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Mai 10 2022

 von: Redaktion LTE-Anbieter.info

Seit zwei Jahren setzt sich scheinbar langsam ein neuer Trend durch: Discount-Mobilfunkmarken die einzig und alleine per App gesteuert und verwaltet werden. Von der Bestellung über Tarifverwaltung, Kundendienst oder Kündigung – alles geht nur über die hauseigene App. Mittlerweile gibt es für jeden der drei Netzanbieter einen Anbieter. Grund genug also, diese einmal zu vergleichen. Welcher App-Discounter hat den besten LTE-Tarif?

 

LTE Tarife per App im Vergleich

Welche Anbieter gibt es?

Nachdem es zunächst lange Zeit mit Freenet Funk nur ein Anbieter gab (im O2-Netz), folgten wenig später auch andere dem Beispiel. Die Deutsche Telekom startete sogar eine neue Marke namens „Fraenk“ und bietet darüber eine Allnetflat mit Telekom-LTE für sagenhafte 10 € monatlich. Aber auch wer das Vodafone-Netz mag wird fündig – die Antwort hier heißt „Freenet Flex“. Gut möglich, dass sich bald noch weitere Anbieter hinzu gesellen…

Das Konzept dahinter

Das Smartphone ist für die meisten heute allgegenwärtig. Warum also nicht auch den Mobilfunktarif komplett darüber steuern? Ganz ohne Papierkram, teure Ladengeschäfte, Beraterpersonal, aufwendige Websites, Telefon-Hotlines oder postalische Rechnungen. Dafür mehr „Smartphone-Tarif“ für wenig Geld! Genau das ist das Konzept der App-Discount Mobilfunkanbieter. Den Anfang machte im Jahr 2019 „Freenet FUNK“ und erregte damit viel Aufsehen. Nicht nur wegen der Tatsache, dass von der Bestellung bis zur Kündigung nur die App genutzt werden kann. Das Angebot sorgte vor allem durch den Preis für Furore – zu unter 30 € gibt’s seither eine unlimitierte Allnetflat. Denn dadurch, dass die Anbieter kaum Kosten haben, können die Tarife deutlich billiger angeboten werden.

 

Freenet Funk Tarif buchen

Tarif über die App buchen | hier Freenet Funk

Vorteile & Nachteile

Das bei den neuen Tarifen eine simple App den Dreh- und Angelpunkt der Angebote bildet, hat natürlich Vorteile und Nachteile, wobei erstere unserer Ansicht nach überwiegen. Zunächst ist alles ungemein simpel! Oft gibt es nur einen Tarif (fraenk) oder zwei Optionen (Freenet Funk). Nur F. Flex bietet drei Tarifvarianten. Alle Anbieter verzichten zudem auf eine starre Mindestlaufzeit, so dass täglich, wöchentlich oder monatlich (siehe Vergleich unten) eine Kündigung/Wechsel möglich ist. In unseren Tests viel zudem auf, dass die SIM-Karte nach der Bestellung ultraschnell verschickt wurde. Bei fraenk war die SIM am nächsten Tag da, bei Freenet Funk konnten wir schon nach 2 Tagen loslegen. Freenet Flex gibt sogar an, teils noch am selben Tag liefern zu können.

 

 

Wer allerdings Wert auf Beratung und einen echten Ansprechpartner vor Ort (z.B. Telekomshop) oder an einer Hotline legt, ist bei den App-Mobilfunk-Tarifen komplett falsch! Eine echte Hotline führt keiner. Stattdessen gibt’s entweder Hilfe über die App und einem Chat, Whatsapp oder einem Bot. Gerade für ältere Menschen könnte das problematisch sein. Und ganz wichtig: Bezahlung ist stets nur über Paypal möglich. Wer keinen Account hat oder will, hat leider Pech gehabt. Einzig bei Fraenk kann seit Mitte 2022 wahlweise auch via Lastschrift bezahlt werden.

 

(+) sehr preiswerte Allnetflats mit LTE
(+) einfache Bedienung und Handhabung ohne Papierkram
(+) kurze Kündigungsfristen (täglich bis monatlich)
(+) einfache Tarifstruktur
(+) alle sonstigen Features wie EU-Roaming, VoLTE, Wifi-Calling, Rufnummer-Mitnahme etc.

 

(-) keine Hotline oder persönliche Beratung
(-) nutzbar nur mit Paypal-Konto (bis auf Fraenk)

Vergleich: Welcher App Discounter bietet was?

Vom Prinzip her gleichen sich alle drei Anbieter sehr. Dennoch gibt es auf den 2. Blick teils enorme Unterschiede was z.B. die maximale Datenrate, das Netz oder den Preis angeht. Die folgende Vergleichstabelle deckt die wichtigsten Unterschiede und Gemeinsamkeiten auf.

 

AnbieterFreenet FunkFreenet FlexFraenk
NetzproviderO2 TelefónicaVodafoneDt. Telekom
TarifartPostpaidPostpaidPostpaid
LTE | 5Gja | neinja | neinja | nein
Datenrate bis225 MBit/s50 MBit/s25 MBit/s
Uploadrate bis50 MBit/s25 MBit/s5 MBit/s
verschiedene Tarife231
Datenvolumen 1 GB/Tag oder
unendlich
7 - 20 GB5 GB
Telefon/SMS Allnetflatjajaja
EU-Roamingnur Datenvolumen
(1 GB/Tag)
inklusiveinklusive
VoLTE | Wificallingja | jaja | neinja | ja
Tethering erlaubtjajaja
eSIM | Multi-SIMnein | neinnein | neinja | nein
Bezahlungnur Paypalnur PaypalPaypal;Lastschrift
KontaktWhatsappWhatsAppApp Chat
Bestellung nur per Appnur per Appnur per App
Kündigungsfrist1 Monat1 Tag1 Monat
Preis69 €Ct. / Tag oder 99 €Ct./Tag10 - 20 €10 €
zur App kostenlos laden» freenet Funk App install» Freenet Flex App install» Fraenk App install

Unsere Tipps

Unser Favorit für alle die ungern auf Datenvolumen schauen ist klar Freenet Funk! Für rund 30 € im Monat bekommt man eine unlimitierte Allnetflat mit bis zu 255 MBit/s. Wer das in Testberichten immer gelobte Telekomnetz bevorzugt und richtig sparen will, ist bei „fraenk“ richtig. Allerdings ist der Anschluss hier auf 25 MBit/s begrenzt. Freenet Flex liefert den Mittelweg mit Vodafone-Netz und fairen Preisen.

Fazit

App Mobilfunk-Tarife richten sich offensichtlich vornehmlich an ein jüngeres Publikum, das keinen großen Schnickschnack braucht und mit Smartphone und Paypal bestens vertraut sind. Dann winken sehr preiswerte Komplett-Tarife (Allnetflats) mit viel Leistung für wenig Geld. Verbrauccher, die Wert auf Service und Ansprechpartner legen, sollten weiter lieber zu einem herkömmlichen Tarif greifen -> zum Vergleich.

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6 Kommentare zu “Vergleich: Freenet Funk vs Fraenk vs Freenet Flex | Wer ist besser?”

  1. Semtex sagt:

    Seit dem ich Freenet Funk nutze habe ich dauerhaft in der Berliner U-Bahn Internet.

    Bei der Telekom war immer in der U-Bahn Feierabend.

  2. Max sagt:

    Freenet Funk kann man täglich kündigen, nicht monatlich.
    Positiv zu erwähnen ist auch die Option, die LTE-Nutzung für bis zu 30 Tage im Jahr zu pausieren und nichts zu zahlen, aber die Telefon- und SMS-Flat trotzdem weiter nutzen zu können.

  3. Redaktion LTE-Anbieter.info sagt:

    Hallo Herr Steinmetz, ich glaube da haben Sie was missverstanden. „Freenet Funk“ ist eine Mobilfunkmarke samt Tarif. Es ist also nur ein Name und hat nichts mit „Funk“ im Sinne von Amateurfunk zu zun.

    Genutzt wird das O2-Mobilfunknetz über 2G oder 4G/LTE. Genau wie Aldi-Talk, SIM.de, Smartmobil, O2 selbt und viele andere. Das hat erstmal rein garnichts mit Amateufunk zu tun, außer dass auch elektromagnetische Wellen genutzt werden.

    Viele Grüsse
    S. Schöne

  4. Müller sagt:

    Hallo, erstmal ist diese ,immer betonte, Geschwindikeit meistens nicht auf höchstem Level nötig.
    Wen meint ihr eigentlich mit älteren Menschen, wir sind mit einem Wohnmobil unterwegs und viele dieser älteren Menschen kommen mit Technik ganz gut zurecht. Man müsste da ins Feld führen dass gerade viele jüngere gerade mal schaffen einen Wasserhahn aufzudrehen, gerade diese sind so unbeholfen, unglaublich. Höher einfach mal auf verschiedene Altersgruppen aufeinander aufzuhetzen.

  5. Thomas Steinmetz sagt:

    Freenet Funk?

    Hier bedarf etwas Aufklärung zu Freenet-Funk. Der Begriff führt bei Funkern zu Verwirrungen und könnten vielleicht auf den Trichter kommen, hier könnte sich um Apps handeln, mit denen man
    PMR-Funk (70 cm = 442 – 446 bei Berücksichtigung lizenzabhängiger Ausnahmenfrequenzen),
    Freenetfunk(2 m = 144-176 MHz- bei Berücksichtigung lizenzabhängiger Ausnahmenfrequenzen)
    oder CB-Funk 26 – 28 MHz (bei Berücksichtigung lizenzabhängiger Ausnahmefrequenzen)
    ersatzweise auf einem Handy oder NaTel benutzen könnten, die es zwar tatsächlich gibt, aber nicht als solche zu verstehen sind.

    Freenet bezieht auf den sogenannten Jedermannsfunk auf dem 2-Meter-Band.

    Ähnlich wie beim CB- oder Amateurfunk wird hier ein ‚richtige‘ tariflose und nicht vom einem Telefon- oder Internet abhängigen Funknetz betrieben.

    Es handelt sich um eine Funkanlage/Funkgerät mit einer „richtigen“ Antenne, Kanalwahl bzw. beim Amateurfunk, um eine freie Frequenzwahl (innerhalb der Funkamatuer-Bänder) ohne eine Wahltaste zu bedienen bzw. in Abhängigkeit ein nummerisches Wahlsystem verwenden zu müssen, um „nur“ eine Person „anzufunken“, besser ‚anzufen‘.

    Es wäre sehr nett, wenn die Redakteure hier sich nochmal genau mit den Betreibern auseinander setzen, damit es hierdrin nicht zu „ungesetzlichen Flutuationen“ kommt, wo verstanden werden könnte, man könnte jetzt irgendein Funkgerät in Betrieb setzen und „wild“ darauf los funken, weil hier drin evtl. eine Mitveranwortung bei Fehlinterpretation stecken könnte aus juristischer Sicht.

    Danke für diese Beachtung und erwartungsvolle Korrektur.

    Thomas Steinmetz

  6. Frank D. sagt:

    Letztendlich muss das jeder für sich entscheiden welches Netz, welche Bedingungen für sich sprechen, das nennt man selbständiges Handeln.

    Nach sehr langen Querelen habe ich mich für fraenk entschieden.
    Mehr als 10 Euronen sollte es nicht kosten, auch das Netz spricht für sich, bin vom Vodafone-Netz und deren Ihren Bedingungen dazu zähle ich auch die Discounter hinzu, sehr enttäuscht. Ich brauche keine endlose Seiten mit undurchsichtigen AGBs, obwohl es gäbe einen alternativen Anbieter eines Discounters, nur hat er das schlechtere Netz, allerdings eine freundlichere AGB.

    Und was mich noch bewog, Tethering, e-SiM und das die Schweiz im Roaming mit dabei ist und das war für mich ausschlaggebend.

    Es mag jetzt dahin gestellt sein, das nur PayPal als Bezahlungsmethode akzeptiert wird, ich komme damit zurecht.

    Also nach zwei Jahren im Vodafone Netz, gehe ich wieder mal zu D 1, wir werden sehen.

Kategorie: Allgemein, LTE-Anbieter |
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