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Feb 09 2019

 von: M_Krakowka

In der Schweiz ist die Versteigerung der 5G-Frequenzen am 07. Februar 2019 erfolgreich beendet worden. Von den vier Bietern konnten sich drei Spektren sichern und wollen nun möglichst schnell den Ausbau beginnen. Dabei möchte der Branchenprimus Swisscom bis Ende 2019 bereits 60 Städte mit dem neuen Mobilfunkstandard versorgen. In Summe haben die drei Anbieter umgerechnet rund 320 Millionen Euro für die Lizenzrechte investiert, die sie nun in den kommenden 15 Jahren nutzen können.

Frequenzbereiche teilweise nicht versteigert

Relativ unbemerkt und ohne großes Aufsehen hat man in der Schweiz die Frequenzbereiche für 5G versteigert. Dabei kam Spektrum bei 700, 1.400, 2.600 und 3.500 MHz unter den Hammer. Gebote kamen dabei von vier Bietern. Neben dem Marktführer Swisscom nahmen auch Sunrise, Salt und Dense Air Ltd teil. Letzterer konnte aber mit keinem seiner Gebote punkten und hat demzufolge zumindest vorerst bei 5G keine Möglichkeit zum Ausbau. Die drei erfolgreichen Akteure haben sich die Lizenzen 380 Millionen Schweizer Franken (umgerechnet 323 Millionen Euro) kosten lassen. Diese können sie nun für die kommenden 15 Jahre nutzen. Für fünf Frequenzblöcke zu je 5 MHz ließ sich dabei kein Käufer finden. Diese waren als zusätzliche Downlinkfrequenzen für die Erhöhung der Bandbreite angedacht. Sie werden zu einem späteren Zeitpunkt nochmals angeboten.

Swisscom sichert sich den Löwenanteil

Während Dense Air Ltd leer ausging konnte sich Salt ein ganzes Paket an Frequenzen sichern. Bei 700 MHz hat man erfolgreich auf 2 x 10 MHz geboten. Hinzu kommen 10 MHz bei 1,4 GHz und 80 MHz bei 3,5 GHz. Bereits im dritten Quartal 2019 will man in Kooperation mit Nokia die ersten Standorte in Betrieb nehmen. Fast die Hälfte des Spektrums (45 Prozent) konnte sich Swisscom sichern. Ihre Gebote punkteten zweimal im 700 MHz Band, bei dem sie jeweils 15 MHz ersteigerten. Hinzu kommen 50 MHz bei 1,4 GHz und 120 MHz bei 3,5 GHz. Dies ließen sie sich mit 196 Millionen Schweizer Franken aber auch am meisten kosten. Mit ihrem Ausbaubudget von 2,3 Milliarden Franken will man noch in diesem Jahr über 60 Städte mit 5G erschließen.. Sunrise hat sich lediglich bei 3,5 GHz Frequenzen gesichert, lies sich dies aber immerhin knapp 89 Millionen Franken kosten. Insgesamt kamen die Mobilfunkanbieter in der Schweiz vergleichsweise günstig an die Lizenzen. In Deutschland wird erwartet, dass die Versteigerung rund 5 Milliarden Euro in die Staatskasse spült. Ob diese jedoch wie geplant im März stattfindet ist unklar. Ein Eilantrag von Telefónica könnte die Auktion noch verschieben.

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Quelle: Handelsblatt


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