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Jan 15 2021

 von: Redaktion LTE-Anbieter.info

Die drei großen 4G-Mobilfunkbetreiber in Deutschland – Vodafone, O2 und Dt. Telekom – versprechen heute schon Übertragungsraten zwischen 225 und 1000 MBit pro Sekunde. Unterwegs am Smartphone oder Tablet surfen einige Verbraucher daher schneller wie daheim. Zudem versorgt die LTE-Technik viele Regionen ohne DSL mit hochperformantem Internet. Doch so schnell LTE auch ist, unbegrenzt ist der Surf-Turbo bekanntlich nicht. Fast! Denn mittlerweile gibt es von allen drei Anbietern Tarife ohne Volumen-Limit. Wir zeigen, was das kostet und wie unterschiedlich die Ansätze mitunter ausfallen.

 

Unlimitierte LTE-Tarife

Echte Datenflats in Deutschland auch 2021 noch die Ausnahme

Seit Beginn der Mobilfunkgeschichte hatten alle Tarife in Deutschland eines gemeinsam – das monatlich zur Verfügung stehende Datenvolumen war begrenzt. Manche kommen gut mit der Beschränkung klar und verbrauchen nur wenige hundert Megabyte pro Monat. Der überwiegende Teil der Verbraucher landet aber trotzt teurer Allnetflats regelmäßig in der Drosselung. Die Folge ist bekannt: Entweder zahlt man für ein Upgrade nochmals oder nimmt den Kriechmodus bis zum Ende des Rechnungsmonats hin. Dass es auch anders geht, zeigt ein Blick über den Tellerrand hin zu unseren europäischen Nachbarn. In vielen Ländern sind tatsächlich unbegrenzte Kontingente schon seit Jahren weit verbreitet. Immerhin tut sich in Deutschland seit 2018 etwas. Den Anfang machte die Telekom im März desselben Jahres mit der Einführung einer Unlimited-Flat für unter 100 Euro.

LTE-Tarife ohne Datenlimit und Drosselung

In Punkto grenzenloser Mobilfunkflats kommt also nun auch in Deutschland langsam Bewegung in den Markt. Den Anstoß setzte die Telekom übrigens bereits im September 2016 mit „MagentaMobil XL Premium“ – hierzulande die erste volle Allnet-Datenflat fürs Handy überhaupt. Mit knapp 200 Euro war der Tarif aber nur einer wohlhabenden Klientel vorbehalten.

 

Im März 2018 schließlich legten die Bonner nach und brachten erstmalig ein bezahlbares Paket heraus. MagentaMobil XL verspricht ebenfalls LTE ohne Volumengrenze für knapp 85 € im Monat. Immer noch sehr viel Geld und wahrscheinlich mehr als die meisten im Monat für Kommunikation ausgeben können, respektive wollen. Aber es markiert einen Anfang hin zur Etablierung. Denn die ersten LTE Tarife im Jahr 2011 waren ebenfalls sehr, sehr teuer! Vodafone folgte im Mai 2018 ebenfalls dem Beispiel und startete den Tarif „RED XL“. Auch Vodafone setzt dem Kunden keine Barrieren mehr hinsichtlich der mobilen Datennutzung. Selbst ultra-hochauflösende Filme lassen sich so unterwegs streamen oder zu Youtube hochladen.

 

Nachdem O2 zunächst einen gänzlich anderen Weg mit den „Free Tarifen“ wählte, zog der Anbieter im August 2018 nach und startete ebenfalls eine unbegrenzte Flat. Diese sind sogar deutlich günstiger als die der Konkurrenz.

Unlimited LTE-Flats im Vergleich

Im Folgenden wollen wir noch einmal die beiden bisher in Deutschland verfügbaren Smartphone-Tarife ohne Datenlimitierung gegenüberstellen und vergleichen. Auffälliger Weise gibt es nur geringe Unterschiede. Nur O2 sticht preislich deutlich hervor. Vodafone hat sich daher recht nah am „Original“ der Telekom orientiert, die ja wie erwähnt einige Wochen zuvor mit ihrer Version startete.

 

Unlimited FlatDt. TelekomO2Vodafone
unbegrenztes LTE-Datenvolumenja jaja jaja ja
5G-Nutzung inkl.jaab "Free Unlimited Smart"ja
LTE Highspeed bis300 MBit2 - 225 MBit500 MBit
Telefon-Allnetflatinklusiveinklusiveinklusive
SMS Flatinklusiveinklusiveinklusive
EU-Roaminginklusiveinklusiveinklusive
EU Datenvolumenunlimitiertunlimitiert45 GB / Monat
Wifi Callinggratisgratisgratis
VoLTE möglichjajaja
Preis pro Monat84.95 €ab 29.99 €79.99 €
zum Anbieter» direkt zur Telekom» direkt zu O2» direkt zu Vodafone

 

Wie man leicht erkennt, bietet O2 den weitaus günstigsten Einstieg. Schon ab sagenhaften 29,99 € ist man hier im Club der „Dauerstreamer“ dabei. Es gibt allerdings einen kleinen Haken. Denn im preiswertesten Tarif „O2 Free Unlimited Basic“ surft man zwar unbegrenzt, aber stets nur mit maximal 2 MBit/s. Das reicht für die meisten Anwendungen gerade noch aus, aber dennoch ist es ziemlich langsam. Erst der 10 Euro teurere „Unlimited Smart“ bietet immerhin 10 MBit. Mehr zu den Preisen und Tarifen hier.

5G-Datenturbo

Seit Sommer 2019 bauen die Deutsche Telekom und Vodafone, neben LTE, verstärkt am Ausbau des 5G-Netzes. Noch ist die Abdeckung eher gering. Doch immerhin sind alle Tarife auch schon für 5G freigeschaltet. Das bedeutet, sobald man ein kompatibles Smartphone einsetzt und vor Ort 5G schon ausgebaut ist, loggt sich das Smartphone automatisch ein. Extrakosten fallen nicht an. O2 startete übrigens, mit etwas Abstand, erst im 3. Quartal 2020 mit seinem 5G-Netz – vorerst nur in den 15 größten Städten.

Einschränkungen

Die Deutsche Telekom hält für den XL-Tarif zwei Einschränkungen in den AGB fest. Nummer 1 bezieht sich auf die Art der Nutzung. So wird konkret der stationäre Einsatz im Router ausgeschlossen. Damit will man vermeiden, dass der unbegrenzte Datentarif als Heimanschluss zweckentfremdet wird. MagentaMobil XL sei nur für den mobilen Gebrauch konzipiert. Wer einen schnellen Heimanschluss sucht aber vor Ort nur langsames DSL angeboten wird, sollte einen Blick auf die Hybrid-Tarife der Telekom werfen. Auch diese werden ohne Volumenlimit ab 39,95 € angeboten. Oder aber Speedbox XL. Die zweite Beschränkung betrifft den Fall eine Überlastung des Funkmastes am Einsatzort. In diesem Falle könnte die Telekom temporär die Videostreaming-Datenrate auf 1,7 MBit limitieren. Mehr dazu hier.

 

Bei Vodafone konnten wir in den AGB keine Limitierungen wie bei der Telekom entdecken. O2 definiert die gleichen Einschränkungen wie bei der Telekom. In den AGB lautet ein Zusatz, dass der Einsatz nur in Endgeräten gestattet sei, welche die „Nutzung unabhängig von einem kabelgebundenen Stromanschluss ermöglicht“.

Unlimited oft nur in Deutschland…

Man sollte zudem im Hinterkopf behalten, dass die Konditionen teils nur hierzulande vollumfänglich gelten. Das EU-Roaming greift zwar natürlich auch bei dieser Tarifgruppe, allerdings haben einige Provider eine Art Fair-Use Klausel für die Nutzung im europäischen Ausland eingeführt. Bei Vodafone sind es z.B. 45 GB monatlich. Wer mehr verbraucht, zahlt 0,71 Cent pro MB bzw. 7,10 Euro je GB. Hier sollte man also darauf achten, nicht über den Wert zu kommen. Neben O2 gewährt noch die Dt. Telekom im XL-Tarif die Nutzung EU-weit wie daheim, also unendlich. Die Werte finden Sie in der Tabelle oben.

Datenflats für ausgesuchte Dienste

Wer, wie im Fall der Telekom oder Vodafone, nicht über 70 € im Monat ausgeben möchte, muss dennoch nicht auf die grenzenlose Nutzung seiner Lieblingsdienste verzichten. Beide bieten nämlich über Zusatzoptionen eine Art Freifahrtschein für bestimmte Dienste. Wie z.B. Musik, Video oder Social Media. Während der Nutzung wird dann das monatliche LTE-Datenvolumen (z.B. 10 GB) nicht angetastet. Bei der Telekom heißt die Option Stream ON und im Fall von Vodafone sind es spezielle „Pässe“. Wer also gerne Videos streamt, kann z.B. bei MagentaMobil M für unter 50 € monatlich grenzenlos Youtube, Sky, Netflix und Co. genießen.

Unlimitertes LTE für Zuhause

Neben Tarifen die rein fürs Smartphone gedacht sind, gibt es auch noch Angebote ohne Limit per Funk, welche Internet ohne DSL versprechen. Alle Möglichkeiten ohne Datenbegrenzung, finden Sie hier.

Wird das noch billiger?

Auf jeden Fall! O2 hat mit seinem günstigsten Limit-freien Tarif für rund 30 € eine neue Preismarke gesetzt. Wir rechnen mittelfristig damit, dass LTE-Tarife ohne Datenlimit von der Telekom und Vodafone bald zumindest unter die Grenze von 50 € fallen werden.

Spartipp

Es gibt noch eine recht junge und unbekannte Alternative abseits der großen Netzbetreiber, die wir nicht unerwähnt lassen wollen. Die Rede ist von Freenet-Funk. Der Anbieter geht recht ungewohnte Wege in jeglicher Hinsicht. Der Clou – unlimitiertes Internet am Handy schon für rund 30 € mit maximaler Datenrate!

 

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4 Kommentare zu “LTE Tarife mit echter Datenflat – ein Vergleich”

  1. Redaktion LTE-Anbieter.info sagt:

    Hallo Roland, das mit den 32 GB war mal, haben wir aber nirgends mehr in den AGB bzw. Tarifbedingungen gefunden und daher rausgenommen. Hast du ggf. einen Link zum nachlesen? Das wäre nett!

  2. Roland sagt:

    Die Info zu t-online was das INBEGRENZTE DATENVOLUMEN betrifft, stimmt eben NICHT: EU-Roaming inkl. Schweiz und Großbritannien. mit bis zu 32 GB pro Monat mit der Option Standard Roaming.
    Und damit kann man nicht von UNBEGRENZT sprechen, das ist wohl eindeutig eine Limitierung, oder?

  3. Fabische sagt:

    Die Tabelle ist fehlerhaft. O2 limitiert das EU Roaming auf 23GB. In der Tabelle steht“unbegrenzt“.

  4. Daniel sagt:

    Das wird alles überflüssig werden.

    Freenet hat den Tarif „Funk“ auf dem Weg gebracht!
    Unlimited LTE für 0.99€ / Tag (umgerechnet grob 30€ im Monat), bisher nur im O2 Netz verfügbar bis 225Mbit/s.

    Optional für 0,69€ für 1GB LTE (danach auf 58Kbit/s bis ende des Tages) rund 20€ mit 30GB insgesamt.

    Ich nutze es selber und bin endlich begeistert davon, das es endlich ein DSL ersatz gibt.

    Ob es bald auch die Netze von Vodafone und Telekom nutzt, bleibt ungewiss…

    Einschränkung: Man braucht die Freenet FUNK App und ein PayPal** konto, was aber mindestens 70%** haben werden.

Kategorie: LTE-Anbieter, Telekom, Vodafone | Schlagwörter: , ,
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