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Apr 15 2016

 von: Daniel Profit

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat in einer Broschüre die niedrige Sendeleistung neuer LTE-Netze hervorgehoben und Tipps für zusätzlichen Schutz veröffentlicht. Ein Überblick über die Unterschiede zwischen LTE, GSM und W-LAN.

GSM zwar annähernd flächendeckend, dafür mit der höchsten Belastung
Mobilfunk Gefahr?

Laut dem BfS ist der GSM-Standard so aufgebaut, dass am Anfang eines Anrufes, also beim Rufaufbau, mit stärkster Sendeleistung gefunkt wird. Anschließend werden die Funkwellen auf ein nötiges Mindestmaß heruntergeregelt. Das Prinzip bei dem 3G-Standard und den LTE-Standard ist jedoch genau andersrum. Hier wird mit minimalster Leistung begonnen und nach Bedarf die Funkleistung stufenweise erhöht. Dazu kommt die Eigenschaft, dass die beiden Standards gegenüber GSM von Haus aus strahlungsärmer funken.

LTE erreicht den Massenmarkt

Nach der Öffnung des E-Plus LTE-Netzes im Jahr 2014 für alle Kunden, scheint der Standard jetzt mehr und mehr im Massenmarkt anzukommen. Insbesondere die Aufhebung der Geschwindigkeitsbegrenzung im 4G-Netz von Vodafone in den letzten Tagen verstärken den Eindruck, dass die letzten Schranken bald fallen werden (Stichwort congstar) und der LTE bei der Mehrzahl deutscher Mobilfunkkunden Einzug halten wird.

Laut Wissenschaft sind Mobilfunkzellen gesundheitlich unbedenklich

Empirische Forschungen der letzten Jahre kommen zu dem Fazit, dass von Mobilfunkstrahlung keine gesundheitlich bedenkliche Strahlung ausgeht. Diese Ergebnisse sind allerdings mit Vorsicht zu betrachten, da einige Fragestellungen wie z.B. die Wirkung auf Kinder nicht beantwortet sind. Dies hat etwas mit dem jungen Alter der Technologie zu tun, weswegen detaillierte Langzeitstudien noch nicht möglich waren. Um Antworten auf diese Dauerfrage zu bekommen, werden laut BfS weiterhin Forschungsprojekte auf diesem Gebiet gefördert. Trotz der Tendenz zu diesem eher ungefährlichen Ergebnis wird seitens des Bundesamts geraten, Vorsorge walten zu lassen.

Niedrige SAR-Werte als Kaufkriterium

In der Veröffentlichung werden ca. 46 Prozent aller Smartphones als „strahlungsarm“ bezeichnet. Praktischerweise sind die Strahlungswerte aller auf dem deutschen Markt erhältlichen Handys über die Internetseite des Bundesamts einsehbar, sodass zusätzlich beim Kauf die alltägliche Belastung durch Auswahl eines strahlungsarmen Telefons reduziert werden kann. Zudem findet sich der Wert heute bereits immer öfters auch in den Eckdaten-Tabellen der Internetshops.

Extra Schutz durch ein paar Verhaltensweisen im Umgang mit dem Smartphone

Mit Hilfe von zusätzlichen Umgangsweisen mit dem Telefon im Alltag sind weitere Schutzmaßnahmen möglich. Eine davon ist das Telefonieren mit einem kabelgebundenen Headset, welches auf Dauer nicht nur komfortabler beim Tragen ist, sondern auch das Smartphone weiter entfernt vom Körper hält. Beim Telefonieren und Kauf des Smartphones sollte auf die Möglichkeit des LTE-Empfangs geachtet werden. Ebenso spielt die LTE-Versorgung am eigenen Standort eine Rolle. Das Smartphone sollte dazu zu VoLTE fähig sein, damit auch der Rufaufbau über den strahlungssparsameren 4G-Standard erfolgen kann. Ansonsten ist der 3G-Standard eine –wenn auch Energie intensivere- Alternative.

 

Wer sich Zuhause aufhält, sollte den Datenverkehr über das heimische W-LAN Netz laufen lassen. Hier werden nicht nur die Mobilfunk-Strahlungen in der eigenen Umgebung gesenkt, sondern auch Datenvolumen und Akku geschont. Zusätzlich empfiehlt sich aus selbigen Gründen das Deaktivieren der automatischen Synchronisierung der Email- und Kalenderfunktionen auf dem Smartphone. In seinen Broschüren rät das Bundesamt für Strahlenschutz weiterhin den Medienkonsum der eigenen Kinder zu limitieren.

Stand der Wissenschaft und Ratgeber

Sie interessieren sich für das Thema Elektrosensibilität und den Gefahren von Mobilfunk? Wir haben in einem großen Ratgeber den Stand der Wissenschaft zusammengefasst und geben einen tiefen Einblick in den Stand der Dinge.

 

Hier gehts zum Ratgeber: LTE & Mobilfunk gefährlich?
LTE Smartphones schon für kleines Geld erhältlich

Durch Aktionen der Anbieter und die Öffnung der LTE-Netze sind Tarife, welche das Funken im strahlungsarmen Standard ermöglichen, heute bereits zu günstigen Preisen erhältlich. Einen Beitrag dazu leisteten jüngst die Tarifaktionen der Marken 1&1 und Smartmobil. Neben dem Tarif ist aber auch ein kompatibles Endgerät (z.B. Smartphone) notwendig. Mini-Router oder Sticks sind schon für weniger als 100 € erhältlich. LTE-Smartphones und Tables mit LTE werden von den Anbietern im Rahmen von Tarifpaketen zudem oft stark subventioniert angeboten.

 

Quelle: BfS

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