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Jun 17 2011

 von: Redaktion LTE-Anbieter.info

Das Gedankenspiel ist nicht neu, doch Vodafone-Chef Joussen gibt der kontroversen These neue Nahrung. Es geht um nichts weniger, als um die Zukunft einer Jahrzehnte alten Technik – dem Festnetz.

“Festnetz“ – was ist das eigentlich

Das Festnetz ist mehr als nur der gute, alte T-Netanschluss der Deutschen Telekom. Auch wenn er praktisch als eine Art Synonym dafür herhält. Ohne das Festnetz, wären DSL oder das modernere VDSL beispielsweise nie möglich gewesen. Im Prinzip ist es ein Verbund von, zumeist aus Kupferkabel bestehenden Leitungen, die ursprünglich einzig dem Zweck der analogen Telefonie dienen sollten. Wikipedia definiert das Festnetz übrigens als „… Gesamtheit aller öffentlichen, leitungsgebundenen Telefonnetze …“

LTE als Ersatz?!

Am gestrigen Donnerstag äußerte Vodafonechef Joussen gegenüber dapd in Düsseldorf die These, dass LTE künftig „… ein vollwertiger Ersatz für stationäre Lösungen …“ sein könne. Doch was bedeutet das in der Konsequenz? Der Trend geht seit Jahren hin zur Mobilität. Wer zuhause einen schnellen DSL-Zugang (oder ähnlich) hat, will immer öfters auch unterwegs oder im Urlaub diesen Komfort nicht mehr missen. Voraussetzung dafür wären günstige und besonders schnelle Alternativen via Funk. Rein technisch bietet LTE erstmals einen solchen Ersatz. In den ersten Städten, wie Köln, soll mobiles Internet per LTE in den nächsten Monaten schon mit bis zu 100 MBit möglich sein. Und was ist mit dem Telefon? Die wenigsten Verbraucher haben heute noch einen „echten“ Festnetzanschluss. Meist wird die Telefonie in DSL-Paketen als Flatrate-Tarif angeboten. Abgewickelt wird das technisch in der Regel über Internettelefonie (VOIP), ohne dass der Kunde davon etwas merkt. Zudem werden mobile Festnetzflatrates immer günstiger. Base etwa bietet einen mobiles Festnetzflat-Tarif für 10 € im Monat. Ohne weitere Nebenkosten. Im Vergleich: Alleine für den Festnetz-Grundanschluss, berechnet die Deutsche Telekom um die 17 € im Monat, ohne eine Gesprächsminute inklusive.

Was spricht dagegen?

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Um eines klar zu stellen. Joussen sprach in dem Zusammenhang davon, dass LTE „mittelfristig“ die Rolle der präferierten Technik im Privatsegment werden wird. Mittelfristig ist allerdings Definitionssache. Als realistisch würden wir 5-10 Jahre für diese Entwicklung ansetzen. Dafür müssten allerdings etliche Voraussetzungen erfüllt werden. Zum einen befindet sich der Ausbau der LTE-Netze noch ganz am Anfang. Probleme und Ausfälle, wie User in unserem Forum oft berichten, sind noch an der Tagesordnung. Ein weiterer Kontra-Faktor ist die oft gerügte Drosselung der Geschwindigkeit ab einem bestimmten Volumenverbrauch. Soll LTE langfristig eine adäquate DSL-Alternative werden, müssen die LTE-Provider darauf verzichten oder die Grenzen deutlich nach oben anpassen. 100 GB wären z.B. ein Wert, mit dem jeder Standarduser gut leben könnte.

Konkurrenz der Systeme

Ein weiteres gutes Stichwort brachte Joussen ins Spiel. Die Rede war von einem „Wettbewerb der Systeme“. Gemeint sind wohl Techniken, wie DSL, VDSL, Kabelinternet, Festnetz und mobiles Internet. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob es eine Verschiebung der Verbraucherpräferenz hin zu einer bestimmten Übertragungstechnik geben wird oder nicht. Rein vom Gefühl her, denken wir, dass sich zumindest der Trend in Richtung Mobilität verstärken wird. Das wäre ein weiterer Punktsieg für LTE.

Wissenswertes zum Thema:

» LTE vs. stationärem Breitbandanschluss
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» LTE-Hardware einzeln vorgestellt
» Mobiles LTE – unterwegs schneller surfen

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