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Mai 15 2021

 von: Redaktion LTE-Anbieter.info

Highspeed-Internet zum Mitnehmen boomt. Immer mehr Verbraucher wollen unterwegs Internet wie an ihrem Heimanschluss nutzen. Telekom und Vodafone bieten passende Lösungen, auch für Regionen wo schnelle (V)DSL-Flatrates noch ein Fremdwort sind. Vodafones Gigacube und die Speedbox von der Telekom schaffen Abhilfe! Doch welcher Tarif ist besser? Wo gibt’s das meiste Volumen fürs Geld und welche Einschränkungen muss ich kennen? Wir haben beide Angebote für Sie verglichen.

Gigacube vs Speedbox

Konzepte und Flexibilität

Die Tarife richten sich an alle Verbraucher, die einen leistungsstarken Internetzugang nicht nur am Hauptwohnsitz benötigen, sondern an mehreren Orten. Praktisch eine Art transportablen DSL-Anschluss. Hinzu kommen all jene, die von einer kabelgebundenen Breitbandversorgung bislang abgeschnitten sind. Vodafones Gigacube und die Speedbox der Telekom (genauer gesagt „MagentaMobil Speedbox), bringen per LTE flotte Zugänge an (fast) jeden Ort – einfach Router anschließen, geeigneten Standort finden und los geht’s!

 

Beide Pakete können bundesweit genutzt werden, einzige Voraussetzung ist hinreichend guter LTE-Empfang und eine Stromversorgung. Die Speedbox verfügt zur Not über einen Akku, der einen autarken Betrieb für bis zu 4 Stunden ermöglicht. Dafür kann die GigaCube-SIM auch in anderen Endgeräten genutzt werden, was die Telekom ausschließt. Alles in allem, sind beide Tarife in etwa gleich flexibel einsetzbar und auch die Konzepte gleichen sich.

Datenvolumen im Vergleich

Der wichtigste Aspekt für die meisten Interessenten derartiger Tarife, ist und bleibt das inkludierte, monatliche Datenvolumen. Denn was nützt einem schneller LTE-Funk zum Mitnehmen, wenn nach wenigen Stunden Youtube oder Netflix schon das gesamte Kontingent verbraucht wurde? Glücklicher Weise hat sich in diesem Punkt in den letzten Jahren viel getan. So lieferten die ersten LTE-Heim-Tarife selten mehr als 10-30 GB im Monat. Aktuelle Angebote von Vodafone und der Dt. Telekom warten heute immerhin mit bis zu 500 GB oder teils sogar unlimitiertem Volumen auf. Bereits ersteres würde aber schon für gut 200-250 Stunden Netflix oder Youtube in HD reichen oder für 12.000 Stunden Musik.

 

Leider bietet die Telekom nur zwei Speedbox-Tarife. Regulär stehen 100 GB zur Verfügung. Mit dem Tarif „Speedbox XL“ gibt neben 5G auch unbegrenztes Datenvolumen. Vodafonekunden haben hier etwas mehr Wahlfreiheit. Zur Disposition stehen vier Gigabox-Tarife mit 50 GB, 125 GB, 250 GB oder 500 GB Volumen zur Verfügung!

 

Interessant wird es auch beim Blick auf die relativen Preise, also wie viel man für jedes Gigabyte zahlen muss. Auch hier schneidet Vodafone besser ab, zumindest im Bereich der Angebote mit besonders viel Datenvolumen. Übrigens: Sollte man doch mal das komplette Kontingent benötigt haben und rutscht in die Drossel (bzw. Null bei der Speedbox), kann neues Highspeedvolumen gegen Aufpreis nachgebucht werden (siehe folgende Tabelle).

 

Anbieter / Volumen50 GB100 GB125 GB250 GB500 GB
Telekomx0,4 € je GB
(0,45 €/GB Flexi)
xxx
Vodafone0,70 € je GBx0,28 € je GB0,18 € je GB0,15 € je GB

LTE-Geschwindigkeit: So schnell sind die Angebote

Der überwiegende Teil der Nutzer wird zurecht auch die Geschwindigkeit ein nicht unerhebliches Entscheidungskriterium sein. Hier können sowohl der Gigacube als auch die Speedbox überzeugen. Denn Vodafone schickt die Kunden mit maximal 500 MBit auf die Datenautobahn. Prinzipiell sind übrigens alle Tarife auch 5G-fähig. Dann aber muss der 5G-Gigacube-Router mitbestellt werden. Dann sind sogar Datenraten über 1 GBit möglich.

 

Bei der Telekom gibt es LTE-Max, was aktuell 300 MBit im Telekomnetz bedeutet. Gegen einen geringen Aufpreis von rund 5 € monatlich, kann aber auch hier 5G zugebucht werden. Nur beim Tarif „Speedbox XL“ ist die Option schon enthalten. Dann aber wird der passende 5G-Router benötigt, welcher nicht ganz billig ist. Geboten wird hier zurzeit der Huawei CPE Pro 2 5G für einmalig knapp 200 €. Auch hier steigt die mögliche Geschwindigkeit im 5G-Netz auf über 1 GBit/s.

 

In der Praxis können per LTE, wie auch unsere Tests zeigten, gut und gerne 30-200 MBit erwartet werden. Das entspricht also in etwa VDSL-Niveau. Je nach örtlicher Abdeckung und LTE- bzw. 5G-Ausbau, kann die Datenraten natürlich erheblich schwanken. Im Zweifel hilft auch der Blick auf die jeweilige Ausbaukarte des Anbietershier für die Telekom und hier für Vodafone.

Gigacube im Garten zum surfen

Gigacube im Einsatz

Kosten im Vergleich: Speedbox vs GigaCube

Kommen wir zu den monatlichen Kosten beider Anbieter. Im Fall der Telekom ist dies am schnellsten beschrieben, da es ja nur zwei Angebote gibt. Monatlich fallen im regulären Speedbox-Tarif 39.95 Euro an. Für die Version ohne Datenlimit sind es 74.95 €.

 

Das günstigste Gigacube-Paket mit 125 GB gib es bereits ab 34.95 Euro. Für den Premiumtarif „Gigacube Pro“ (also mit 500 GB), verlangt Vodafone 74.99 Euro. 250 GB sind dagegen schon für preiswerte 44.95 € zu haben. In der folgenden Tabelle, haben wir noch einmal für Sie alle Features gegenübergestellt und verglichen.

 

VergleichTelekom SpeedboxVodafone GigaCube
LTE-fähigjaja
5G-fähignur Tarif Speedbox XLja (immer inklusive)
NetzDt. TelekomVodafone
Datenrate Download bis300 MBit/s (5G > 1 GBit)500 MBit/s (5G > 1 GBit)
Uploadrate bis50 MBit/s50 MBit/s
Drosselung aufkeine Nutzung nach Verbrauch64 KBit/s
Inklusivvolumen100 GB oder ∞ Volumen50 GB bis ∞ Volumen
Telefonienein (nur via VOIP)per Umweg, siehe hier
Nutzungbundesweitbundesweit
zusätzliche LTE-AntenneAnschluss vorhanden (TS9)je nach Gigacube-Router vorhanden (TS9)
Nutzung im Auslandneinnein
Volumen nachbuchbarja, 15 (14.99 € oder
30 GB (29.99 €)
ja (1, 5, 10, 25 GB) (Kosten)
kalkulatorische Kosten je GB0,40 € pro GB z.B. 0,18 € / GB bei 250 GB
Kosten je Monat39.95 € bzw. 74.95 €ab 34.99 € (Übersicht)
Flex-Versionja, Zahlung nur bei Nutzungja, Zahlung nur bei Nutzung
Laufzeit2 Jahre2 Jahre
Unsere Wertung
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Flexi-Tarife

Es sei noch erwähnt, dass es bei beiden Anbietern auch einen sehr ähnlichen Flex-Tarif gibt. So bietet Vodafone wahlweise die 50 GB Version als Flex-Variante. Dann wird die monatliche Grundgebühr nur abgezogen, falls man den GigaCube auch im Einsatz hat. Ähnlich läuft das bei der Telekom, nur dass hier explizit jeden Monat, bzw. bei Bedarf, dass Datenticket manuell eingebucht werden muss. Der Nachteil der Flexibilität: Die einmaligen Kosten sind immer deutlich höher! Beispielsweise gibt es mit Laufzeit den Gigacube-Router für nur 1 €, mit Flex-Option fallen rund 80 € an. Noch teurer wird’s bei der Telekom, wo der Speedbox-Router dann gleich 99.95 € kostet. Zudem verteuert sich die monatliche Grundgebühr hier um 5 Euro. Flexi lohnt sich also nur, wenn man die quasi-stationären Tarife nur wenige Monate im Jahr benötigt.

Auslandsnutzung & Telefonie

Für zwei Sachen sind beide Tarife nicht geeignet: Zur Nutzung im Auslandsurlaub und zum Telefonieren. Denn beides ist nicht möglich! Genauer gesagt ist Telefonie per VOIP gestattet. Wie man beim Gigacube darüber sogar ein Festnetztelefon anbinden kann, zeigen wir hier.

 

Hardware im Vergleich

Der Vergleich der Hardware ist nicht ganz einfach. Denn Vodafone vertreibt mittlerweile zwei verschiedene GigaCube-Router. Der Hauptunterschied liegt darin, dass der erste LTE bis 1600 MBit unterstützt. Das neuste Modell bietet sogar schon den LTE-Nachfolger 5G. Tarifbedingt beträgt bei beiden Routern aber die Maximaldatenrate rund 500 MBit im 4G-Netz und ca. 1000 MBit via 5G. Wir vergleichen folgend daher der Einfachheit halber nur die günstigste Version, also den Gigacube in der zweiten Version.

 

Der Gigacube (B818-260) lässt sich theoretisch mit LTE bis CAT19, also 1,6 GBit/s betreiben, dagegen fällt die Maximalgeschwindigkeit Speedbox (MF281 von ZTE) mit der Kategorie 6 (CAT6) und 300 MBit recht bescheiden aus. Sie beherrschen jeweils alle hierzulande geläufigen LTE-Bänder, also 700, 800, 900, 1800, 2100 sowie 2600 MHz. Nur der Vodafone-Router kann zusätzlich noch 3500 MHz (spielt aber bisher keine Rolle). Bei Bedarf können beide mit zusätzlichen Außenantennen über einen TS9-Port angebunden werden.

 

GigaCube und Speedbox etablieren auf Wunsch einen WLAN-Hotspot, über das sich mehrere Endgeräte einbinden lassen. Im Fall des Gigacubes 32 und bei der Telekom-Variante in der Spitze sogar 64. Natürlich auch mit dem schnellen WLAN ac Standard. Der Vorteil des Speedbox-Routers ist allerdings der integrierte Akku für bis zu 4 Stunden autonomen Betrieb. Auch punktet das Telekom-Modell durch geringere Maße und mehr Handlichkeit. Der Punkt geht demnach hier knapp an die Speedbox.

 

Speedbox im Ferienhaus

Fazit: Welcher Tarif ist besser?

Unterm Strich gleichen sich beide Angebote sehr. Der wohl gewichtigste Unterschied, liegt beim maximal zur Verfügung stehenden LTE-Datenvolumen. Vodafone bietet bis zu 500 GB, Speedbox-Nutzer müssen sich mit 100 GB begnügen oder zum teuren unlimited Tarif greifen. Hinsichtlich der relativen Preise pro GB punktet Vodafone besonders.

 

Weniger Gewicht würden wir dagegen den bis zu 200 MBit/s Differenz bei der maximalen Übertragungsrate beimessen, da es sich hier ohnehin nur um Optimalangaben handelt. Im Schnitt, das zeigten auch die letzten Netztests, ähneln sich die durchschnittlichen Datenraten beider Anbieter ziemlich. Ein weiterer Vorteil des Gigacubes liegt darin begründet, dass sich die SIM-Karte in fast allen Endgeräten nutzen lässt, während es bei der Telekom einen Routerzwang gibt. Letztendlich sollte die Entscheidung also am benötigten Inklusivvolumen ausgemacht werden und an der LTE-Abdeckung für die Regionen, in denen man den Tarif bevorzugt nutzen möchte.

 

» zur Speedbox-Seite der Telekom
» zum Gigacube bei Vodafone
» Testbericht Gigacube lesen
» Testbericht Speedbox ansehen
» mehr über Speedbox Flex





Was meinen Sie dazu?





Eine Meinung zu “Vodafone Gigacube vs. Telekom Speedbox | Welcher Tarif ist besser?”

  1. Cityrocker sagt:

    Die eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Somit liegen Telekom und Vodafone gleich auf. Wer was gutes und zudem noch günstiges sucht, der sollte es einmal mit O2 versuchen. O2 hat in den letzten Monaten mächtig aufgeholt, was es den Netzausbau angeht. Nachdem man sich E – Plus einverleibt hat, hat man mächtig Gas gegeben um mit Telekom und Vodafone konkurrieren zu können und diese Rechnung ist aufgegangen.

Kategorie: LTE-Anbieter, Telekom, Vodafone | Schlagwörter: , ,
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