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Okt 26 2010

 von: Sarah_Klare

Lange galten sie als die nächste Mobilfunkgeneration. LTE und WiMax waren die Paradevertreter wenn es darum ging, 4G-Technologien vorzustellen. Dabei gab es nie eine fest stehende Definition, was 4G denn nun wirklich leisten muss. Die internationale Fernmeldeunion (ITU) in Genf hat diese Frage jetzt ein für alle mal geklärt. Sie hat spezifische Eigenschaften der 4G Funktechnologie festgelegt und dabei festgestellt, dass LTE und WiMax diese Vorgaben nicht erfüllen. Doch wie sieht dieser 4G-Standard überhaupt aus?

Der 4G Standard

Die 4G Funktechnologie erfordert unter optimalen Bedingungen eine Download-Übertragungsrate von 100 Megabit pro Sekunde zu mobilen Geräten und einem Gigabyte pro Sekunde zu stationären Geräten. Uploads müssen mit 50 Megabit pro Sekunde realisiert werden können. Die Latenzzeit bis die Daten beim Empfänger ankommen, sollte nur etwa 10 Millisekunden betragen. Dadurch möchte man Störungen oder Unterbrechungen im Datentransfer vermeiden. Gerade für das Laden von HD-Videos oder mobilem TV ist das entscheidend. Um die Sicherheit zu erhöhen, findet die Kommunikation zwischen Endgerät und Vermittlungsstelle außerdem nur noch über Internet-Protokolle statt. Von allen Technologien, die die internationale Fernmeldeunion getestet hat, erfüllten diese Kriterien nur die Systeme LTE-Advanced und WirelessMAN-Advanced. Zusammengefasst werden die 4G Technologien jetzt unter dem Begriff IMT-Advanced.

LTE jetzt offiziell 3.9 G

Die Ursprungssysteme LTE und WiMax erfüllen die Anforderungen für 4G nicht. So kann WiMax Daten bei feststehenden Geräten nur mit einer maximalen Geschwindigkeit von 40 Megabits übertragen. Bei mobilen Geräten stehen sogar nur 15 Mbit/s zur Verfügung. Auch für LTE wurden nur Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 50 Mbit/s nachgewiesen. LTE und WiMax werden aus diesem Grund jetzt offiziell als Generation 3,9 bezeichnet.

Wann kommt das echte 4G dann?

Bisher ist noch unklar, wann die „echte“ 4. Generation auf den Markt kommt. Im Moment steht erst einmal der Aufbau des LTE-Netzes auf dem Programm. Die Technologien LTE Advanced und WirelessMAN Advanced befinden sich derzeit noch in der Entwicklungsphase. Die ITU wird 2012 noch einmal eine Empfehlung zu den neuen Technologien abgeben. Was sich dann durchsetzt, wird sich zeigen. Doch vorerst werden die Verbraucher wohl mit der Generation 3.9G vorlieb nehmen müssen.

Fazit: „Semi“ 4G

Allerdings wird in den Medien stets von 4G für LTE gesprochen. Wir haben dies bereits einige Male erwähnt. Daher scheint es so, als setze sich im allgemeinen Sprachgebrauch 4G als Synomym für LTE durch. Daher werden wir uns dem „Trend“ anschließen müssen. Schließlich gilt es auch den Verbraucher nicht entgültig zu verwirren. Ihm ist es im Endeffekt sicher auch egal, ob per Definition LTE nun 3.9G oder 4G ist. Haupsache schnelles, mobiles Internet für alle :-)

Wissenswertes zum Thema:

» LTE Karte
» HSDPA Tarife
» LTE-Anbieter Übersicht

Quelle: Internationale Fernmeldeunion

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3 Kommentare zu “4G Standard beschlossen: LTE und WiMax erfüllen die Vorgaben nicht”

  1. Rico Kirsten sagt:

    Die Aussage, dass LTE jetzt offiziell als 3.9G bezeichnet wird, ist absolut nicht korrekt!
    Das Gegenteil ist der Fall! Laut ITU darf der Ausdruck 4G sogar für Technologien wie HSPA genutzt werden, sofern sie eine wesentliche Leistungssteigerung ggü. der ursprünglichen 3G-Spezifikation bieten.

    Zwar sind nun die technischen Merkmale des Nachfolgestandards definiert, nicht aber das Kürzel „4G“. Den Netzbetreibern wird auf der Webseite der ITU ausdrücklich erlaubt, diesen Begriff auch weiterhin für Standards unterhalb dem von LTE-Advanced nutzen zu dürfen.

  2. lte-anbieter.info sagt:

    Stimmt. Praktisch macht es nicht viel Sinn, da haben Sie vollkommen Recht! Aber es ist eben nicht ganz unwichtig, um sich richtig zu „verständigen“ über das Thema. Zumindest sollte man wissen, das es diesen Zwiespalt bezüglich der Nomenglatur gibt.

  3. Heinz sagt:

    Na dann wäre das ja endlich geklärt. Was mich dabei aufregt ist folgendes-LTE(3,9 G) ist noch nicht einmal in Betrieb, geschweige denn unter realen Bedingungen am Netz, da zerbricht man sich schon den Kopf darüber was das „echte“ 4G für technische Parameter zu erfüllen hat.

Alle Rechte am vorliegenden Text bleiben vorbehalten.


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