Jain. Flatrate bedeutet ja per Definition, dass man unbegrenzt einen Daten- oder Sprachdienst nutzen kann, ohne mehr als den vereinbarten Betrag zu zahlen. Dies ist trotz Drosselung, bei praktisch allen LTE-Tarifen der Fall. Nur das ab einem vertraglich vereinbarten Volumen (15 GB im oberen Beispiel), die Geschwindigkeit reduziert wird. Im Gegensatz dazu, würde ein Volumentarif bedeuten, dass ab einem Datenverbrauch X Mehrkosten entstehen. Auch mit Drosselung sind daher streng genommen alle LTE-Tarife dennoch Flatrates …
Wäre es nicht viel entspannter, als LTE-Kunde nicht darauf achten zu müssen, wie viel man lädt? Oder überlegen zu müssen, ob der Youtubeclip jetzt wirklich sein muss? Die meisten Kunden stören sich an dieser Praxis. Bei kabelgebundenen Internetzugängen, per DSL oder VDSL, sind unlimitierte Flatrates schließlich schon lange Gang und Gebe. Doch was viele nicht wissen - auch bei DSL gibt es oft Grenzklauseln. Meist liegen diese deutlich höher, also im Bereich von 100-200 GB. Dennoch existieren sie noch!
Die Mobilfunkanbieter rechtfertigen die Drosselung von mobilen Internettarifen damit, dass es sich um eine „Shared“ Technologie handelt. Das bedeutet, dass alle Nutzer in einem Radius X sich die Leistungsfähigkeit der LTE-Zelle teilen müssen. Beanspruchen einzelne Kunden die Verbindung zu stark, bleibt kaum noch etwas für die anderen übrig. Das Argument ist sogar richtig! Aber: LTE wird in erster Instanz ja als DSL-Ersatz im ländlichen Raum eingesetzt. Wer den Anschluss etwa beruflich einsetzt, kommt monatlich schnell auf 20-30 GB. Im Zeitalter von Youtube und Skype muss man sich mit wenigen GB im Monat doch sehr in Disziplin üben.

Auf der Cebit 2011 haben wir Managern der großen LTE-Anbieter und Vertreter der Politik dazu befragt. Erfahren Sie, wie diese die Drosselungspraktik begründen.
Fazit: Die Begrenzung seitens der Anbieter ist verständlich. Aber die Volumengrenzen sollten früher oder später angehoben werden. Wenn man schon superschnelles Internet via LTE hat, möchte man es wenigstens auch ein bisschen auskosten. 50-100 Gigabyte wären völlig ausreichend für die meisten Nutzer und sicher auch für die Netzbetreiber akzeptabel.
Aufgrund der Volumenbegrenzung lohnen sich also für jeden LTE-Nutzer zwei Dinge. Erstens Datenvolumen sparen und zweitens den „Verbrauch“ im Auge zu behalten. Dann wissen Sie immer um den aktuellen Stand. Vielleicht lohnt es sich zum Monatsende, wenn genug übrig ist, nochmal ein paar große Downloads zu tätigen. Der folgende Guide zeigt, wie Sie ohne großen Verzicht Daten sparen können und Ihr Volumen überwachen.
Die Deutsche Telekom hat Ende 2011 ein neues Modell vorgestellt, das bald Anbieterübergreifend Schule machen könnte. Mit der sogenannten "Speedon"-Option können Kunden sich quasi aus der Drosselung für einen Betrag (~5-15 €) freikaufen. Dabei wird die Drosselung aufgehoben und das übliche Kontingent steht erneut zur Verfügung. So hat man, auch wenn es noch recht teuer ist, die Zügel zumindest selbst in der Hand.
Die Paradedisziplin für LTE ist jedoch mobiles Internetsurfen. Turboschnell mit dem Smartphone oder Laptop in das Internet. Von überall! Seit dem 4. Quartal 2011 gibt es von der Telekom und Vodafone auch mobile LTE-Tarife. Noch ist die Auswahl eher spärlich. In Zukunft erwarten wir eine stark steigende Angebotspalette und deutlich mehr Anbieter.
Rein theoretisch bietet LTE die Möglichkeit für mobile Flatrates mit bis zu 100 MBit/s im Download und 50 MBit/s im Upload. Wir nennen LTE daher auch gerne „das VDSL der Lüfte“. Sobald die ersten Angebote für mobile Flats am Markt erscheinen, werden wir darüber für Sie berichten. Bis dahin empfehlen wir Ihnen unseren kostenlosen Newsfeed per RSS!