Testbericht zur AVM FritzBox 6810 LTE

AVM´s 2. LTE-Router-Generation im Praxischeck


Fritz!Box 8610 von vorne mit Info LEDs
Der Berliner Netzwerkspezialist und Router-Hersteller AVM hat genau einem Jahr (2011) mit der FritzBox 6840 LTE sein erstes Gerät auf den Markt gebracht, dass mit der neuen Mobilfunktechnik LTE kompatibel ist. Im Herbst 2010 kam ein günstigeres Schwestermodell auf den Markt - die FritzBox 6810 LTE. Im Vergleich der beiden Router wird deutlich, dass die neue FritzBox nicht nur ein völlig neues Design hat, sondern technisch auch etwas schwächer ausgestattet ist. Max vom LTE-Anbieter.info Team hat sich den neuen LTE Router von AVM genauer angesehen und hatte die Gelegenheit, das Modell einen Monat lang ausführlich zu testen.

Lieferumfang und erster Eindruck

Auf den ersten Blick kann man der FritzBox 6810 LTE nicht ansehen, dass sie ein waschechter AVM-Router ist. So gut wie nichts erinnert an die typische Form der früheren Modelle, die viele Kunden wohl noch aus DSL- oder ISDN-Zeiten kennen. Die Gehäusefarbe ist größtenteils in modernem weis gehalten, nur die LED-Leiste auf der Front trägt das bekannte Weinrot. Alles in Allem gefällt uns persönlich das neue Design aber sehr gut - insbesondere die geringe Größe der FritzBox 6810 LTE ist vorbildlich – einen kleineren LTE Router sucht man aktuell vergebens. Die 6810 ist zudem die erste Version, welche stehend anstatt liegend betrieben wird! Gerade einmal 13,4 Zentimeter misst das Gerät im Aufrechten Zustand. Das modifizierte Design hat übrigens technischen den Hintergrund, dass keine externen Stummel-Antennen für LTE und WLAN mehr nötig sind. AVM konnte alle Antennen in das Gehäuse integrieren – leider ohne die Möglichkeit, bei Bedarf externe LTE Antennen anschließen zu können.

Vorstellung der neuen Generation auf der Cebit 2012

Im Lieferumfang ist, neben der FritzBox 6810 LTE, natürlich das Netzteil enthalten. Ansonsten findet man in der schicken, kleinen Verpackung noch ein LAN-Kabel, eine Schnellstart-Anleitung und eine ausführliches Handbuch inklusive Software auf CD. Die Installation und Inbetriebnahme gestaltet sich, AVM-typisch, sehr einfach, sodass jeder Nutzer den LTE Router problemlos in Betrieb nehmen kann. Zuerst muss die SIM-Karte auf der Unterseite eingesteckt werden, direkt daneben befindet sich auch der Anschluss für das Netzteil. Danach verbindet man sich wahlweise per LAN- oder WLAN mit der AVM FritzBox 6810 LTE und gibt in der Adresszeile seines Browsers „fritz.box“ ein. Ein Assistent leitet dann durch die Konfiguration und nach wenigen Minuten ist der Router mit dem LTE Netz verbunden. Apropos LTE-Netz: die FB 6810 LTE kann die Frequenzen um 800/2600 MHz nutzen, sodass sie sich ideal für Vodafone- UND O2-Kunden anbietet. Auch Nutzer der Telekom können den Router verwenden, jedoch wird der schnelle 4G-Standard in der Stadt nicht unterstützt, da diese bei der Telekom auf 1800 Megahertz funken. UMTS oder gar GSM unterstützt das Gerät leider nicht. Falls LTE ausfällt, hat man also leider keine Notfallalternative -Stichwort Fallback.

Anschlüsse für Telefon und Netzwerk und Empfangsgüte bei LTE

Die Anschlüsse sind sehr überschaubar, was von AVM aber auch so gewollt ist. Denn als High-End Modell bietet das Unternehmen die nicht unerheblich teurere FritzBox 6842, welche weit mehr Verbindungsmöglichkeiten aufweist und auch LTE bei 1800 MHz unterstützt. Die FritzBox 6810 LTE bietet lediglich einen LAN-Port. Anschlüsse für analoge Telefone gibt es dagegen nicht. Trotzdem muss der Nutzer nicht auf das Telefonieren verzichten, im Gegenteil: Telefone können kabellos per DECT eingebunden werden. Die Reichweite ist hervorragend und lag in unseren Test-Erfahrungen sogar über der von einfachen Gigaset DECT-Basisstationen. Auch die WLAN-Funkreichweite ist auffällig gut! Bis zu 300 MBit/s brutto sind dank WLAN-n auf 2.4 GHz möglich. Wenig überzeugte dagegen die Empfangsstärke im LTE-Netz auf 800 Megahertz: Während in Gebieten mit gutem bis mäßigem Empfang ein problemloser Betrieb gewährleistet war, wollte sich die FritzBox 6810 LTE in Randgebieten mit schlechtem LTE-Empfang oft nicht einbuchen. Die Box fand einfach kein LTE Netzwerk, obwohl vergleichbare Konkurrenzprodukte eine Verbindung herstellen konnten. Leider hat AVM keine Möglichkeit geschaffen, externe Antennen zur Empfangsverbesserung anzuschließen. Folglich können wir die FritzBox 6810 LTE in Regionen mit schlechtem Empfang, auch mit aktueller Firmware (siehe unten), nicht empfehlen. Hier sollte man lieber zu den etwas teureren Folgemodellen greifen, die Antennen-Ports bieten.



Konfigurationsmöglichkeiten

Magenta Hybrid

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Die Einstellungsmöglichkeiten sind, wie von AVM gewohnt, sehr umfangreich. In Bezug auf LTE werden diverse Informationen, wie etwa das verwendete Frequenzband, Name der LTE Zelle, Verbindungsgeschwindigkeit und Signalqualität angezeigt. Außerdem kann man sich alle empfangbaren LTE-Zellen (und Provider), inklusive der zugehörigen Daten auflisten lassen. Wie auch bei der FritzBox 6840, gibt es auch bei der 6810 wieder einen Antennen-Ausrichtungsmodus, der einfach zu bedienen ist und einen schnell den Besten Standort für den Router finden lässt. Für Voice over IP (VoIP) gibt es ebenfalls diverse Einstellungsmöglichkeiten, sodass sich das Gerät zum Beispiel ideal für die Vodafone LTE Tarife anbietet. Das dachte sich wohl auch AVM, denn die FritzBox 6810 LTE wird bei vielen Händlern in Verbindung mit den "Vodafone LTE Zuhause"-Tarifen angeboten. Wir hatten die Möglichkeit, VoIP mit dem AVM FritzFon MT-F zu testen. Sowohl die Sprachqualität als auch das Zusammenspiel zwischen Router und Telefon waren einwandfrei.



Alles in Allem ist die AVM FritzBox 6810 LTE ein netter kleiner LTE-Router, der aber sicher nicht für jeden Kunden das richtige Modell ist. Im Vergleich zum großen Bruder, der FritzBox 6840 (+ 6842 oder neuer), fehlen diverse Anschlüsse. Außerdem könnte die LTE-Empfangsleitung in Randgebieten gerne etwas besser sein. Doch wenn gute Empfangsbedingungen vorhanden sind, ein möglichst kleiner, günstiger und vor allem schicker LTE-Router gesucht wird, ist die FB 6810 genau das Richtige! Das Gerät ist seit Oktober 2012 im Fachhandel, sowie bei diversen online Händlern erhältlich. Wahlweise auch vergünstigt in Verbindung mit einem Vodafone LTE-Anschluss.


Die passende Software

LTE-Anbieter.info stellt Ihnen für die FritzBox ein ausgereiftes Tool zur Verfügung. Damit lassen sich spielend leicht alle Verbindungswerte auslesen und überwachen. Doch das Programm bietet noch weit mehr Features. Hier mehr erfahren und Downloaden > LTEWatch


Update:

Im Februar 2014 teilte AVM der Presse mit, dass es eine sehr ernste Sicherheitslücke in sämtlichen Geräten gebe. Wenig später wurde ein Update bereitgestellt, welches diese schließt. Wer noch nicht auf die neuste Version upgedatet hat, sollte dies dringend nachholen. Seit Fritz!OS 6.03 stehen zudem etliche neue, interessante Features bereit. Seither wird z.B. von der Firmware die Distanz zum Sendemast geschätzt. Ebenso gibt es eine Prognose zur maximal erzielbaren Datenübertragungsrate unter Berücksichtigung aktueller Empfangsparameter.


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