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Feb 24 2014

 von: Redaktion LTE-Anbieter.info

Der chinesische Smartphone-Hersteller Huawei rief, im Rahmen des Auftakts des Mobile World Congress (MWC) zum 5g@Europe Summit 2014, die Speerspitze der Entwickler des mobilen Internets zusammen. EU-Politiker, führende Köpfe der Wissenschaft und –man mag es kaum glauben- ärgste Konkurrenten des Unternehmens, wie Alcatel oder Ericsson, kamen in München zusammen. Und zwar auf Einladung des chinesischen Herstellers, um künftige 5G-Visionen auszutauschen.

Sechs Jahre Entwicklung, tausendfache Kapazität

Mit dem Ziel, bis zum Jahr 2020 die 5G-Technologie kommerziell einzuführen, positionierte sich Huawei klar zukunftsorientiert. Dr. Wen Tong, führender Entwickler bei Huawei, stellte in Aussicht, bis zu 1000fach größere Wireless-Kapazitäten mit 5G erreichen zu können. Genauer gesagt bedeute dies, eine 10 Gigabit-Verbindung auf jedem mobilen Endgerät erreichen zu können. Gleichzeitig seien, so Tong, 5fach schnellere Reaktionszeiten im Vergleich zum 4G-Standard jetziger Geräte erreichbar. Hohe Ziele für eine geschätzte Entwicklungszeit von gerade mal sechs Jahren.

5G wird gigantisch, so oder so

Die bisherigen, fixen Frequenzblöcke für 4G-LTE, bestehen in Deutschland bisher aus den Sendebereichen 800, 1800 und 2600 MHz. Die 5G-Technologie soll zukünftig ein zugegebenermaßen gigantisch wirkendes Frequenzspektrum zwischen 300 MHz und 300 GHz dynamisch nutzen können. Dies würde im wahrsten Sinne des Wortes einen Quantensprung für die LTE-Technologie bedeuten. Die Problematik aus dieser Entwicklung könnte sich jedoch aus der benötigten Kompatibilität zu den gängigen 3G, 4G und WiFi-Sendebereichen ergeben, da sich der Neukauf eines Geräts bei den meisten Usern verschiebt. Zudem müssen natürlich auch die Anbindungen der Basisstationen auf derartige Kapazitäten vorbereitet werden, sprich mit leistungsfähigen Glasfaser- oder neuen Richtfunkanbindungen ans Kernnetz. Und auch im Entwicklerstab der Telekom, macht man sich bereits Gedanken zu 5G.

Wachsende Datenmengen und größere Netze

Huawei geht jedoch davon aus, dass der 5G-Standard künftig aus der Notwendigkeit größerer Netzkapazitäten heraus, nicht mehr zu umgehen ist. Denn die Anzahl der “Always-on-User” steigt stetig, sodass die höhere Belastbarkeit und größere Kapazitäten der Netze eine reine Notwendigkeit werden. Das Wachstum der Sprachkommunikation über mobile Endgeräte stagniert zwar (und das schon seit einigen Jahren), der mobile Datentransfer durch Fotos, Videos und andere Daten wächst jedoch drastisch. Ein Umdenken der Netzbetreiber wird also, so Huawei, in Zukunft immer wichtiger.

 

Alles in allem sind Huawei’s Zukunftsperspektiven alles andere als niedrig gesteckt. Wie sich diese Pläne bis ins Jahr 2020 ausgestalten, bleibt allerdings noch abzuwarten.


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