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Dez 20 2013

 von: Sarah_Klare

Es gibt Gemeinden die sich nach Highspeed Internet via Mobilfunik sehnen. Gemeinden die Kooperationen mit Mobilfunkanbietern eingehen und Gelder zuschießen, um ihren Bürgern eine adäquate Internetverbindung zur Verfügung zu stellen. Und dann gibt es Gemeinden, die LTE in ihrer Ortschaft auf jeden Fall unterbinden möchten und dafür sogar bereit sind Geld zu bezahlen, wie derzeit in Stadtbergen der Fall.

Kampf um den letzten Mast

Es ist schon eine vertrackte Situation. Da sollen in Stadtbergen Mobilfunkmasten für schnelles Internet via LTE errichtet werden und dann scheitert das Vorhaben nicht am Geld oder der Technik, sondern ausgerechnet am Stadtrat. Der hält eine mögliche Strahlenbelastung nämlich für ein größeres Risiko, als den Ausschluss seiner Bürger vom World Wide Web. In drei Bereichen der Gemeinde sollen Sendemasten mit LTE-Antennen bestückt werden. Der Stadtrat würde den Ausbau am liebsten an allen drei Standorten verbieten. Allerdings ist die Aufrüstung für zwei der drei Anlagen schon genehmigt. Nur beim letzten Mast, dem Funkmast am Fryar Circle, will er sich nicht hinein reden lassen und den Ausbau um jeden Preis verhindern.

Gutachten soll Ausbau stoppen

Die Diskussion über einen alternativen Standort, hatte der Stadtrat bereits früher mit dem Mobilfunkbetreiber geführt. Allerdings hatte dieser die Idee abgelehnt mit der Begründung, dass die Erschließungskosten zu hoch sein. Der Stadtrat will davon aber nichts wissen und möchte jetzt für 40.000 Euro ein Gutachten erstellen lassen, mit dessen Hilfe ein Bebauungsplan und andere mögliche Standorte ermittelt werden sollen. Ein solches Verfahren wird auch Positivplanung genannt und oft von Kommunen durchgeführt, um den Bau von Windkraftanlagen zu vermeiden.

Ein Kompromiss für „gerade mal“ 40.000 Euro

Noch ist der Bebauungsplan nicht fertig und damit der LTE-Ausbau am letzten Mast auf jeden Fall erst einmal auf Eis gelegt wird, hat man kurzer Hand eine Veränderungssperre verhängt. Die Erstellung des Gutachtens und die damit verbundenen Kosten sind nun mal notwendig, wie Bürgermeister Paul Metz gegenüber der Augsburger Allgemeinen erklärte. „Das war ein Zwiespalt, den jeder gehabt hat. Wir sind aber nun diesen Kompromiss eingegangen.“ Ob es den Verantwortlichen in Stadtbergen gelingen wird, den LTE-Ausbau am dritten Funkmast zu verhindern, muss sich noch zeiigen. Die zwei anderen Standorte in der Gemeinde, werden jedenfalls bald Highspeed-Internet durch die Luft funken. Interessant wäre auch mal zu wissen, was denn eigentlich die ansässigen Bürger dazu meinen!?

Quelle: Augsburger Allgemeine
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