensignal griff für die Ermittlung der Daten auf die Verbindungsdaten von Smartphones in 401 Verwaltungseinheiten Deutschlands zurück. Dabei wurde ermittelt wie lange die Nutzer im letzten Quartal mit einem 4G-Netz verbunden waren. Im Ranking der deutschen Städte und Gemeinden sind die Unterschiede immens. In den Städten kann man rund 82,2 Prozent der Zeit im mobilen Netz auf 4G setzen, während es in eher ländlichen Gebieten im Durchschnitt nur 73,5 Prozent sind.

Deutschland hängt bei der 4G-Verfügbarkeit hinterher

Im internationalen Vergleich hinkt Deutschland als eines der führenden Industrieländer der Welt in Sachen schnelles Mobilfunknetz mit LTE-Standard noch immer deutlich hinterher. Im Ranking aus dem Bericht „State of Mobile Expierence“ findet sich Deutschland mit einer 4G-Verfügbarkeit von 76,9 Prozent nur auf Platz 52. Auch wenn unser Land damit noch immer 20 Prozentpunkte hinter dem führenden Land Korea liegt, hat sich die Verfügbarkeit dennoch im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Damals lag Deutschland noch nur bei 65,7 Prozent.

Ranking der Städte – Halle vorn, Frankfurt (Oder) hält die rote Laterne

Innerhalb Deutschlands nimmt die Verfügbarkeit von 4G immer weiter ab, je mehr man in ländlichere Gebiete kommt. Hier sinken die Zahlen dann auch recht rapide. In vielen ländlichen Gebieten sind die Nutzer des Mobilfunknetzes nur die Hälfte der Zeit mit 4G-Standard unterwegs. Das liegt wohl nicht zuletzt daran, dass die Mobilfunkbetreiber in dichter besiedelten Gebieten wesentlich mehr höhere Frequenzbänder einsetzen und die Infrastruktur ausbauen als in den ländlichen Regionen, in denen sich Millionen Menschen nur allzu oft mit Verbindungen im Sub-1-GHz-Band bewegen müssen.

 

Allerdings sind in der Bestenliste der Regionen und Städte neben ländlichen Gebieten auch vier Städte auf den hinteren Plätzen mit dabei. Das Schlusslicht bildet Frankfurt (Oder) mit einer durchschnittlichen Verfügbarkeit von nur 47,5 Prozent. Damit steht die Stadt auf einer Stufe mit schlecht ausgebauten Regionen wie dem Schwarzwald oder dem bayerischen Alpen. Auf dem Siegertreppchen in der Studie stehen übrigens nicht unbedingt die Städte, die man erwartet hätte. Halle hält mit 90,2 Prozent den ersten Platz, gefolgt von Fürth (89,9) und Neumünster mit 89,1). Prinzipiell ist man in urbanen Ballungsräumen besser mit 4G versorgt. Rund um Köln, Leipzig, Hannover, Köln, Nürnberg und München darf man sich über eine hohe Verfügbarkeit freuen.

 

Während sich die Netzbetreiber sich gerade um die zukünftige Bereitstellung der 5G-Netze Gedanken machen, würden sich viele Millionen Menschen in Deutschland schon darüber freuen, wenn sie auch endlich auf das 4G-Netz zurückgreifen könnten.

Wissenswertes zum Thema:

LTE Verfügbarkeit hier testen
LTE-Anbieter in der Übersicht

Quelle: Opensignal


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