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Nov 20 2014

 von: A. R.

Die Deutsche Bahn hatte sich Mitte des Jahres offenkundig von den Plänen der flächendeckenden LTE-Verfügbarkeit in den Zügen verabschiedet. Neue Hintergründe und ein starkes Anzweifeln dieser Entscheidung bringt ein umfassender Test der Streckennetz-Funkverbindung, welcher von Connect durchgeführt wurde. Hierbei offenbaren sich für Reisende mit hoher Priorität für den mobilen Funkverkehr interessante Erkenntnisse.

 

LTE für die WLAN-Hotspots?

Signalprobleme bei der Deutschen Bahn

Wie erörtert wurde, sind die Züge an sich in Hinsicht auf eine gute Funkversorgung eher suboptimal konstruiert. Die Metallhülle und die mit Aluminium bedampften Fenster würden einen Teil der Signale abschirmen. Des Weiteren wird der LTE-Empfang durch den Einsatz der verwendeten Repeater erschwert. Die Deutsche Bahn verwendet leider immer noch in ihren Zügen 2G-Repeater, womit zwar der Empfang im GSM-Netz verbessert wird, UMTS und auch LTE bleiben aber bei der Signalverteilung außen vor. Doch auch bei den Netzbetreibern ist die Ursache für die schlechte LTE-Versorgung beim Bahnverkehr zu suchen. Der 4G-Ausbau ist, besonders in ländlichen Regionen, immer noch nicht optimal. Außerhalb von Großstädten sind die Sendemasten mitunter rar gesät.

Szenarien für die Verbesserung des LTE-Empfangs der Deutschen Bahn

Generell würden, trotz der Bauweise der Züge, die LTE-Signale ausreichend ankommen – sofern denn Sendemasten in der Nähe sind. Hier liegt es also an den Netzbetreibern, eine bessere Versorgung zu gewährleisten. Außerdem müssten für eine ausreichende Funkverbindung aller Bahnreisenden neue Repeater auf LTE-Basis integriert werden. Diese könnten dank der hohen Bandbreite mehr Menschen versorgen und es gäbe pro Endgerät einen höheren Datendurchsatz. Auch das schnelle Wechseln zwischen den Funkmasten aufgrund hoher Geschwindigkeiten der Bahn wäre dank der 4G-Technik kein Problem, einen Ausfall der Verbindung würde es nicht geben. Prinzipiell kann LTE sogar in Bewegung mit Spitzengeschwindigkeiten von 300-350 km/h genutzt werden. 3G stößt hingegen schon bei 30-50 km/h an seine Grenzen und die Verbindung reist ab.

Neue Repeater sind schwer zu realisieren

Ein Grund für das auf Eis gelegte LTE-Vorhaben der Deutschen Bahn könnte beim Eisenbahn-Bundesamt (EBA) liegen. Dieses hat sehr hohe Anforderungen für die eingesetzte Technik. Eine Genehmigung für neue LTE-Repeater könnte bis zu 5 Jahre dauern, bis dorthin ist die vorhandene Technologie aber sicherlich wieder in eine ganz neue Richtung vorangeschritten. Es ist durchaus schade, dass wohl auch in naher Zukunft nicht so schnell mit einer annähernd flächendeckenden LTE-Verfügbarkeit bei der Deutschen Bahn zu rechnen ist. Zumal nicht nur Breitbandinternet, sondern ab 2015 auch Sprachtelefonie via VoLTE ein Thema sein dürfte, von dem auch Bahnreisende profitieren könnten.

WLAN bevorzugt

Die favorisierte Technik der Deutschen Bahn, basierend auf WLAN-Hotspots, wird sicherlich auch von manchen als skeptisch erachtet, da viele Reisende auch sensible Daten übertragen wollen. Sprachtelefonie wird über die erwähnten 2G-Repeater realisiert, was beides etwas rückständig wirkt. Wir sind gespannt, ob sich in Zukunft doch noch eine zufriedenstellende Lösung für eine reibungslose LTE-Versorgung in deutschen Zügen finden wird.


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Kategorie: LTE-Ausbau | Schlagwörter: , , ,
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