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Feb 26 2018

 von: A. R.

Der MWC 2018 brachte schon zum Start spannende Mobilgeräte mit sich, vor allem die wieder erstarkte Marke Nokia wusste mit gleich fünf Telefonen, darunter das Nokia 8 Sirocco, zu begeistern. LG präsentierte das V30s ThinQ und ZTE das Blade V9 / V9 Vita sowie das Tempo Go. Tablet-Fans erfreuen sich an Huaweis Serie Media Pad M5, des Weiteren gab es ein paar Überraschungen wie ein 16.000-mAh-Smartphone.

 

MWC 2018 in Barcelona | Bild mobileworldcongress.com

MWC 2018: Nokia bringt Mobilgeräte für jedermann

Zunächst einmal eine erstaunliche, aber dennoch wahre Bekanntgabe des finnischen Konzerns: Nokia ist wieder Handy-Marktführer. Damit sind wirklich ausschließlich einfache Handys, also keine besser ausgestatteten Smartphones gemeint. Doch auch bei den cleveren Mobiltelefonen zog HMD Global an so manchem Konkurrenten vorbei. Das gelungene Comeback wird mit der Vorstellung fünf neuer Modelle fortgeführt. Am meisten dürfte dabei das neue Highend-Smartphone Nokia 8 Sirocco gefallen. Das Oberklasse-Handy verfügt über ein beidseitig gebogenes 5,5-Zoll-Display (im 16:9-Format) mit 2K-Auflösung und einer schicken Glasrückseite. Angetrieben wird es vom SoC Qualcomm Snapdragon 835 und 6 GB RAM. Auf dem 128 GB umfassenden Speicher ist Android 8.0 Oreo vorinstalliert. Die Hauptkamera weist zwei Objektive (12 + 13 Megapixel) von Carl Zeiss auf. LTE der Kategorie 12, also bis zu 600 Mbit/s im Download, stemmt das verbaute Modem. Mit dem Nokia 7 Plus hat der Hersteller eine Mittelklasse-Alternative mit Dual-Kamera (ebenfalls 12 + 13 Megapixel) vorgestellt. Es verfügt über ein 6-Zoll-Full-HD-Display im 18:9-Format und einen Snapdragon 660. Auch dieses Telefon kann mit maximal 600 Mbit/s das Internet per 4G/LTE ansteuern.

Nokia 6 (2018), Nokia 1 und Nokia 8810 4G

Am simplen und leicht einzuprägenden Namensschema seiner Smartphones rüttelt HMD Global nicht, Nachfolger bekommen lediglich die Jahreszahl angefügt. So wurde dann auch das Nokia 6 (2018) präsentiert. Ein Mittelklasse-Mobilgerät mit 5,5 Zoll messendem Full-HD-Bildschirm. Für die nötige Performance sorgen der Snapdragon 630 und je nach Ausführung 3 GB oder 4 GB RAM. LTE Cat. 12 gibt es auch hier, auf eine doppelte Kamera muss hingegen verzichtet werden. Immerhin stammt die 16-Megapixel-Hauptkamera aber wie bei den höherpreisigen Modellen von Carl Zeiss. Wer ein möglichst günstiges Nokia-Smartphone möchte, der kann demnächst zum Nokia 1 greifen. Ein 4,5 Zoll großer IPS-Screen mit antiquierten 854 x 480 Pixeln ziert die Front. Viel Performance sollte man aufgrund des SoC MediaTek MT6737M nicht erwarten. Die rückseitige Kamera nimmt Fotos mit 5 Megapixel auf, Selfies werden mit 2 Megapixel geschossen. Android Oreo in Form der Hardware-schonenden Fassung Android Go stellt das Highlight dar. LTE gibt es zwar auch, aber nur mit maximal 150 Mbit/s (Cat. 4). Schließlich können wir noch die Rückkehr des Bananen-Handys verkünden: das Nokia 8110 steigt aus der Asche empor. Die Neuauflage bietet selbstredend 4G-Datenfunk (Kategorie 4), als Chipsatz wurde der Snapdragon 205 integriert. Das Nokia 8110 beherbergt außerdem 512 MB RAM, 4 GB ROM und ein 2,4 Zoll großes QVGA-Display.

 


Nokia 7 Plus (oben) und Nokia 8 Sirocco | Bilder: Nokia Präsentation

Preis und Verfügbarkeit der neuen Nokia-Mobiltelefone

Das Nokia 8 Sirocco bittet als neues Flaggschiff der Finnen entsprechend zur Kasse, ab April 2018 wird das Smartphone verfügbar sein und mit 749 Euro zu Buche schlagen. Günstiger davon kommt man mit dem ebenfalls im April erscheinenden Nokia 7 Plus. Für dieses Produkt möchte HMD Global 399 Euro haben. Mit 279 Euro schont das Nokia 6 (2018) den Geldbeutel noch etwas mehr, der Release erfolgt zusammen mit den letztgenannten Smartphones. Etwa 99 Euro wird das Nokia 1 bei Veröffentlichung in zwei Monaten kosten, der Erscheinungstermin des Nokia 8110 4G ist indes noch unklar. Der Preis für das gebogene Kult-Handy soll sich auf 89 Euro belaufen.

Endlich neue Tablets, Huawei sei Dank

Tablet-Fans wurden in der jüngsten Vergangenheit nicht allzu oft mit neuen Produkten beehrt. Der chinesische Konzern Huawei beendet die Misere und stellt gleich drei neue Modelle vor. Es handelt sich um die Tablet-Computer MediaPad M5 8.4, MediaPad M5 10.8 und MediaPad M5 10.8 Pro. Beginnen wir mit den Gemeinsamkeiten der Mobilgeräte. Der Bildschirm aller Exemplare löst mit 2.560 x 1.600 Pixel auf, das Display wurde im Format 16:10 kreiert. Als Chipsatz dient der Octa-Core HiSilicon Kirin 960, dem 4 GB RAM zur Seite stehen. Die Hauptkamera liefert 13 Megapixel, für Selbstporträts stehen 8 Megapixel zur Verfügung. Ein microSD-Kartenschacht kann den Speicher bei Bedarf erweitern. Apropos Speicher: dieser beträgt je nach Bedarf 32 GB, 64 GB oder 128 GB, egal ob es sich um das MediaPad M5 mit 8,4 oder 10,8 Zoll großem Screen handelt. Die am besten ausgestattete Variante MediaPad M5 10.8 Pro kommt standardmäßig mit 128 GB, Eingabestift (M-Pen) und integriertem LTE-Modem (Cat. 6) daher. Die Akkukapazität liegt bei 5.400 mAh in den 8,4-Zoll-Ausgaben und bei 7.500 mAh bei den 10,8-Zoll-Exemplaren. Die Preise der Huawei-Tablets variieren zwischen 349 und 549 Euro. Die Veröffentlichung ist im April geplant. Für 4G bei den Nicht-Pro-Modellen muss ein Aufpreis von 50 Euro gezahlt werden.

LG V30s ThinQ

Das G7 wurde nicht rechtzeitig zum MWC fertig, mit leeren Händen wollte LG aber selbstredend nicht zum Event anrücken. Wohl unter anderem deshalb – und zur Ausweitung der ThinQ-Produktfamilie – stellte man das LG V30s ThinQ vor. Der am englischen „Think“, also „Denken“, angelehnte Begriff wird als Bezeichnung für die vernetzten Haushaltsgeräte des Herstellers verwendet. Diese haben alle eine besondere Künstliche Intelligent, die nun auch in einem Smartphone Verwendung findet. Mit Vision KI soll die Kamera schlauer agieren, Motive erkennen und den passenden Modus vorschlagen. Voice KI ist schließlich eine erweiterte Spracherkennung, mit der das Handy an sich und auch die Kamera bedient werden können. Weitere Unterschiede in Vergleich zum normalen LG V30 finden sich beim LG V30s ThinQ in Form von mehr RAM (nun 6 anstatt 4 GB) und mehr internen Speicher (128 GB oder sogar 256 GB) wieder. Die restliche Ausstattung, wie das 6 Zoll große Display (2.880 x 1.440 Bildpunkte) und der Chipsatz Snapdragon 835 stimmen mit dem Standardmodell überein. Das heißt, auch bei diesem Smartphone erhält der Kunde ein Gigabit-Modem (LTE Cat. 16). Der Preis, der Erscheinungstermin und eine Markteinführung in Deutschland sind noch ungewiss.

ZTE Blade V9 und Blade V9 Vita

Der chinesische Hersteller ZTE peilt mit seinen neuen Smartphones die Einsteiger- und Mittelklasse an. Das Blade V9 ist ein erschwingliches 18:9-Smartphone mit einem 5,7 Zoll großen Bildschirm. Dessen Auflösung beträgt 2.160 x 1.080 Pixel. Netterweise erscheint das Blade V9 direkt mit dem neuesten Android, also 8.1 Oreo. Angetrieben wird das Telefon von einem Snapdragon 450 Octa-Core-Prozessor. Das integrierte Modem setzt Bandbreiten von bis zu 300 Mbit/s im Download (LTE-Kategorie 6) um. An Speicher gibt es wahlweise 64 GB Flash und 4 GB RAM, 32 GB Flash und 3 GB RAM oder 16 GB Flash und 2 GB RAM. Die rückseitigen Kameras warten mit 16 und 5 Megapixel auf und sorgen für ein schönes Bokeh (Tiefenschärfe). Vorne stehen 8 Megapixel zur Verfügung. Das V9 Vita kommt mit kleinerer Anzeige (5,45 Zoll) daher, die Auflösung und das OS bleiben gleich, die Hauptkameras liefern allerdings nur 13 und 2 Megapixel. Auch die Selfie-Einheit wurde auf 5 Megapixel beschnitten. Als Chipsatz dient der Snapdragon 435, der zwar etwas langsamer rechnet, aber dennoch mit LTE der Kategorie 6 umgehen kann. Das ZTE Blade V9 Vita wird mit 32 GB ROM und 3 GB RAM sowie 16 GB ROM und 2 GB RAM in den Verkauf gehen. Ab dem 1. März werden die ZTE-Smartphones ab 179 Euro (Blade V9 Vita) beziehungsweise 269 Euro (Blade V9) erhältlich sein.

ZTE Tempo Go

Bei diesem Smartphone handelt es sich um einen direkten Konkurrent zum Nokia 1. Hier wird also die untere Einsteigerklasse angepeilt. Der Bildschirm des Tempo Go beherbergt auf 5 Zoll verteilt 854 x 480 Pixel. Als SoC verbaute ZTE den Snapdragon 210. Der Vierkerner kann immerhin noch mit LTE Cat. 4 (bis zu 150 Mbit/s im Download) dienen. Android 8.0 Oreo als Go-Version, 5 Megapixel hinten und 2 Megapixel vorne zählen zur weiteren Ausstattung. Der Speicher in Form von 8 GB ist genauso wie der RAM von 1 GB überschaubar. Das ZTE Tempo Go ist zunächst nur für die Vereinigten Staaten angedacht. Der Preis liegt bei 80 US-Dollar.

Alcatels neue Einsteiger-Smartphone-Armada

TCL Mobile, Eigentümer der Handy-Marke Alcatel, hat sich scheinbar aus dem Highend-Segment zurückgezogen und konzentriert sich auf das lukrative Budget-Marktsegment. Das Alcatel 1X ist mit knapp 100 Euro ein Schnäppchen, das mit einem 5,3-Zoll-IPS-Display ausgestattet ist. Das IPS-Panel beherbergt 960 x 480 Pixel. Vorbildlich: TCL setzt beim 1X auf das brandneue SoC MediaTek MT6739 (Quad-Core, 1,3 GHz). Dessen Modem gewährt eine LTE-Geschwindigkeit von maximal 150 Mbit/s beim Empfangen von Daten. Ungewöhnlich für das niedrige Preissegment sind auch die hochauflösenden Kameras (13 Megapixel hinten, 8 Megapixel vorne) und das vorinstallierte Android 8.1 Oreo (Go). Wer 150 hinblättert, erhält das Alcatel 3 mit 5,3 Zoll großem 18:9-Screen (1.440 x 720 Pixel). Android 8.0 Oreo ab Werk, 16 GB Flash und 2 GB ROM finden sich als weitere Komponenten wieder. Merkwürdig: die Hauptkamera stemmt zwar 13 Megapixel, die vordere Knipse löst mit 5 Megapixel aber niedriger als jene des 1X auf. Schon für 30 Euro mehr, also einem Gerätepreis von 180 Euro, gibt es das Alcatel 3X. Die Displayauflösung bleibt bei größerer 5,7-Zoll-Diagonale unverändert. RAM und ROM können bei Bedarf neben 2 GB / 16 GB auch 3 GB / 32 GB betragen. Eine Dual-Kamera mit 13 + 5 Megapixel wurde an der Rückseite verbaut.

Alcatels Mittelklasse-Neuheiten

Was, nur 10 Euro mehr für das Top-Modell der 3er-Serie, das Alcatel 3V? Da muss doch etwas faul sein, oder? In der Tat ist das hier mehr ein Side- anstatt Upgrade. Der MT6739 der Ausgaben Alcatel 3 und Alcatel 3X wurde durch das 2014er SoC MT8735A getauscht. Das dürfte sich vor allem beim lahmen Grafikchip Mali-T720 MP2 bemerkbar machen. Die Hauptkameras kommen mit 12 + 2 Megapixel daher, ein weiterer Nachteil. Hingegen trumpft das Alcatel 3V beim Display auf. Der 6 Zoll messende 18:9-Bildschirm verfügt nämlich über 2.160 x 1.080 Pixel. Die Speicherausstattung liegt wahlweise bei 16 GB oder 32 GB Flash, 2 GB RAM sind in jedem Fall verbaut. Das LTE-Modem des Alcatel 3V kommt auf 150 Mbit/s in der Spitze. Das Alcatel 5 ist das MWC-Vorzeigemodell von TCL. Es handelt sich um ein schickes Design-Smartphone, das so gut wie keine Ränder unterhalb und an den Seiten des Bildschirms hat. Dafür gibt es einen etwas dickeren Balken oberhalb des Displays. Die Anzeige an sich weist eine Diagonale von 5,7 Zoll (18:9) auf und ist mit 1.440 x 720 Pixeln bestückt. Dank des Octa-Core-Chipsatzes MediaTek MT6750 gibt es LTE-Advanced mit bis zu 300 Mbit/s im Download. Für mindestens 230 Euro wandert das Alcatel 5 in der günstigsten Fassung (16 GB ROM, 2 GB RAM) über den Ladentisch.

Energizer-Akku-Monster überrascht auf dem MWC

Das in Frankreich ansässige Mobilfunkunternehmen Avenir Telecom verwendet die Batterie-Marke Alcatel für den Vertrieb seiner Smartphones. Das neueste Modell lässt einen zunächst stutzen: ein Smartphone mit einem 16.000 mAh großen Akku? Das Energizer Power Max P16 K Pro stellt damit einen Weltrekord auf. Diese wahnsinnige Kapazität muss der Kunde aber auch mit einem entsprechend wuchtigen Gehäuse bezahlen. Satte 300 g wiegt der Koloss und das Seriengerät wird mindestens 1,5 cm dick sein. Die weiteren Spezifikationen des P16 K Pro lesen sich durchaus ordentlich. Es gibt einen 6 Zoll großen Bildschirm im 18:9-Format, der mit 2.160 x 1.080 Pixeln auflöst. Für die notwendige Performance sorgt der Chipsatz MediaTek Helio P23. Das Octa-Core-SoC verfügt über ein Cat.7-fähiges LTE-Modem (300 Mbit/s Download / 150 Mbit/s Upload). Mit 128 GB ROM und 6 GB RAM ist genug Speicherplatz vorhanden. Dual-Kameras gibt es gleich zwei an der Zahl, hinten mit 16 + 13 und vorne mit 13 + 5 Megapixel. Das Energizer Power Max P16K Pro soll 499 Euro kosten und im September erscheinen.

Weitere MWC-Highlights von Vivo und Xiaomi

Vivo stellte auf dem Mobile World Congress 2018 ein Konzept-Smartphone vor, das eher wie ein pures Display aussieht. Das Bildschirm-zu-Gehäuse-Verhältnis liegt bei erstaunlichen 98 Prozent, der Rand besteht also nur aus zwei Prozent der Front. Aktuell pendeln sich Werte von 84 Prozent bei Flaggschiffen wie dem neu enthüllten Samsung Galaxy S9 ein. Das Apex getaufte Telefon hat an der Vorderseite keinerlei Lautsprecher, Hörmuschel oder Frontkamera. Vivo hat nicht nur einen Fingerabdrucksensor integriert, der sich über die Hälfte des Displays bedienen lässt, sondern auch der Sound kommt von der Anzeige. Die Frontkamera (8 Megapixel) ist in der Oberseite versenkt und lässt sich bei Bedarf ausfahren. Angaben zur Displayauflösung, RAM, ROM, LTE und SoC sind nicht bekannt. Xiaomi hat ebenfalls ein Highlight für den Kongress im Köcher, nämlich das neue Highend-Mobilgerät Mi Mix 2S. Dieses Smartphone beeindruckt vor allem durch seinen Octa-Core-Chipsatz Snapdragon 845. Das damit einhergehende Modem Snapdragon X20 LTE stemmt Bandbreiten bis zu 1,2 Gbit/s beim Empfangen und 150 Mbit/s beim Senden von Daten, was der LTE-Kategorie 18 entspricht. Außerdem gibt es ein fast randloses Design. Xiaomi gab bekannt, dass man das Mi Mix 2S am 27. Februar ausführlich vorstellen wird. Dann werden auch weitere Details zur Ausstattung, zum Preis und zur Verfügbarkeit des Oberklasse-Smartphones enthüllt.

Wissenswertes zum Thema:

» LTE Smartphones im Überblick
» LTE Allnet-Flats vergleichen
» LTE Datentarife vergleichen


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MWC 2018: Die LTE-Highlights des Messe-Auftakts von HMD Global, Huwei und Co.: 1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
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