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Jun 24 2016

 von: A. R.

Die LTE-Verbreitung- und Nutzung in Österreich steigt massiv an, wie der Telekom Monitor Jahresbericht 2015 der Regulierungsbehörde RTR belegt. Die Erhebung gibt Aufschluss über den Datenverbrauch, die verwendeten SIM-Karten und den Umsatz der jüngsten Vergangenheit. Außerdem werden die Marktanteile der österreichischen Netzbetreiber aufgezeigt.

Mobilfunk-Einnahmen in Österreich: Telefonie vor Daten

Der RTR-Jahresbericht wird in einer umfangreichen PDF-Datei zur Verfügung gestellt, die man sich hier herunterladen kann. Zunächst betrachten wir uns das Nutzungsverhalten im vierten Quartal 2015 anhand der erwirtschafteten Umsätze. Mit 107 Millionen Euro ist die Telefonie auf dem ersten Platz, gefolgt von Datendiensten mit 81 Millionen. Der Kurznachrichtendienst SMS hat hingegen immer weniger Relevanz und spülte nur noch 24 Millionen Euro in die Kassen der Netzbetreiber. Im ersten Quartal 2013 erkannte man ein anderes Bild, hier lagen traditionelle Gespräche mit einem Umsatz von 147 Millionen Euro noch deutlich vor dem Internetgebrauch (61 Millionen Euro). SMS erwirtschafteten vor drei Jahren noch 30 Millionen Euro in Österreich. An Grundgebühren fuhren die Anbieter im vierten Quartal 2015 schließlich 358 Millionen Euro ein, im ersten Quartal 2013 waren es nur 309 Millionen. Die starke Umsatzsteigerung beim Internet ist sicherlich unter anderem dem immer besser ausgebauten LTE zu verdanken.

SIM-Karten-Verteilung und Datenverbrauch in Österreich

In Q4 2015 waren bereits 1 Millionen LTE-fähige Netzbetreiber-Karten in Umlauf. Die 3G-Varianten sind mit 10,5 Millionen allerdings am meisten verbreitet. Die ziemlich veralteten 2G-Ausführungen besitzen immerhin noch 2 Millionen Anwender. Da 2013 LTE erst eingeführt wurde, sind die lediglich 10.000 4G-SIMs im 2. Quartal kein Wunder. Dem gegenüber standen 9,5 Millionen 3G-Karten und 3,9 Millionen auf 2G-Basis. Das verbrauchte Datenvolumen in Österreich stieg innerhalb der letzten drei Jahre massiv an. Anstatt 24.700 Terabyte (Q1 2013) waren es im vierten Quartal 2015 satte 99.240 Terabyte, die über das mobile Datennetz huschten.

Marktanteile der Netzbetreiber: A1 liegt klar vorne

Ein Kuchendiagramm stellt im Telekom Monitor Jahresbericht 2015 die Verteilung der Netzbetreiber-Marktanteile visuell dar. Dabei kann sich A1 Telekom Austria mit 40,5 Prozent den ersten Platz sichern. Auf Rang zwei folgt T-Mobile Austria mit runden 28 Prozent. Nur knapp dahinter positioniert sich schließlich Hutchison Drei Austria, die mit 27,9 Prozent haarscharf den zweiten Platz verfehlten. Die restlichen 3,6 Prozent der Marktanteile machen kleinere österreichische Netzbetreiber unter sich aus.

Datentarife, Preisentwicklung und Bandbreite

Datentarife blieben innerhalb des letzten Jahres bei der Beliebtheit in Österreich stabil. Es wurden im ersten Quartal 2015 2,2 Millionen entsprechende Verträge vermerkt und im vierten Quartal 2015 2,18. Die Grundgebühr-Preise blieben in Q1 2016 ebenfalls auf einem ähnlichen Niveau. Die im Durchschnitt teuersten Tarife in Österreich innerhalb der letzten Jahre gab es im dritten Quartal 2014, nur ein Quartal später folgten aber die günstigsten Angebote. Bei der gemessenen Durchschnittsbandbreite Q1 2016 liegt LTE in Österreich mit 44 Mbit/s vorne. Die vorherige Mobilfunkgeneration UMTS (3G) hat mit nur 9 Mbit/s klar das Nachsehen. Das drahtlose Heimnetzwerk (WLAN) sicherte sich die zweite Position mit 14 Mbit/s.

Roaming-Situation in Österreich

Eine weitere interessante Statistik stellt die Regulierungsbehörde RTR in Form der Endkundenpreise und des Datenverbrauchs beim EU-Roaming zur Verfügung. So kostete im 4. Quartal 2012 jedes Megabyte noch 6,4 Cent. In Q3 2015 sank der Wert auf 5 Cent, wobei die niedrigsten Gebühren in Q1 2015 mit lediglich 3,3 Cent erhoben wurden. Der Datenverbrauch beim Roaming österreichischer Nutzer nahm vor allem ab dem ersten Quartal 2015 stark zu. Von dort errechneten 4 Terabyte ging der Wert im dritten Quartal 2015 auf über 7 Terabyte hoch. Doch auch in Österreich macht sich dieses Jahr eine positive Entwicklung des EU-Roamings bemerkbar. Die Netzbetreiber bieten günstige Lösungen für Reisende an. So hat beispielsweise T-Mobile Austria das Paket „Travel & Surf LARGE“ im Angebot, das einmalig 15 Euro kostet. Enthalten sind 800 MB Datenvolumen, die sich in der gesamten EU für 7 Tage nutzen lassen.


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