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Feb 25 2015

 von: R. S.

Auf einem Analystentreffen in London im Vorfeld des Mobile World Congress, hat der chinesische Netzwerkausrüster Huawei seine Visionen von der Zukunft der Mobilfunknetze vorgestellt. Eine wichtige Rolle soll dabei der LTE-Standard 4.5G spielen, die nächste Stufe des mobilen Breitbands nach LTE-Advanced.

Zwischenschritt von 4G zu 5G

Huawei sieht 4.5G als Übergangsstufe zwischen 4G und 5G. Während im 3G-Netz mit UMTS-Technologie bei 42 Mbit/s Downloadgeschwindigkeit Schluss ist, ermöglicht LTE der Kategorie 3 Geschwindigkeiten bis zu 100 Mbit/s und LTE Cat4 sogar 150 Mbit/s. Nach LTE Cat4, das der Korrektheit halber als 3.9G bezeichnet wird, hält nun LTE der Kategorie 6 nach und nach Einzug. In diesem ersten „echten“ 4G-Netz – LTE-Advanced genannt – sind dank Carrier Aggregation je nach Bündelung der Frequenzbereiche bis zu 225 Mbit/s oder sogar bis zu 300 Mbit/s im Downlink möglich.

Erstmals 1 Gbit/s im Downlink

Nach Huaweis Plänen, sollen mit LTE 4.5G erstmals Geschwindigkeiten im Gigabit-Bereich möglich sein, also bis zu 1 Gbit/s. Die 4.5G-Technologie unterstützt laut Huawei 100 mal mehr Verbindungen in einer Funkzelle als herkömmliches LTE. Dabei soll die Latenzzeit (Ping) gleichzeitig um 80 Prozent verringert werden. Notwendig sei dieser Zwischenschritt zu 5G aufgrund neuer Herausforderungen in den kommenden fünf Jahren.

Neue Anwendungsmöglichkeiten mit 4.5G

Dabei können laut Huawei nicht nur Anwendungen der Nutzer wie Virtual-Reality-Brillen oder Drohnen über das Mobilfunknetz die erforderlichen Bandbreiten zur Verfügung gestellt werden, sondern auch „Maschine-zu-Maschine“-Anwendungen (M2M) wie Smart Metering in einem vernetzten Haus. LTE-M nennt Huawei diesen auf Maschinen bezogenen Standard. Schon in 2016 sollen laut Huawei die Voraussetzungen für 4,5G mit bis zu 1 Gbit/s geschaffen werden.

Hohe Investitionen in 5G

Mit 5G sollen dann ab 2020 bis zu 10 Gbit/s möglich sein. Um diesen Standard zu etablieren, plant der Konzern Investitionen in Höhe von 600 Millionen US-Dollar in den kommenden drei Jahren. 300 Experten sollen laut Huawei in fünf verschiedenen Forschungszentren weltweit an 5G arbeiten.

Neuer „High Throughput“-Router

Außerdem präsentierte Huawei in London einen neuen Router mit erhöhter Durchsatzgeschwindigkeit. In Zeiten von wachsendem Datenhunger der Kunden, der vor allem durch Videostreaming entsteht, soll dieser Router die Wartezeit beim Starten eines Videos auf Null reduzieren. Außerdem soll es keinerlei Verzögerungen mehr geben bei 2K-Videos über das Mobilfunknetz sowie 4K-Videos im Festnetz.

Quelle: Huawei
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