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Feb 24 2012

 von: Redaktion LTE-Anbieter.info

Auch wenn der Eindruck bisher trügt – LTE soll künftig bei weitem nicht nur die Anbindung DSL-freier Gebiete ans Internetzeitalter sichern oder in der Stadt mobiles Surfen beschleunigen. Nein, auch die Qualität und Zuverlässigkeit von Handygesprächen steht im Fokus der Entwickler. Das Frauenhofer Institut präsentiert nun „Full HD“-Voice für glasklare Sprachqualität.

Telefonieren per LTE

Noch dient hierzulande LTE als reiner Datenübertragungsstandard für flotte Internetverbindungen. Insbesondere im stationären Einsatz in Gebieten ohne DSL-Anschluss. Was viele nicht wissen – der LTE-Standard soll mittelfristig auch die mobile Telefonie bereichern, wenn nicht gar auf ein neues Entwicklungsniveau katapultieren. Noch hapert es an einigen technischen Kinderkrankheiten, wie wir schon mehrfach berichteten. VoLTE, Kurzform für Voice over LTE, bereitet Netzbetreibern noch einige Probleme. Insbesondere dann, wenn der Nutzer in eine Zone vordringt, in der kein LTE verfügbar ist. Der dann nötige Wechsel zu einem 2G oder 3G-Standard, darf beim Gespräch für den Endanwender keinerlei Effekte aufweisen. Technisch ein sehr heikles Unterfangen, dass aber langsam gelöst scheint.

mobil telefonieren in „HD“

Full-HD Voice: „Telefonieren als wäre man in selben Raum“

HD dürfte den meisten nur ein Begriff aus der Fernsehwelt sein. Das vom Frauenhofer-Institut IIS entwickelte Verfahren (genau genommen Codec), soll die Sprache des Telefonierenden künftig „hochauflösend“ untertragen können. Das bedeutet eine wesentlich verbesserte Klangqualität gegenüber heute. Seit jeher klingen Telefongespräche relativ unnatürlich und dumpf. Egal ob per Festnetz oder bei Mobilfunktelefonaten.

“Gesprächspartner haben den Eindruck, sie befinden sich im selben Raum“

So lautet eine Kernaussage in der Pressemitteilung des Instituts. Die technische Grundlage dafür bildet ein speziell entwickelter Codec, mit einer ziemlich langen Bezeichnung. „Full-HD Voice-Codec Enhanced Low Delay AAC (AAC-ELD), oder einfach “Full-HD Voice”. Erzielt wird das Plus an Sprachqualität unter anderem dadurch, dass eine deutlich höhere Audiobandbreite genutzt wird. Der Mensch kann Töne in einem Spektrum von rund 20 Hz bis 20kHz wahrnehmen. Gewöhnliche Festnetz- oder Mobilfunkgespräche werden allerdings auf eine Breite von gerade mal 3,5 kHz „gekappt“. Diverse Höhen und Tiefen fehlen daher. Läuft beim Gesprächspartner im Hintergrund das Radio, nehmen wir die Musik daher wahr, wie in einem 30er-Jahre-Film. Full-HD-Voice“ vervierfacht das Spektrum nun auf die „natürliche“ Breite von rund 20 kHz. Das Qualitätsniveau sei dann vergleichbar mit einem am TV abgespielten Bluray-Film. Dabei werden allerdings weit mehr Daten übertragen, als bisher üblich. LTE bietet jedoch dafür, dank Übertragungsraten bis 100 Mbit, ideale Voraussetzungen. Mehr Infos zum Thema gibt’s auf full-hd-voice.com (nicht mehr online).

Ausblick

Das Verfahren soll auf dem Mobile World Congress 2012 demonstriert werden. Diese findet vom 27.02 – 01.03 in Barcelona statt. Wann und ob jedoch die Netzprovider auf Full-HD Voice setzen werden, steht noch in den Sternen. Insbesondere vor dem Hintergrund der rasant wachsenden Zunahme des mobilen Datenverkehrs, könnte es durchaus sein, dass HD-Telefonie eher ein kostenpflichtiges Zusatzfeatures wird.

Quelle: www.iis.fraunhofer.de/pr/presse/2012/februar/fullhdvoice.jsp;
Bild: © Yuri Arcurs – Fotolia.com

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