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Sep 21 2020

 von: M_Schwarten

Der LTE-Ausbau in Deutschland geht weiter voran. Allerdings gibt es gerade entlang der Bahnverbindungen noch relativ viele Lücken im LTE-Netz. Jeder 20. Kilometer ist derzeit noch nicht mit LTE versorgt.

 

Zug der Dt. Bahn

Weiter viele Lücken entlang der Schienen

In der vergangenen Woche hat die Deutsche Telekom bekanntgegeben, dass ihnen große Schritte bei der LTE-Abdeckung in Bayern gelungen sind. Dort sind laut Konzernangaben derzeit von rund 1107 Kilometer ICE-Strecke rund 1077 Kilometer mit LTE abgedeckt. Es fehlen also nur rund 30 Kilometer.

 

Auf ganz Deutschland ausgedehnt sieht die LTE-Versorgung entlang der Bahnschienen hingegen etwas schlechter aus. Dies besagt eine Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine FDP-Anfrage, die der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegt. So sollen derzeit gut 2.040 von rund 40.600 Kilometern Schienenwegenetz nicht mit LTE versorgt sein. Dies entspricht rund 5 Prozent – oder anders ausgedrückt: jeden 20. Kilometer.

Rheinland-Pfalz liegt hinten

Die schlechteste Versorgung mit LTE entlang der Bahnstrecken gibt es derzeit im Bundesland Rheinland-Pfalz. Dort sind rund 10 Prozent des von der Bahn genutzten Schienennetzes nicht mit einer Breitband-Anbindung via 4G versehen und damit von der zeitgemäßgen Nutzung des mobilen Internets abgeschnitten. Aber auch die beiden Bundesländer Baden-Württemberg und Sachsen hinken deutlich hinterher. Besser ist die Versorgung unter anderem in Schleswig-Holstein, wo nur jeder 80. Kilomenter nicht mit LTE versorgt ist. Noch besser sieht es in den kleinen Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen aus. Dort besteht eine hundertprozentige Abdeckung, sodass es keinerlei LTE-Funklöcher entlang der Schienen gibt.

 

Die aktuellen Zahlen seien ein „absolutes Armutszeugnis“ für die Digitalisierung in Deutschland und eine kundenfreundliche Bahn, äußert sich der FDP-Bundestagsabgeordnete Torsten Herbst zu den Zahlen. Keine durchgehende 4G-Versorgung bedeutet für Kunden ein wenig zufriedenstellendes Ergebnis beim Telefonieren und Surfen während einer Bahnfahrt. Wer z. B. auf einer nicht durchgängig mit LTE ausgebauten Schienenverbindung einen Film streamen möchte, um sich die Fahrzeit zu vertreiben, dürfte ständig von Rucklern und Ladepausen genervt werden.

 

Ein Problem für den stockenden Ausbau: Mobilfunkbetreiber müssen ihre LTE-Anlagen im häufig genutzten 900-MHz-Band von den Bahnanlagen wegdrehen. Sonst würden sie den digitalen Zugfunk GSM-R stören. Zudem darf der öffentliche Mobilfunk vier Kilometer links und rechts vom Gleis keine LTE900-Signale ausstrahlen. Das Bundesverkehrsministerium sieht daher auch die Betreiber von Schienenwegen und Bahnunternehmen in der Pflicht, um z. B. Repeater in die Züge einzubauen.

Quelle: dpa

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Kategorie: LTE-Ausbau | Schlagwörter: , , ,
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