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Jun 11 2016

 von: Redaktion LTE-Anbieter.info

Zum 30. Juni 2016 gibt es in Deutschland bedeutsame Änderungen im Frequenzbereich um 1800 Megahertz (LTE 1800), welche insbesondere Mobilfunk-Kunden im E-Plus Netz spüren werden. Bei der Versteigerung von Funk-Frequenzen im Sommer 2015 hat Vodafone Frequenzbänder im Bereich um 1800 MHz ersteigert, welche bislang von E-Plus für LTE-Dienste genutzt wurden. Bis zum 30.06.2016 hat Telefónica als neuer Eigentümer von E-Plus nun die Auflage, die Frequenzbereiche freizugeben, damit Vodafone die Bänder künftig vollständig für seinen Mobilfunk-Ausbau nutzen kann. Doch was bedeutet das für LTE-Kunden?

E-Plus LTE wird abgeschaltet
Antennen am LTE-Mast

E-Plus hatte LTE bislang ausschließlich im Frequenzbereich um 1800 MHz ausgebaut. Schon seit einigen Wochen schaltet die Telefónica das E-Plus LTE-Netz gebietsweise ab, E-Plus Kunden können im Gegenzug das O2 LTE-Netz nutzen, sofern es am Standort verfügbar ist. Für E-Plus Kunden kann die Netzabschaltung sowohl positive als auch negative Auswirkungen haben. So ist die Geschwindigkeit im O2 eigenem 4G-Netz meist deutlich geringer, da der Konzern in vielen Gebieten lediglich LTE800 einsetzt. Zudem werden die schwächeren Funkzellen mit deutlich mehr Nutzern ausgelastet werden als bislang. Dafür ist das O2 LTE-Netz auch auf dem Land recht ordentlich ausgebaut, wo E-Plus bislang überhaupt keine LTE Versorgung bieten konnte. O2-Kunden werden im Zweifelsfall nichts von der Umstellung merken, möglicherweise wird durch die zusätzlichen E-Plus Kunden im O2 LTE-Netz die maximale Geschwindigkeit etwas sinken.

1800 Megahertz: so geht es weiter

Wenn das E-Plus LTE-Netz zum 30.06.2016 vollständig abgeschaltet ist, kann Vodafone mit dem Aufbau von LTE1800 Zellen in städtischen Gebieten beginnen und sein Netz somit verdichten und mit mehr Kapazität und höheren Geschwindigkeiten ausrüsten. In ländlichen Gebieten musste Telefónica das E-Plus LTE1800 Netz schon zum 31.12.2015 abschalten, hier hat Vodafone sogar schon einige LTE1800 Standorte in Betrieb genommen, sodass auch in den Städten recht schnell mit einem Ausbau zu rechnen ist. Kunden profitieren vor allem durch höhere Geschwindigkeiten. Auch Telefónica wird LTE1800 weiter nutzen, auch wenn es durch den Rückbau des E-Plus LTE Netzes zunächst anders scheint. 1800 MHz wird dann im O2-Netz verwendet werden, erste Standorte sind auch hier bereits in Betrieb. Vermutlich wird es aber noch einige Jahre dauern, bis O2 und Vodafone eine ähnliche Netzabdeckung wie die Deutsche Telekom mit LTE1800 erreicht haben.

Künftig alle Anbieter mit 3 LTE-Frequenzbereichen

Bislang haben in Deutschland nur die Deutsche Telekom und E-Plus LTE im Frequenzbereich um 1800 MHz anbieten können, dies ändert sich nun. LTE1800 eignet sich auf Grund seiner physischen Eigenschaften ideal zur Versorgung von Städten und Ballungsregionen, da genügend Spektrum für ausreichend große Funkzellen zur Verfügung steht und die Reichweite sowie die Durchdringung von Gebäuden besser als etwa auf 2600 MHz sind. LTE2600 wird von allen Anbietern hauptsächlich in Innenstädten, Fußballstadien, Flughäfen und an weiteren Orten mit hohem Besucheraufkommen eingesetzt. LTE2600 bietet eine vergleichsweise geringe Reichweite, ermöglicht aber hohe Geschwindigkeiten. Anders sieht es bei LTE auf 800 MHz aus: auch dieser Bereich wird von allen drei Anbietern eingesetzt und ist insbesondere für die Versorgung in der Fläche geeignet, da die Reichweite auf diesem Frequenzband am höchsten ist.

 

Alle Anbieter werden in Zukunft LTE-Advanced mit Carrier Aggregation nutzen, um die drei Frequenzbereiche zu bündeln. Mit einem entsprechend ausgestatteten Smartphone soll man somit zum Beispiel bei Vodafone schon in diesem Jahr Geschwindigkeiten von bis zu 525 MBit/s im Download nutzen können.

Wissenswertes zum Thema:

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Kategorie: LTE-Anbieter, Technik |
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