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Apr 12 2013

 von: FxS

Wenn es um das Anpreisen von Breitbandprodukten wie LTE geht, werden gerne Bestwerte zur Charakterisierung der Angebote verwendet. Doch wie viel haben diese theoretischen Angaben mit der praktischen Anwendung beim Endverbraucher zu tun? Die Bundesnetzagentur hatte zur Beantwortung dieser Frage zur nationalen Messung aufgerufen – und stellt jetzt die Ergebnisse vor.

 

Annähernd eine Viertelmillion Einzelmessungen ergeben einen präzisen Blick auf die Breitbandsituation in Deutschland. Bei der Datenerhebung wurden Geschwindigkeit und Qualität der Verbindungen aufgezeichnet – und mit den Werten aus den Standardverträgen abgeglichen. Die umfangreiche Aufbereitung, samt Schlussfolgerungen, findet sich im Abschlussbericht Dienstequalität von Breitbandzugängen. Neben dem Kabelnetz und den xDSL-Varianten, wurde insbesondere ein Schlaglicht auf den Ist-Zustand von LTE geworfen.

LTE betroffen von schwammigen Angaben

Nach der Ansicht der Bundesnetzagentur eignen sich bestimmte Geschwindigkeitsbereiche offenbar besonders gut zur kreativen Auslegung der zu liefernden Datenübertragungsgeschwindigkeit. Konsumenten mit LTE-Tarifen müssen besonders von 25 MBit/s bis 50 MBit/s mit einer deutlichen Abweichung von der Höchstgeschwindigkeit rechnen. Bei Kabel ist der Bereich von 50 MBit/s bis 100 MBit/s verortet, während die Schwachstelle bei xDSL von acht MBit/s bis 18 MBit/s geht. Alles in allem wurden dem Kabelnetz noch die geringsten Defizite beim Erreichen des benannten Maximums nachgewiesen.

Datenstau am Abend macht sich bemerkbar

Konsumenten in Städten mit einem stationären LTE-Anschluss, sind auffallend schwer von Einbußen bei der Übertragungsrate betroffen. Die ohnehin missliche Lage kann abends noch verschärft werden. Dann erreicht die Auslastung der Netze scheinbar eine Belastungsspitze, die eine Geschwindigkeitsreduktion von schlimmstenfalls zehn Prozent ausmachen kann. Das gleiche Problem betrifft Kabelnutzer ebenfalls, während die xDSL-Verbraucher nichts vom „Feierabendverkehr“ merken. Generell ist Kabel flinker als stationäres LTE und xDSL, wenn es um den Aufbau von Websites geht. Ausnahme sind wiederum die Abendstunden, die bei allen drei Technologien bis zu 15 Prozent mehr Wartezeit erzeugen.

 

Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, beschreibt die aktuell unbefriedigende Situation: „Der Kunde weiß so nur vage, mit welcher Leistung er konkret rechnen kann. Ich hoffe sehr, dass sich die Anbieter bemühen werden, transparent zu machen, was der angebotene Internetzugang leisten kann – und was nicht.“ Eine verbraucherfreundlichere Information der Internetnutzer wäre in der Tat wünschenswert. Es wäre den Telekommunikationsanbietern angeraten hier selbstständig zu handeln, bevor beispielsweise die EU ein Machtwort sprechen muss.

 

Quelle: Bundesnetzagentur

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