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Nov 30 2017

 von: A. R.

Im connect Netztest 2018 werden erneut die Daten- und Sprachverbindungen der Telekom, Vodafone und Telefónica ausführlich überprüft. Sowohl der magentafarbene wie auch der rote Konzern konnten gegenüber dem Vorjahr in beiden Disziplinen zulegen. Letztendlich erringt die Telekom jedoch um Haaresbreite den Testsieg. Bei Telefónica hingegen geht die Talfahrt weiter.

 

connect Netztest 2018: Datenverbindungen mit höherer Gewichtung

Die Telefonie tritt von Jahr zu Jahr immer mehr bei der mobilen Kommunikation in den Hintergrund. In Zeiten, in denen Messenger wie WhatsApp, Soziale Netzwerke wie Facebook und Streaming-Dienste wie Netflix nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken sind, ist eine performante Datenanbindung essentiell. Das weiß auch das Magazin connect, weshalb es ab sofort eine neue Regelung beim alljährlichen Netztest gibt. Nach wie vor werden insgesamt 1.000 Punkte vergeben, allerdings mit der Gewichtung von 600 erreichbaren Punkten für Daten und maximal 400 Zähler für Sprache. Um authentischere Ergebnisse bei der Datenübertragung zu erhalten, führt das Team von P3 Communications seine Untersuchungen in dieser Sparte diesmal mit zwei verschiedenen Smartphone-Modellen durch. Es kommen das Samsung Galaxy S7 und das Sony Xperia XZ zum Einsatz. Bei der Telefonie hingegen wird ausschließlich das Galaxy S7 genutzt.

Weitere Hintergründe zum Testverfahren (Daten)

Wir halten in den folgenden Zeilen die wichtigsten Ergebnisse fest. Dabei unterscheidet connect beim Internetzugriff nicht zwischen 2G, 3G und 4G (LTE). Es zählen die Erfolgsquote und die Geschwindigkeit. Beim Download-Test werden 3 MB heruntergeladen, bei der Upload-Analyse hingegen 1 MB. Der Mittelwert der Bandbreite wurde in einer Zeitspanne von jeweils sieben Sekunden erörtert. Connect hat sowohl Messungen zu Fuß (Walktest) wie auch im Auto (Drivetest) vorgenommen. Wir konzentrieren uns jeweils auf die erzielten Live-Werte, nicht auf die statischen Ergebnisse.

Großstadt (Drivetest)

Wenn es um die Erfolgsquote bei Seitenaufrufen in dieser Kategorie geht, sind alle drei Netzbetreiber auf einem hohen Niveau. Die Telekom führt mit 99,7 Prozent knapp vor Vodafone mit 99,6 Prozent. Die erzielten 97,6 Prozent von Telefónica sind jedoch ebenfalls prima. Bei der Downloadgeschwindigkeit kann sich der Bonner Anbieter allerdings mit 70,41 Mbit/s im Mittel deutlich vor Vodafone mit 38,10 Mbit/s absetzen. Telefónica bildet mit 19,82 Mbit/s das Schlusslicht. Wenn Sie als Beifahrer während der Autofahrt YouTube-Videos streamen wollen, sind sie sowohl bei der Telekom (Erfolgsquote: 99,6 Prozent), wie auch bei Vodafone (99,2 Prozent) gut aufgehoben. Bei o2 kann es mit 90,8 Prozent vergleichsweise öfters zu Aussetzern kommen.

Großstadt (Walktest)

Fußgänger, die gerne in einer Metropole das Internet ansteuern, haben mit dem Netz der Telekom und der zu 99,4 Prozent erfolgreichen Verbindung kaum Probleme. Vodafone kommt auf exakt den gleichen Wert. Telefónica reiht sich mit 92,8 Prozent erneut auf dem dritten Platz ein. Geglückte Down- und Uploads gibt es bei der Telekom und bei Vodafone in 99 Prozent der Fälle. Telefónica-Teilnehmer vernehmen das zu 95,8 Prozent beim Herunterladen und zu 93,5 Prozent beim Hochladen von Dateien. Hinsichtlich der durchschnittlichen Bandbreite sieht die Reihenfolge folgendermaßen aus: 66,23 Mbit/s (Telekom), 44,54 Mbit/s (Vodafone) und 25,65 Mbit/s (Telefónica). YouTube-Fans können in der Großstadt zu Fuß mit einer Erfolgsquote von 99 Prozent bei Telekom und Vodafone rechnen. Mit 90,8 Prozent liegt Telefónica merklich zurück.

Kleinstadt (Drivetest)

In Kommunen und kleineren Städten gibt es noch Optimierungsarbeit für die Netzbetreiber, dennoch sieht die Lage ganz ordentlich aus. Erfolgreiche Seitenaufrufe können Teilnehmer der in Bonn und Düsseldorf ansässigen Betreiber zu 99 Prozent verbuchen. Bei Telefónica sind es immerhin noch 95 Prozent. Mit 96,8 Prozent erfolgreich herunter- und hochgeladenen Datenpaketen sind die Münchner mit ihrem o2- und E-Plus-Netz der Konkurrenz dicht auf den Fersen (jeweils 99 bis 100 Prozent). Die Downloadgeschwindigkeit notiert connect im Schnitt mit 49,47 Mbit/s (Telekom), 28,26 Mbit/s (Vodafone) und 14,45 Mbit/s (Telefónica). Streaming-Nutzer können ihre YouTube-Filme zu 98,3 Prozent, beziehungsweise 98,8 Prozent bei Telekom und Vodafone genießen. Mit dem Telefónica-Netz ist man leicht im Nachteil (91,8 Prozent).

Datenverbindungen in der Bahn

Die Bahn kommt – aber kommen die Daten auch (an)? Das hat das Team von P3 Communications in insgesamt 30 Stunden im ICE und IC überprüft. Seitenaufrufe bei der Telekom und bei Vodafone glücken in 84,6 sowie 86,4 Prozent der Versuche. Wer auf das Internet im Zug angewiesen ist, hat bei Telefónica schlechte Karten: eine Datenverbindung kommt nur in 71 Prozent der Fälle zustande. Wenn es um erfolgreich getätigte Up- und Downloads geht, schlägt sich die Telekom mit 88,4, beziehungsweise 84,5 Prozent sehr gut. Vodafone macht mit 90,4 Prozent und 87,8 Prozent jedoch eine bessere Figur. Telefónica rangiert auch in dieser Disziplin mit 76,1 Prozent erfolgreichen Down- und 76,4 Prozent erfolgreichen Uploads auf dem letzten Platz. Als „okay“ kann man hingegen die zu 67,8 Prozent geglückten YouTube-Verbindungen seitens der Telekom betrachten. Auch hier liegt Vodafone mit 73,2 Prozent vorne. Kaum Spaß mit dem Streaming werden Telefónica-Teilnehmer in der Bahn haben, hier lautet das Ergebnis magere 55 Prozent.

Ergebnisse der Sprachverbindungen

Da mittlerweile alle drei Netzbetreiber mit VoLTE dienen können, interessieren uns diese Werte ebenfalls. In der Großstadt machen die erfolgreichen Verbindungen aller Anbieter eine gute Figur. Die Telekom und Vodafone können meist 99 Prozent der Anrufe abwickeln, während Telefónica mit 94 Prozent (Drivetest) und 97 Prozent (Walktest) nur minimal dahinter liegt. In der Kleinstadt wird der Abstand schon größer. Während die magentafarbene und rote Flagge auch hier mit 99 Prozent im Wind weht, fällt die blaue Konkurrenz auf 91,9 Prozent ab. In der Bahn ist der Abstand für Telefónica noch größer. Die Telekom liegt mit 84,2 Prozent wie Vodafone (85,7 Prozent) auf einem guten Niveau. o2- und E-Plus-Telefonierer erhalten nur zu 73,5 Prozent einen geglückten Rufaufbau. Alarmierend: mit 6,7 Sekunden hält Telefónica den diesjährigen Negativrekord bei der Rufaufbauzeit von Gesprächen (auf Verbindungsstraßen).

Fazit des connect Netztest 2018

Lediglich 2,7 Prozent trennen Vodafone dieses Jahr vom ersten Platz. In Punkten ausgedrückt steht es 901 (Telekom) zu 876 Zähler (Vodafone). Beide Telekommunikationsunternehmen fahren somit ein „sehr gut“ ein. Sie schenken sich kaum etwas und man macht mit keinem der Anbieter etwas falsch. Das lässt sich leider nicht über Telefónica sagen. Nur 553 Punkte – das reicht gerade einmal für ein „ausreichend“. Dem Münchner Konzern fehlen rund 60 Prozent auf die Rivalen. Connect lobt bei der Telekom die guten Datenübertragungen, sieht allerdings bei der Verbindung in der Bahn noch Luft nach oben. Vodafone hingegen liegt bei der Konnektivität während den Zugfahrten vorne, hat aber allgemein beim Datenverkehr minimal das Nachsehen. Und Telefónica? Dem Netzbetreiber und seinen Kunden wünscht das Magazin, „dass das Tal der Tränen bald überwunden ist“. Dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen.


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