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Mrz 15 2020

 von: Redaktion LTE-Anbieter.info

Die drei großen 4G-Mobilfunkbetreiber in Deutschland – Vodafone, O2 und Dt. Telekom – versprechen heute schon Übertragungsraten zwischen 225 und 1000 MBit pro Sekunde. Unterwegs am Smartphone oder Tablet surfen einige Verbraucher daher schneller wie daheim. Zudem versorgt die LTE-Technik viele Regionen ohne DSL mit hochperformantem Internet. Doch so schnell LTE auch ist, unbegrenzt ist der Surf-Turbo bekanntlich nicht. Fast! Denn mittlerweile gibt es von allen drei Anbietern Tarife ohne Volumen-Limit. Wir zeigen, was das kostet und wie unterschiedlich die Ansätze mitunter ausfallen.

 

Unlimitierte LTE-Tarife

Echte Datenflats in Deutschland noch die Ausnahme

Seit Beginn der Mobilfunkgeschichte hatten alle Tarife in Deutschland eines gemeinsam – das monatlich zur Verfügung stehende Datenvolumen war begrenzt. Manche kommen gut mit der Beschränkung klar und verbrauchen nur wenige hundert Megabyte pro Monat. Der überwiegende Teil der Verbraucher landet aber trotzt teurer Allnetflats regelmäßig in der Drosselung. Die Folge ist bekannt: Entweder zahlt man für ein Upgrade nochmals oder nimmt den Kriechmodus bis zum Ende des Rechnungsmonats hin. Dass es auch anders geht, zeigt ein Blick über den Tellerrand hin zu unseren europäischen Nachbarn. In vielen Ländern sind tatsächlich unbegrenzte Kontingente schon seit Jahren weit verbreitet. Immerhin tut sich in Deutschland seit 2018 etwas. Den Anfang machte die Telekom im März desselben Jahres mit der Einführung einer Unlimited-Flat für unter 100 Euro.

LTE-Tarife ohne Datenlimit und Drosselung

In Punkto grenzenloser Mobilfunkflats kommt also nun auch in Deutschland langsam Bewegung in den Markt. Den Anstoß setzte die Telekom übrigens bereits im September 2016 mit „MagentaMobil XL Premium“ – hierzulande die erste volle Allnet-Datenflat fürs Handy überhaupt. Mit knapp 200 Euro war der Tarif aber nur einer wohlhabenden Klientel vorbehalten.

 

Im März 2018 schließlich legten die Bonner nach und brachten erstmalig ein bezahlbares Paket heraus. MagentaMobil XL verspricht ebenfalls LTE ohne Volumengrenze für knapp 85 € im Monat. Immer noch sehr viel Geld und wahrscheinlich mehr als die meisten im Monat für Kommunikation ausgeben können, respektive wollen. Aber es markiert einen Anfang hin zur Etablierung. Denn die ersten LTE Tarife im Jahr 2011 waren ebenfalls sehr, sehr teuer! Vodafone folgte im Mai 2018 ebenfalls dem Beispiel und startete den Tarif „RED XL“. Auch Vodafone setzt dem Kunden keine Barrieren mehr hinsichtlich der mobilen Datennutzung. Selbst ultra-hochauflösende Filme lassen sich so unterwegs streamen oder zu Youtube hochladen.

 

Nachdem O2 zunächst einen gänzlich anderen Weg mit den „Free Tarifen“ wählte, zog der Anbieter im August 2018 nach und startete ebenfalls eine unbegrenzte Flat. Diese sind seit Q1/2020 sogar deutlich günstiger als die der Konkurrenz.

Unlimited LTE-Flats im Vergleich

Im Folgenden wollen wir noch einmal die beiden bisher in Deutschland verfügbaren Smartphone-Tarife ohne Datenlimitierung gegenüberstellen und vergleichen. Auffälliger Weise gibt es nur geringe Unterschiede. Nur O2 sticht preislich deutlich hervor. Vodafone hat sich daher recht nah am „Original“ der Telekom orientiert, die ja wie erwähnt einige Wochen zuvor mit ihrer Version startete.

 

Unlimited FlatDt. TelekomO2Vodafone
unbegrenztes LTE-Datenvolumenja jaja jaja ja
5G-Nutzung inkl.jaab "Free Unlimited Smart"ja
LTE Highspeed bis300 MBit2 - 225 MBit500 MBit
Telefon-Allnetflatinklusiveinklusiveinklusive
SMS Flatinklusiveinklusiveinklusive
EU-Roaminginklusiveinklusiveinklusive
EU Datenvolumen30 GB / Monatunlimitiert23 GB / Monat
Wifi Callinggratisgratisgratis
VoLTE möglichjajaja
Preis pro Monat84.95 €ab 29.99 €79.99 €
zum Anbieter» direkt zur Telekom» direkt zu O2» direkt zu Vodafone

 

Wie man leicht erkennt, bietet O2 den weitaus günstigsten Einstieg. Schon ab sagenhaften 29.99 € ist man hier im Club der „Dauerstreamer“ dabei. Es gibt allerdings einen kleinen Haken. Denn im preiswertesten Tarif „O2 Free Unlimited Basic“ surft man zwar unbegrenzt, aber stets nur mit maximal 2 MBit/s. Das reicht für die meisten Anwendungen gerade noch aus, aber dennoch ist es ziemlich langsam. Erst der 10 Euro teurere „Unlimited Smart“ bietet immerhin 10 MBit. Mehr zu den Preisen und Tarifen hier.

5G-Datenturbo

Seit Sommer 2019 bauen die Deutsche Telekom und Vodafone neben LTE verstärkt am Ausbau des 5G-Netzes. Noch ist die Abdeckung äußerst gering. Doch immerhin sind alle Tarife auch schon für 5G freigeschaltet. Das bedeutet, sobald man ein kompatibles Smartphone einsetzt und vor Ort 5G schon ausgebaut ist, loggt sich das Smartphone automatisch ein. Extrakosten fallen nicht an. Wann O2 wird noch im ersten Quartal 2020 nachziehen.

Einschränkungen

Die Deutsche Telekom hält für den XL-Tarif zwei Einschränkungen in den AGB fest. Nummer 1 bezieht sich auf die Art der Nutzung. So wird konkret der stationäre Einsatz im Router ausgeschlossen. Damit will man vermeiden, dass der unbegrenzte Datentarif als Heimanschluss zweckentfremdet wird. MagentaMobil XL sei nur für den mobilen Gebrauch konzipiert. Wer einen schnellen Heimanschluss sucht aber vor Ort nur langsames DSL angeboten wird, sollte einen Blick auf die Hybrid-Tarife der Telekom werfen. Auch diese werden ohne Volumenlimit ab 39.95 € angeboten. Die zweite Beschränkung betrifft den Fall eine Überlastung des Funkmastet am Einsatzort. In diesem Falle könnte die Telekom temporär die Videostreaming-Datenrate auf 1,7 MBit limitieren. Mehr dazu hier.

 

Bei Vodafone konnten wir in den AGB keine Limitierungen wie bei der Telekom entdecken. Allerdings sollte beachtet werden, dass das EU-weite Kontingent auch hier lediglich 30 GB monatlich beträgt. Wer mehr verbraucht, zahlt 0.71 Cent pro MB bzw. 7.10 Euro je GB. Hier sollte man also darauf achten, nicht über den Wert zu kommen.

 

O2 definiert die gleichen Einschränkungen wie bei der Telekom. In den AGB lautet ein Zusatz, dass der Einsatz nur in Endgeräten gestattet sei, welche die „Nutzung unabhängig von einem kabelgebundenen Stromanschluss ermöglicht“.

Datenflats für ausgesuchte Dienste

Wer wie im Fall der Telekom oder Vodafone nich über 70 € im Monat ausgeben möchte, muss dennoch nicht auf die grenzenlose Nutzung seiner Lieblingsdienste verzichten. Beide bieten nämlich über Zusatzoptionen eine Art Freifahrtschein für bestimmte Dienste, wie Musik, Video oder Social Media. Während der Nutzung wird dann das monatliche LTE-Datenvolumen (z.B. 4 GB) nicht angetastet. Bei der Telekom heißt die Option Stream ON und im Fall von Vodafone sind es spezielle „Pässe“. Wer also gerne Videos streamt, kann z.B. bei MagentaMobil L für unter 50 € monatlich grenzenlos Youtube, Sky, Netflix und Co. genießen.

LTE für Zuhause mit unbegrenztem Volumen?

Auch für den Heimbereich als DSL-Alternative führend alle drei Netzprovider ein eigenes Angebot, mit dem man unbegrenzt surfen und downloaden kann. Die Preise schwanken zwischen 40 und rund 80 Euro monatlich. Mehr zu diesen und weiteren Angeboten im Heimbereich, haben wir für Sie hier zusammengestellt.

Wird das noch billiger?

Auf jeden Fall! O2 hat mit seinem günstigsten Limit-freien Tarif für rund 30 € eine neue Preismarke gesetzt. Wir rechnen mittelfristig damit, dass LTE-Tarife ohne Datenlimit von der Telekom und Vodafone bald zumindest unter die Grenze von 50 € fallen werden.

 

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Eine Meinung zu “LTE Tarife mit echter Datenflat – ein Vergleich”

  1. Daniel sagt:

    Das wird alles überflüssig werden.

    Freenet hat den Tarif „Funk“ auf dem Weg gebracht!
    Unlimited LTE für 0.99€ / Tag (umgerechnet grob 30€ im Monat), bisher nur im O2 Netz verfügbar bis 225Mbit/s.

    Optional für 0,69€ für 1GB LTE (danach auf 58Kbit/s bis ende des Tages) rund 20€ mit 30GB insgesamt.

    Ich nutze es selber und bin endlich begeistert davon, das es endlich ein DSL ersatz gibt.

    Ob es bald auch die Netze von Vodafone und Telekom nutzt, bleibt ungewiss…

    Einschränkung: Man braucht die Freenet FUNK App und ein PayPal** konto, was aber mindestens 70%** haben werden.

Kategorie: LTE-Anbieter, Telekom, Vodafone | Schlagwörter: , ,
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