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Feb 21 2014

 von: Redaktion LTE-Anbieter.info

Die 4G-Technik ist noch lange nicht ausgereizt und bietet theoretisch noch Potenzial bis über die 1000 Mbit Marke hinaus. Doch immer öfter wird bereits über den Nachfolgestandard 5G gesprochen. In einem Beitrag von Claudia Nemat, Vorstandsmitglied Europa und Technik der Deutschen Telekom AG, sinierte die Expertin heute über mögliche Szenarien, Trends, Entwicklungen und Problemen hin zu 5G. Und das erst wenige Stunden, nachdem die Telekom erste Pläne für den Einsatz von LTE-Advcanced bekannt gegeben hat.

 

Vom 24.2 bis 27.02 findet in Barcelona wieder der „Mobile World Congress“ in Barcelona statt. Und tatsächlich soll „5G“ bereits ein Thema sein, was über reine technische Zahlenspiele und Spekulationen hinaus geht. Vorreiter auf dem Gebiet der Mobilfunkgeneration von Morgen ist, wie sollte es anders sein, Asien. Bereits letzten Monat kündigte Südkorea an, in den kommenden Monaten ein 5G-Testnetz für unglaubliche 1,1 Mrd. Euro aufzubauen. Das Ziel: Den Nutzern per Mobilfunk künftig Datenraten jenseits der Gigabit-Grenze anbieten zu können. Kommerzielle Tests seien für 2017 geplant und schon 2020 sehe man eine realistische Chance für einen Rollout an Endverbraucher. Und auch in Japan bließ man bereits in dieses Horn. Dennoch: Bis dahin ist es allerdings noch ein langer, langer Weg. Zunächst müssen verbindliche Standards, wie bei LTE, erarbeitet werden. Zudem steht die Forschung für neue Verfahren noch relativ am Anfang – zumindest was perspektivisch in 5G einfließen könnte.

5G bereits 2020?

Ganz unwahrscheinlich sei so ein Szenario nicht, so Nemat. Denn die Vergangenheit zeigt, dass es ca. aller 10 Jahre einen Systemwechsel gab. Mal ein paar Jahre früher, mal etwas später. Doch es reicht bei weitem nicht, nur die Verfahren für die sogenannte Luftschnittstelle zu optimieren – sprich die Funkverfahren. Auch die Anbindung der Basisstationen ans Kernnetz und die Backbone-Netze müssen mit der Entwicklung standhalten. Hier sieht Nemat den größten Pferdefuß. Das bedeutet für Provider, wie der Telekom, Milliarden Investitionen in leistungsfähigere Netzsysteme und vor allem in weitläufige Glasfasernetze. In knapp 10 Jahren ist aber unserer Meinung noch viel Spielraum für den Netzausbau, der ohnehin bitter nötig ist. Vor allem in Hinblick aufs Glasfasernetz, wo Deutschland nach wie vor eher einem Entwicklungsland gleicht. Neue Breitbandstandards, wie G.fast oder VDSL-Vectoring, drohen leider aktuell den Druck auf die Telekommunikationsunternehmen zu senken, genau dahin zu investieren.

 

Laut Nemat, befänden sich aber die „[…] europäischen Telekommunikationsbetreiber in einer Zwangslage zwischen Auktionen und Regulierungen, die ihre Geldmittel aufzehren, und zukünftigen technischen Herausforderungen, für deren Bewältigung Investitionen erforderlich sein werden.“ Ein Appel also an weniger Regulierung und teure Vergabeverfahren für Mobilfrequenzen. In Asien hätte man die Rolle neuer leistungsfähiger Funkstandards, wie 5G, bereits verstanden.

 

Um die Relevanz für die Zukunft zu unterstreichen, führt die Autorin weitere Punkte auf. So werde es in wenigen Jahren ohnehin einen Paradigmenwechsel geben, demnach nicht nur Menschen einen Großteil des Mobilfunktraffics generieren, sondern auch Maschinen. Gemeint ist die sogenannte M2M-Kommunikation – sprich Austausch von Daten unter Maschinen. Hier erwarten Experten „the next big thing“ für die kommenden Jahre, mit Anwendungen, die heute noch völlig unbekannt sind, aber unser Leben enorm vereinfachen könnten. Statt nur 5 Mrd. Endgeräte, die mit dem Internet verbunden sind (2010), würden einige Studien von einer Verzehnfachung bis 2020 ausgehen.


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