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Okt 02 2014

 von: Redaktion LTE-Anbieter.info

Alle Jahre testet die Zeitschrift Chip die Qualität der Mobilfunknetze und bietet so eine aktuelle Alternative zur Stiftung Warentest. Heute stellte man die aktuelle Version 2014 vor. Wie so oft, gab es einige Konstanten aber auch Überraschungen. Wer hat sich verbessert? Wer rutscht ab?

 

Netzprovider im Test

Erst vor wenigen Tagen veröffentlichte die Computerbild ebenfalls ein Netztest in ihrer aktuellen Ausgabe (21/2014). Während dort aber Nutzer selbst per App die „Messdaten“ liefern, gehen im Unterschied dazu bei der Chip Ingenieure mit professionellem Equipment deutschlandweit auf Mess-Tour. Nach eigenen Angaben hat man dabei insgesamt 5600 Kilometer zurückgelegt und mehr als 100.000 Messungen durchgeführt, die mehrere Millionen Datensätze erzeugten. Das Ergebnis ist ein aktueller Vitalitäts-Querschnitt deutscher Mobilfunknetze.

 

Dabei widmeten die Tester den LTE-Netzen sogar eine gesonderte Analyse. Schließlich ist 4G mittlerweile voll in der Mobilfunklandschaft angekommen. Die Telekom differenziert in den neuen MagentaMobil-Tarifen seit einigen Wochen garnicht mehr in „mit“ oder „ohne“ LTE. Vodafone folgt dem Beispiel ab nächster Woche. Und auch O2 hat praktisch alle Allnet-Flats schon mit LTE ausgestattet. Eplus bietet den Datenturbo bis Jahresende sogar allen Kunden kostenlos. Folgend wollen wir die Ergebnisse des Chip Netztestes 2014 kurz zusammenfassen. Betrachtet wurden dabei vor allem die zwei Faktoren Performance und Verfügbarkeit.

Performance: Wer hat das schnellste LTE-Netz?

Die Telekom kann sich weiterhin auf dem Siegertreppchen sonnen und das teils mit enormen Abstand zur Konkurrenz. Dem Fazit der Tester nach, gebührt der Telekom auch das Prädikat des schnellsten LTE-Netzes. Im Schnitt ergaben die Speed-Messungen die höchsten Download-Transferraten – im Mittel waren es 38.4 MBit. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das sogar einer Verdoppelung. Im Vergleich dazu, müssen die Mitbewerber geradezu rot anlaufen. Bei Vodafone ermittelten die Tester mit 17.1 MBit nicht mal 50 % dessen. O2 fällt mit durchschnittlich 16.6 MBit sogar noch weiter ab. Einzig E-Plus erreichte einen recht respektablen zweiten Platz bei 26.7 MBit. Ähnlich verhält es sich im Hinblick auf die Uploadwerte. Hier legt die Telekom mit 25.2 MBit die Messlatte fest. Eplus folgte mit passablen 13.6 MBit, knapp danach Vodafone (13.2 MBit) und O2 (10.7 MBit). In der Disziplin Performance verteilten die Redakteure somit folgende Punktzahl: Telekom 91.6; Eplus 83.6; O2 79.4 und Vodafone 78.1. In punkto LTE-Performance muss Vodafone sich also mit dem letzten Platz geschlagen geben.

 

Warum punktet die Telekom so derart gut, was die Leistungsfähigkeit angeht? Zwei elementare Faktoren sind die Art und Weise, wie die Funkmasten ans Kernnetz angeschlossen sind und welche Frequenzbereiche mit welcher Bandbreite präferiert eingesetzt werden. Schwerpunktmäßig setzt die Telekom auf schnelle Glasfaser-Anbindungen, während die Mitbewerber oft viele Strecken mit Richtfunk überbrücken, was zwar billiger ist, aber leider auch bedeutend langsamer. Der Telekom zufolge, sind über 80 Prozent aller Stationen mit hochperformanter Glasfaser angeschlossen. Und auch bei der Frequenzbasis haben die Bonner teils die Nase vorn. Denn O2 und Vodafone nutzen auch in den Städten teils 800 MHz, womit aber hierzulande nur 50 MBit maximal möglich sind. Die Telekom fokussiert 1800 und 2600 MHz, wo sich aktuell per CAT4 bis 150 MBit erreichen lassen. Bald schon dürften es per LTE-Advanced sogar 300 MBit sein.

Verfügbarkeit

Hier führt dagegen Vodafone die Gewinnerliste an. In dieser Kategorie weiß Vodafone seit jeher zu punkten, schließlich legten die Düsseldorfer von Beginn an beim LTE-Ausbau ein enormes Tempo vor. Der Abstand schmilzt allerdings, so dass sich der Konzern nicht allzu sehr auf den Erfolgen ausruhen sollte. Mit 75.5 Prozent positioniert sich Vodafone bei der LTE-Verfügbarkeit auf Platz 1. Gefolgt von der Telekom mit 68.7 Prozentpunkten. Weiterhin deutlich abgeschlagen O2 mit 57.9 Prozent. Bei Eplus (27.6 Prozent) sollte man sich vor Augen halten, dass das Unternehmen erst im März dieses Jahres mit LTE startete.

 

Immerhin: O2 hat neben Eplus die wohl größten Verbesserungen beim Netzausbau in 12 Monaten geschafft. Von nur knapp 8 Prozent aus 2013, schaffte man eine Steigerung der Quote auf 58 Prozent! Offensichtlich ist man sich also dem Rückstand bewusst. Und E-Plus hat aus „dem Stand“ immerhin noch fast ein Drittel erreicht.

Gesamtergebnis

Neben dem LTE-Netz, untersuchte Chip natürlich noch viele weitere Parameter, wie etwa Telefonie (Sprachqualität, Zuverlässigkeit), 3G (UMTS) etc. In der Gesamtwertung sichert sich die Telekom recht souverän Platz 1 mit einer Schulnote von 1,7. Vodafone schafft es trotz recht langsamen LTE-Netz noch auf Platz 2. Eplus und O2, die beiden Fusions-Unternehmen, landen passender Weise auf Platz 3 mit Note 2.7. Gleiches gesellt sich eben doch gerne zusammen …

 

End-Ergebnis Netztest 2014 | Quelle Chip.de

Endergebnis in Schulnoten | Quelle: Chip.de

 

Fazit: Insbesondere in punkto LTE, bleiben O2 und Eplus Magenta und Rot weit hinterher. Vielleicht erreicht man es durch die Fusion in Zukunft, den Abstand zu verringern. Zumindest der Wille scheint da, wie O2 eindrucksvoll demonstrieren konnte.

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Wissenswertes zum Thema:

» LTE Speedtest machen
» Vergleich der LTE Tarife
» LTE Angebote Marktübersicht

 


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