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Okt 16 2015

 von: A. R.

Um den Übergang von 4G (LTE) auf 5G möglichst fließend zu gestalten, arbeitet Huawei an einem Zwischenschritt „4.5G“, also eine Art „Pre 5G“. Der Geschwindigkeitszuwachs ist dabei enorm, es werden jetzt schon 1 Gbit/s erreicht. Möglich wird das durch den Einsatz von 256 Stufen QAM (Quadratur-Amplituden-Modulation) anstatt der bisher üblichen 64 Stufen. Eine Vorführung soll vom 2. bis zum 5. November stattfinden.

LTE-Feldversuch: Huawei übertrumpft Ericsson

Im September haben wir bereits über einen ähnlichen Ansatz von Swisscom und Ericsson geschrieben. Dort hatte man ebenfalls auf 256 QAM gesetzt, letztendlich wurden jedoch „nur“ 426 Mbit/s erreicht. Mehr als das Doppelte kann das Verfahren von Huawei bieten, nämlich bis zu 1 Gbit/s. Abseits der verbesserten Quadratur-Amplituden-Modulation, setzt der chinesische Netzwerkausrüster auch auf die Mehrantennentechnik und nutzt 4 x 4 MIMO. Momentan wird vor allem noch das Zweiantennen-Verfahren 2×2 eingesetzt.

Sanfter Übergang zu 5G

Der Schritt von der vierten Mobilfunkgeneration (LTE) zur fünften (5G) ist gewaltig, da bietet sich eine Zwischenlösung geradezu an. Huawei möchte mit 4.5G genau diese realisieren und gab die Voraussetzungen dafür während einer Präsentation in Shenzhen letzten September bekannt. Um die sanfte Überleitung der Technologien sicher zu stellen, wird ein Softwareupdate und eine neue Baseband-Card benötigt. Das Softwareupdate ermögliche laut Huawei dann eine massive Steigerung der Datenrate im LTE-Netz auf maximal 1 Gbit/s. Ryan Ding, Präsident der Abteilung „Products and Solutions“ bei Huawei, teilte mit, dass Änderungen der Hardware nur im Kernnetz nötig seien.

Live-Demonstration von 4.5G erfolgt Anfang November

Der Netzbetreiber Hongkong Telecommunications wird sein Netz für den Testlauf auf dem Global MBB Forum (2. bis 5. November) zur Verfügung stellen. Den Termin gab Huawei selbst erst kürzlich bekannt. Bei diesem Event können sich Interessenten von der Geschwindigkeit der Technologie überzeugen. Die deutlich erhöhte Bandbreite ist aber nicht der einzige Vorteil von 4.5G. Die Latenzzeit zwischen den Endgeräten soll um 80 Prozent reduziert werden. Dadurch eignet sich der neue Standard auch gut für das Internet der Dinge (IoT). Dieses Einsatzgebiet verknüpft Hongkong Communications mit WebRCT (Real Time Communication) im 4.5G-Netz.

Wissenswertes zum Thema:

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