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Okt 21 2014



Als LTE-Nachfolger soll 5G in einigen Jahren große Veränderungen bewirken, gibt sich nicht nur die Mobilfunk-Branche zuversichtlich. Welche Anwendungen dabei wirklich zum Tragen kommen, ist jedoch aus heutiger Sicht noch völlig unklar.

Ziel: Unbekannt

Welches Potential birgt 5G für Mobilfunk, Industrie und Gesellschaft? Beim „5G Global Congress“ in Berlin wurde am Dienstag ein Ausblick auf die Möglichkeiten des LTE-Nachfolgers gegeben, der voraussichtlich ab 2020 kommerziell ausgerollt wird. Bei der Konzipierung der neuen Technologie wird neben einer hohen Bandbreite und Leistungsfähigkeit, der Fokus auch auf die Grundlegung einer Basis für innovative Services und Nutzbarkeit für neue Geräte-Klassen gelegt. Die Herausforderung daran: Es ist heute noch nicht absehbar, welche Bedürfnisse die Dienste und Geräte im nächsten Jahrzehnt bedienen und erfüllen müssen.

5G als Revolution?

Die Einführung von 5G wird nicht weniger als eine technische Revolution zur Folge haben, erklärte Dr. Ulf Wahlberg von Ericsson auf der 5G-Fachkonferenz im Rahmen eines Vortrags. Während in den letzten drei Jahrhunderten Katalysatoren wie die Erfindung der Dampflock, der Stahlbau, die Massenproduktion oder die Verwendung von Öl große gesellschaftliche Fortschritte verursacht haben, werden die Vorteile von 5G eine ähnliche Auswirkung mit sich bringen. In der daraus hervorgehenden „Vernetzten Gesellschaft“ wird alles, was vernetzt werden kann, auch tatsächlich vernetzt sein, so Wahlberg. Das könnte letztendlich auch dramatische Veränderung für einzelne Branchen und Bereiche mit sich bringen. Die Branche zollt 5G demnach eine ganze Menge Vorschusslorbeeren, wenn man bedenkt, dass es noch nicht einmal einen einheitlichen Standard gibt.

Rahmen der Möglichkeiten

Glaubt man der auf dem „5G Global Conference“ diskutierten Zielstellung, hat der zukünftige 5G-Standard das Potential, eine neue Vielfalt in neuen Anwendungsfeldern zu erschließen. Dazu zählen neben Applikationen in den Bereichen Maschine-to-Maschine und Device-to-Device. Auch Notfall-Dienste und neue Netzwerk-Strukturen für Mobilfunkanbieter gehören dazu. Vor allem die erstmals fast zu vernachlässigende Latenz ermöglicht Realtime-Anwendungen über drahtlose Verbindungen. Hiermit wird von 5G jedoch nur der jeweilige Rahmen der Möglichkeiten vorgegeben – konkrete Anwendungen sind noch nicht absehbar. Während aktuell aufstrebende Trends, wie beispielsweise Health-Apps oder Smart Home, bereits einzelne Möglichkeiten zeigen, wird die Vielfalt durch für 5G angestrebten Möglichkeiten exponentiell steigen. Allerdings müssen auch die kabelbasierten Netzstrukturen bis zur Einführung weiter deutlich wachsen. Besonders die Anbindung der 5G-Masten mit Glasfaser dürfte eine Grundvoraussetzung sein.

Toolkit für „Kids“

Welche Angebote dabei die neuen Shooting-Stars der Branche werden, wagt heute noch niemand auch nur zu erahnen. „Die Killer-Applications für 5G kommen nicht von uns“, sagte Dr. Hugo Tullberg, Technical Manager beim EU-Projekt METIS und tätig für Ericsson, im Rahmen der „5G Global Conference“. 5G-Anwendungen in Dimensionen eines „neuen Facebook“ oder einer bahnbrechenden Health-App werden vielmehr von „Kids“ kommen, die sich die Technologie nach der Einführung ganz unbefangen zunutze machen. Der 5G-Standard wird somit zu einem mächtigen Toolkit für Visionäre und Querdenker unter den Entwicklern. Letztendlich kann die Technik damit auch eine neue Generation von Diensten und praktischen Verbesserungen für alle persönlichen gesellschaftlichen Bereiche mit sich bringen. 5G könnte somit tatsächlich das Potential für eine technische Revolution haben.

 

Bilder: © LTE-Anbieter.info


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Kategorie: Allgemein, LTE-Ausbau, Technik | Schlagwörter: , ,
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