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Mrz 15 2018

 von: A. R.

Telefónica hinkt mit seiner Marke o2 den beiden hiesigen Wettbewerbern Deutsche Telekom und Vodafone schon seit geraumer Zeit in puncto LTE-Flächenabdeckung gewaltig hinterher. Die Bundesnetzagentur hat den Netzbetreibern als Auflage eine Versorgung von 98 Prozent Deutschlands mit mobilem Breitband auferlegt. Telefónica meint, man werde dies schaffen, momentan sind aber nur 80 Prozent des Landes abgedeckt.

 

LTE-Versorgung: o2 im Hintertreffen

Auf dem Mobile World Congress 2018 versprach o2-Chef Markus Haas, bis zum Jahr 2020 schließlich 95 Prozent Deutschlands mit LTE zu versorgen. Ein ambitioniertes Vorhaben, besonders wenn man bedenkt, dass das Telekommunikationsunternehmen derzeit lediglich 80 Prozent des Bundeslands mit 4G-Datenfunk beliefern kann. Während der Frequenzversteigerungsrunde 2015 / 2016 gab die Bundesnetzagentur, kurz BNtetzA, allerdings bekannt, dass die Netzbetreiber eine Flächenabdeckung von 98 Prozent erreichen müssen. Während diese Auflage für die Deutsche Telekom und für Vodafone kein Problem darstellt, kommt Telefónica ins Straucheln. Rund 18 Prozent mehr Reichweite innerhalb von zwei Jahren – ist das schaffbar? Gegenüber der Mobilfunkseite teltarif äußerte sich ein Unternehmenssprecher von o2 zu dieser Herausforderung. Man werde „die Breitband-Ausbauziele und damit die Versorgungsauflagen der BNetzA erfüllen“, heißt es in diesem Statement.

Bevölkerung und nicht Fläche ist ausschlaggebend

Wie o2 relativiert, ist seitens der BNetzA davon die Rede, dass eine Einwohnerzahl von 98 Prozent und nicht dieser Wert an Flächenabdeckung erreicht werden muss. Die Versorgungsauflage würde sich explizit auf Haushalte beziehen, während die von Telefónica angepeilten 95 Prozent die POP-Rate, also Bevölkerungszahl, betrifft. „Das schließt sich nicht gegenseitig aus“, schlussfolgert o2. Die Bundesnetzagentur reagierte auf Nachfrage von teltarif auf die Aussage vom Münchner Netzbetreiber. In dieser Stellungsnahme wurde bestätigt, dass 98 Prozent der Haushalte bundesweit und 97 Prozent der Haushalte je Bundesland das Ziel seien. Dieses müsse von den Mobilfunkanbietern bis zum 1. Januar 2020 erfüllt sein. Des Weiteren müssen die Betreiber die Autobahnen und ICE-Strecken komplett versorgen. Es bleibt abzuwarten, ob o2 es tatsächlich schafft, in nur 22 Monaten den Anschluss an die Konkurrenz zu finden.

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Telefónica unter Druck: 18 Prozent mehr LTE-Abdeckung in 22 Monaten nötig: 1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
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Eine Meinung zu “Telefónica unter Druck: 18 Prozent mehr LTE-Abdeckung in 22 Monaten nötig”

  1. Ralf sagt:

    Kann ich nur zustimmmen. Ich war jahrelang zufriedener o²-Kunde in Berlin, wo die Netzabdeckung immer gewährleistet war. Jetzt in Brandenburg gibt es so gut wie keine Netzabdeckung – zumindest keine LTE-Abdeckung. Ich renne mit meinem Telefon sogar aufs freie Feld da im Haus nicht mal ein GPRS oder UMTS-Signal zu empfangen ist. Lt. Laut Netzabdeckungskarte ist mein gesamter Wohnbereich wohl mit LTE versorgt. Aber nur Kunden der Telekom profitieren davon. Selbst Vodafone LTE erhält man nur mit Außen-Richtfunkantenne.

Alle Rechte am vorliegenden Text bleiben vorbehalten.


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