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Jan 13 2021

 von: Redaktion LTE-Anbieter.info

Was in vielen Ländern der Welt schon Gang und gebe ist, lässt Deutsche Kunden vor allem neidisch und teils mit Zorn ins Ausland blicken. Die Rede ist von unlimitierten LTE-Flatrates fürs Smartphone (oder daheim). Solche Tarife gibt es zwar mittlerweile, aber meist nicht unter 40-80 Euro monatlich. Doch mit „Stream On“ und „O2 Free“, nähern sich die deutschen Provider diesem Ziel wenigsten etwas an. Doch welcher Tarif ist besser und für wen eignet sich was mehr? Wir stellen beide Angebote und Konzepte für Sie gegenüber.

 

Unlimited im Vergleich

Die Krux mit dem Datenvolumen

Wer sich in Deutschland für einen Mobilfunktarife entscheidet, egal für welchen Zweck, sieht sich stehts mit einer entscheidenden Frage konfrontiert: Wie viel monatliches Inklusivvolumen brauch ich bzw. was möchte ich mir leisten. Denn die Antwort auf erstere Frage viele sicher immer mit „unbegrenzt“ aus. Die Realität am Mobilfunkmarkt ist jedoch bekanntlich eine andere. Discounttarife unter 20 Euro locken meist mit 1-10 Gigabyte (GB) monatlich, während es diverse Premium-Tarife schon mal auf 30-100 GB bringen. Dann aber rangiert der Preis teils deutlich über dem 50 Euro-Bereich. Häufig Youtube und andere Streamingdienste unterwegs schauen, ist also nach wie vor ein Luxusvergnügen. Nicht ganz jedenfalls, denn es gibt einige interessante Konzepte, die zum unbeschwerten surfen per LTE einladen. Und das zu vertretbaren Preisen!

Unlimitiert mobil surfen: Die Konzepte von der Dt. Telekom und O2

Anfang 2020 überraschte O2 Telefonica mit der Vorstellung neuer „O2-Free“ Tarife. Mehr Volumen und optional drei verschiedene Unlimited-Pakete runden das Angebot nun ab. Der günstigste Tarif ohne Volumenlimit startet seither schon bei knapp 30 Euro monatlich. Einziger Haken: Die Übertragungsrate liegt bei mageren 2 MBit/s. Wer mehr haben möchte, sollte einen Blick auf die zwei anderen limitlosen „O2 Free Unlimited“ Tarife werfen. Dennoch: Selbst die Hälfte, also 1 MBit, reicht aber für die meisten Alltagsangelegenheiten vollkommen aus. Selbst Videostreaming ist damit am Smartphone noch gut möglich. Davon konnten wir uns selbst überzeugen, nachlesbar hier im ausführlichen Testbericht zu O2-Free.

 

Mitbewerber Telekom bietet, neben recht teuren Unlimited Tarifen, ein anderes Konzept namens Stream on. Der Unterschied: Sofern man die sogenannte „Stream on“-Option nutzt, wird die Nutzung bestimmter Partner nicht auf das wertvolle, monatliche Datenvolumen angerechnet. Mittlerweile umfasst die Liste der kooperierenden Stream-on Partner mehrere hundert Einträge. Zum Beispiel Spotify, Netflix oder Youtube. Sofern man also Stream on nutzt (wie, dazu später mehr), kann man z.B. völlig unbegrenzt per LTE/5G am Smartphone Youtube-Videos schauen. Das „normale“ Datenvolumen wird dabei nicht angetastet. Eine kleine Revolution, zumal es mittlerweile ja derart viele namhafte Partner gibt.

Zielgruppe: Wer fährt wo besser?

Fernsehen streamen

Bei O2 Free liegt ganz klar auf der Hand, dass sich der Dienst vor allem an preisbewusste Durchschnittsnutzer richtet. Die beiden unlimitierten Tarife bietet zwar nur 2 bzw. 10 MBit/s. Doch viele werden wahrscheinlich gar nicht groß den Unterschied merken. Denn die mittlere Datenrate im LTE-Netz liegt auch bei O2, das zeigen immer wieder Netztests, ohnehin kaum über 50 MBit. Für Facebook, Google Maps, News lesen und Whaptsapp, reichen einige MBit allemal aus. Besonders preislich ist O2-Free durchaus attraktiv. Die günstigsten Allnetflats mit Volumenbegrenzung beginnen hier schon ab 20 € monatlich. Volumenunabhängige Pakete starten, wie schon erwähnt, bei 29.99 €. Eine Übersicht aller O2-Free Angebote finden Sie hier.

 

Stream on von der Deutschen Telekom richtet sich dagegen vor allem an Intensivnutzer, die ständig mit Spotify, Deezer, Youtube und ähnlichen Diensten umgehen (möchten) und auch auf Schnelligkeit nicht verzichten wollen. Auch glänzt die Telekom in den Tests der vergangenen Jahre stets mit dem besten Netz. Die Allnetflats (MagentaMobil) bieten bis zu 300 MBit LTE-Highspeed. 5G Empfang vorausgesetzt, können es sogar über 1000 MBit sein. Dafür müssen Interessenten auch einen Tick tiefer in die Tasche greifen. Stream on ist zwar kostenlos und schon ab dem kleinsten Tarif MagentaMobil S enthalten. Aber es gibt verschiedene Versionen für Musik, Spiele, Social Media und Video. Video ist z.B. erst ab dem Tarif „M“ enthalten“. Je nachdem was man am häufigsten nutzt, sollte man sich für MagentaMobil S-L entscheiden. Erhältlich sind die Angebote ab 39.95 € bei Onlinebestellung hier unter www.telekom.de/magentamobil. Zudem winken attraktive Onlinerabatte!

Übersicht der Vor- und Nachteile

In der folgenden Tabelle haben wir noch einmal die wichtigsten Eckpunkte von O2-Free und Stream on mit MagentaMobil gegenüber gestellt.

 

Unlimited OptionenStream ONO2 Free
AnbieterDt. TelekomO2 Telefonica
Datenrate bis 300 MBit2-300 MBit (tarifabhängig)
5G möglichinklusivenur einige Tarife
immer LTEjaja
Netzabdeckungsehr gutgut
Anzahl der Partner> 400kein Partnerkonzept
Preis pro Monatab rund 40 €ab rund 20 €
zum Anbieter» zu den Angeboten» zu O2 Free

Fazit

O2 lockt mit völliger Datenfreiheit zum Kampfpreis von unter 30 €. Preislich erscheinen die Tarife eine gute Wahl. Wer aber nicht ganz so aufs Geld schauen muss und schon immer von einer unlimitierten Nutzung von Musik- und Videostreamingdiensten am Smartphone geträumt hat, für den führt kein Weg an Stream on von der Telekom vorbei. Denn die Telekom bietet deutlich höhere Datenraten, eine optimalere LTE-Abdeckung und besseren Service.

Wissenswertes zum Thema:

» Ratgeber: Unlimitierte Flatrates: Was geht schon?
» LTE Allnet-Flats vergleichen

Bild oben: Frau links © Antonioguillem – Fotolia.com; Handy rechts © georgejmclittle – Fotolia.com;
Bild Handy auf Tisch: © daviles – Fotolia.com


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5 Kommentare zu “Telekom Stream ON vs. O2 Free | Welche unlimited Flat ist besser?”

  1. T. S. sagt:

    Ich weiß, dass der Test schon ein wenig her ist, aber es sollte erwähnt werden, dass bspw die Werbung auf YouTube auf das Datenvolumen bei „Stream ON“ angerechnet wird. Und wenn das Volumen einmal aufgebraucht ist, ist der Vorteil von „Stream ON“ nonexistent, da er weg fällt, sobald das Volumen aufgebraucht ist.

  2. lte-anbieter.info sagt:

    Hallo,
    ich glaube da haben Sie nicht richtig gelesen. Die Einstellungen für SIP-ALG und APN beziehen sich natürlich auf den GigaCube-Router. In der Fritzbox müssen Sie nur Ihren SIP-Anbieter samt Zugangsdaten einpflegen. Am besten nochmal in Ruhe lesen :-)
    Bezüglich der 7170. Prinzipiell müsste es mit jeder FritzBox funktionieren, welche SIP unterstützt. Aber bitte haben Sie Verständnis, dass wir nicht alle der dutzenden Modelle testen können! Einfach mal probieren. Viele Grüsse

  3. Ali sagt:

    Seit ein Jahr o2 Free nutzer und ich bin vollkommen zufrieden, trotz dem ich beruflich viel unterwegs bin.

  4. lte-anbieter.info sagt:

    Naja mittlerweile gibt es schon ziemlich viele Partner (über 50). Darunter die populäresten Video- und Musikdienste. Einige dürften noch dazu kommen…

  5. Antennenfreak.de sagt:

    Eigentlich ist beides Mist. Mit Streamon kann ich nur wenige Anbieter nutzen. O2 mit 3G ist zum Beispiel in Teilen Berlins unbenutzbar, weil völlig überlastet. Auf dem Land hat man zum Teil zwar LTE, aber kein 3G.

Kategorie: LTE-Anbieter, O2, Telekom | Schlagwörter: , ,
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