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Jul 03 2019

 von: D_Heim

Mit dem Ende der 5G-Frequenzauktion ist auch ein weiteres Ende wahrscheinlich beschlossene Sache. Für mehr Platz für die ultraschnelle Zukunft soll wohl als erstes der 3G-Netzlayer das Feld räumen. Doch wann kommt die Abschaltung des 3G-Netzes und was bedeutet es für die Menschen, wenn kein UMTS-Zugang mehr zur Verfügung steht?

Platz für ultraschnelles Internet mit 5G – UMTS muss weichen

Nachdem nun die Auktion der Bundesnetzagentur um die begehrten 5G-Breitbandfrequenzen mit 6,55 Milliarden Euro nach über 13 Wochen zu Ende ging, soll es losgehen mit dem schnellen Ausbau des ultraschnellen Mobilfunknetzes in Deutschland. Schon weit im Vorfeld der Versteigerung der Frequenzbandpakete äußerten sich die Netzbetreiber dazu, wie sie Platz für die neue Generation 5G machen wollen. Einer muss weichen und dies soll 3G, auch bekannt als UMTS, sein. Weil 3G und auch 2G in vielen Landstrichen in Deutschland die einzige Verbindung zur Onlinewelt und ins mobile Netz ist, darf man da ruhig einmal fragen, wann die Abschaltung erfolgen soll und was dies für die Nutzer bedeutet.

Wann wird UMTS abgeschaltet?

Die Deutsche Telekom wie auch Vodafone sehen UMTS als ersten Layer, den sie abschalten werden. Der technische Leiter von Vodafone Deutschland sieht beispielsweise die Jahre 2020 und 2021 als mögliche Termine. Wir werden sehen, ob die Konzerne daran festhalten, denn Fakt ist, dass die Abschaltung wohl einige Funklöcher mehr in die deutsche Mobilfunknetzlandschaft reißen dürfte. So ist auch nicht verwunderlich, dass die Betreiber sich aktuell mit Prognosen zu einem Termin komplett bedeckt halten, ja sogar anders als vor der 5G-Auktion davon sprechen, dass man beides parallel laufen lassen möchte.

Was bedeutet die Abschaltung für die Nutzer der 3G-Frequenzen?

Rund 30 Prozent der Mobilfunkkunden in Deutschland sind derzeit mit einem Vertrag an das 3G-Netz angebunden. Vor allem Nutzer von alten Verträgen und Discounter-Verträgen wären von einer Abschaltung des UMTS-Standards betroffen. Sie haben keinen Zugriff auf das LTE-Netz der großen Netzanbieter. Zwar gibt es Bekundungen wie zum Beispiel von Vodafone Deutschland, das LTE-Netz auch für diese Kunden zu öffnen, doch bisher gilt dies beim Anbieter nur für Neukunden mit neuen Verträgen, beispielsweise bei mobilcom-debitel oder freenetMobile. Eine allgemeine Öffnung ist bisher noch nicht in Sicht.

 

Die Deutsche Telekom lässt ebenfalls nur Kunden mit hochwertigen Verträgen ins LTE-Netz. Prepaidkarten-Nutzer können generell das 4G-Netz der Telekom nicht nutzen. Jedoch soll bei einer Abschaltung von 3G dafür gesorgt werden, dass diese Kunden keine Beeinträchtigung erfahren. Darauf muss man auch hoffen, bedenkt man, dass viele Landstriche derzeit selbst wenn das Gerät es hergeben würde, nicht in den Genuss des schnelleren Netzes kommen.

Loch an Loch und hält doch?

Der schnelle Ausbau des LTE-Netzes inklusive der ultraschnellen 5G-Frequenzen sollte oberstes Ziel sein, denn wenn kein LTE zur Verfügung steht, fallen die Menschen mit nicht kompatiblen Geräten, Verträgen und abgeschiedenen Regionen auf den 2G-Standard zurück. Die zweite Generation, auch GSM, deckt zwar nahezu ganz Deutschland ab, ist aber fast nur zum Telefonieren und SMS-Verschicken geeignet. Von einer stabilen und halbwegs schnellen Internetverbindung über GSM kann man nur träumen.

 

Konzentrieren sich die Netzanbieter nun vor allem auf den Ausbau des LTE-Netzes, wird dies für weite Flächen, die bisher weder UMTS noch LTE nutzen können, weiterhin bedeuten, dass sie von einem Funkloch ins nächste kommen. Kann man nur hoffen, dass für die Landstriche mit 2G-Standard auch so schnell wie möglich eine Lösung gefunden wird, und die Schere zwischen Bürgern mit schnellem Internet und denen fast ganz ohne nicht noch größer wird.

 

Wissenswertes zum Thema:

LTE-Anbieter in der Übersicht
LTE Verfügbarkeit hier testen
LTE Tarife vergleichen
Marktübersicht LTE

Quelle: DNN, Vodafone, Deutsche Telekom


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2 Kommentare zu “Ein Leben ohne UMTS – Was passiert, wenn der Netzstandard 3G abgeschaltet wird?”

  1. Bitwalker sagt:

    In den letzten Monaten war UMTS oft die letzte Rettung wenn das überlastete Vodafone LTE Netz mal wieder nicht benutzbar war. Es müssen nicht nur LTE Funklöcher geschlossen werden, sondern auch bestehende LTE Gebiete dringend weiter ausgebaut werden.

  2. Matthias sagt:

    In meiner Region gibts von O2 nur 2G u da kann ich noch gute 50 km am Stück fahren bekomme ich ausser 2G nichts

Alle Rechte am vorliegenden Text bleiben vorbehalten.


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