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Okt 31 2013

 von: Redaktion LTE-Anbieter.info

Diese Woche endete in Taiwan das Bieterverfahren für die 4. Mobilfunkgeneration. Der Staat erzielte deutlich mehr als zunächst erwartet.

Nachzügler Taiwan

Obwohl Taiwan eigentlich weltweit zu den führenden Nationen in Sachen Kommunikation und Elektronik gehört (Smartphone-Produzent HTC z.B.) , ließ man sich in Sachen LTE-Mobilfunk bisher recht viel Zeit. Im Vergleich mit Nachbarstaaten, wie Japan, Südkorea oder Hong-Kong, hinkt der Inselstaat deutlich hinter her. Nun wurde zumindest die Grundlage für den LTE-Ausbau in Taiwan gelegt. Bisher dominierte dort noch die bei uns eher unübliche WIMAX-Technik, die übrigens ebenfalls zum 4G-Standard gehört.

Ergebnis 3-mal höher als erwartet

Insgesamt sechs Bieter trieben den Gesamtpreis auf über 4 Milliarden Dollar, wie die taiwanesische NCC (National Communications Commission) am Mittwoch mitteilte. Das entspricht rund 3 Milliarden Euro. Erwartet wurden im Vorfeld nur ca. 1,3 Mrd. Dollar. Geboten haben folgende Unternehmen: Chunghwa Telecom (CHT), Asia Pacific Telecom, Far EasTone Telecommunications (FET), Taiwan Star Mobile Communication, Taiwan Mobile (TWM) und Ambit Microsystems. Auffällig ist die, für die asiatische Region typische, hohe Fragmentierung des versteigerten Spektrums. Die 6 Unternehmen teilen sich insgesamt 12 Bänder zu je 20-30 MHz auf. Beispielsweise erwarb die „Asia Pacific Telecom“ das Band „A1“ auf 703-713 MHz für den Upload und 758-768 MHz für den Download. Die meisten Bänder sind 20 MHz breit, vereinzelt finden sich aber auch 30 MHz. Beide sind auch für LTE-Advanced prädestiniert, welches künftig bis zu 1000 MBit per LTE bieten könnte.

 

Insgesamt veräußerte die NCC ein Gesamtpaket mit einer Bandbreite von zusammengerechnet über 270 MHz. In Deutschland ist für LTE ein Spektrum von ca. 420 MHz im Einsatz. Allerdings sind in Taiwan die Spektren noch weit rarer als hierzulande. Daher steht im asiatischen Raum das Verfahren der Carrier-Aggregation weit oben auf der Agenda der Provider. Ein Verfahren, welches eigentlich erst dem LTE-Release 10 (besser bekannt als LTE-Advanced) zuzuordnen ist. Damit lassen sich, vereinfacht gesagt, auch nicht zusammenhängende Frequenzbänder für den LTE-Betrieb „aggregieren“. Mit dem aktuellen LTE-Standard (Release 8) ist dies noch nicht möglich. Das Verfahren wird übrigens schon vom Snapdragon 800 Prozessor für Smartphones unterstützt und kommt vereinzelt in Asien schon zum Einsatz.

Wissenswertes zum Thema:

» LTE weltweit – Frequenzen und Anbieter


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Kategorie: LTE-Ausbau | Schlagwörter: ,
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