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Jul 20 2020

 von: M_Schwarten

Dass Telefónica Deutschland trotz Nachfrist die Versorgungsauflagen der Bundesnetzagentur nicht erfüllt hat, ist hinlänglich bekannt. Nach einer weiteren Fristverlängerung scheinen die Vorgaben nun wohl erfüllt zu werden. Der Konzern gibt Fehler beim eigenen Netzausbau zu.

Konzern will Zwangsgeld verhindern

In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung hat Telefónica Deutschland-Chef Markus Haas Fehler beim Ausbau des eigenen LTE-Netzes zugegeben. „In der Vergangenheit haben wir immer erst dann investiert, wenn auch Nachfrage bei den Kunden bestand“, sagte Haas. Mittlerweile soll der Konzern seine Strategie geändert haben, wie Haas ergänzt: „Heute schließen wir viel früher auf.“
 
Anscheinend musste die Netzagentur erst mit ernsthaften Konsequenzen drohen, damit der Konzern seinen Verpflichtungen nachkommt. Dem Unternehmen drohte man zuletzt mit einem Zwangsgeld in Höhe von 600.000 Euro, sollte das gesetzte Ziel beim LTE-Ausbau nicht bis Ende Juli endlich erreicht sein. Diese Strafe will Haas mit aller Macht verhindern. „Wir sind sehr, sehr zuversichtlich, dass wir in Kürze Vollzug melden können, den ersten Teil der für das gesamte Jahr erforderlichen 7.600 LTE-Stationen errichtet zu haben und so eine Strafzahlung vermeiden.“ Schuld an den Verzögerungen solle der Corona-Lockdown sein. „Aber jetzt holen wir auf und liegen wieder im Plan“, sagte Haas der Zeitung.

Weitere Investitionen geplant

Die Bundesnetzagentur hatte 2015 bei der Zuteilung von Frequenzen Auflagen daran geknüpft, dass bis Ende 2019 98 Prozent der Haushalte bundesweit und 97 Prozent der Haushalte je Bundesland mit einer Mindestdatenrate von 50 MBit/s pro Antennensektor versorgt werden müssen. Zudem sollten die Hauptverkehrswege vollständig versorgt. Alle drei Netzanbieter konnten diese Vorgaben nicht erfüllen, wobei Telefónica am deutlichsten scheiterte.
 
Daraufhin gewährte die Behörde Fristverlängerungen, die aber ebenfalls nicht von Telefónica Deutschland eingehalten wurden. Der Konzern ist aber bemüht und investiert fleißig. Zwischen 2019 und 2022 sollen laut Angaben des Unternehmens ca. 4 Milliarden Euro in das Netz von O2 investiert werden. Diese sollen nicht nur zum flächenmäßigen Ausbau und der Verbesserung des LTE-Netzes dienen, sondern auch für den 5G-Ausbau.

Quelle: Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung / Telefónica Deutschland

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