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Apr 14 2015

 von: A. R.

Aktuell fällt im Mobilfunkbereich häufig der Begriff „National Roaming“. Dies ist eine große Innovation, aber zugleich auch eine Notwendigkeit, welche das Telekommunikationsunternehmen Telefónica gestartet hat. Doch was verbirgt sich genau hinter National Roaming (NR) und was muss man als Verbraucher beachten? Das erläutern wir in diesem Informationsleitfaden.

Was ist National Roaming?

Anfang Oktober berichteten wir davon, dass Telefónica, in Deutschland bekannt unter der Marke O2, die Übernahme des konkurrierenden Netzbetreibers E-Plus abgeschlossen hatte. Daraus resultierte zwar der hierzulande größte Mobilfunkanbieter, doch der Zusammenschluss der Netze stellte eine große Herausforderung dar. Deshalb führte Telefónica das Projekt „National Roaming“ Anfang April ein. Unter diesem Begriff versteht man also die Verbindung der Netze von O2 und E-Plus. Praktisch eine für den Kunden fast unsichtbare Fusion beider Netzstrukturen.

Was bringt National Roaming für den Endkunden?

Die Netze beider Anbieter haben für sich nicht die optimalste Flächenabdeckung innerhalb Deutschlands zu bieten. Das zeigen letztes Jahr wieder mehrere Netztests. Durch den Zusammenschluss der O2- und E-Plus-Infrastruktur möchte Telefónica durch die erworbenen Kapazitäten für eine bessere Netzabdeckung sorgen. Somit wird stets der bestmögliche Empfang für Kunden der beiden Anbieter ermöglicht. National Roaming wird derzeit ausschließlich über UMTS realisiert – LTE ist also (noch) außen vor. Falls man beispielsweise O2-Kunde ist und der Empfang nicht ausreicht, jedoch beim E-Plus-Netz ein gutes Signal besteht, wird gewechselt. Dies kann selbstredend auch in umgekehrter Form erfolgen. Die Folge ist zum einen eine bessere Netzversorgen innerhalb von Gebäuden, auf der anderen Seite profitieren aber auch Nutzer, die sich in ländlichen Regionen befinden. Wer zuvor oft das mobile Internet nur via EDGE oder GPRS empfangen konnte, der wird sich freuen, nun durch das Partner-UMTS in ein besseres Netz wechseln zu können.

 

Vorteile von National Roaming

Infografik zum National Roaming von O2 / Eplus | Quelle: O2

Was kostet National Roaming?

Da durch die Fusion von O2 und E-Plus die Grenze zwischen beiden Marken verschwunden ist, profitiert man als Kunde nun von zwei Netzwerken. Es ist egal ob man nun einen Vertrag hat oder Prepaid nutzt, National Roaming kostet in beiden Fällen nichts und ist fester Bestandteil der Zusammenschaltung beider Betreiber. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob man direkt bei O2 oder E-Plus Kunde ist, oder eine der Untermarken wie BASE und Blau.de nutzt.

Wie profitiere ich von National Roaming?

Der Wechsel zum jeweils anderen Anbieter innerhalb des UMTS-Netzes erfolgt automatisch. Ein manueller Eingriff oder eine Konfiguration von Seiten des Kunden bedarf es nicht. Lediglich ein einmaliger Neustart des Smartphones muss durchgeführt werden, damit die neuen Netzeinstellungen übernommen werden. Eine Aktivierung einer Datenroaming-Option, wie man sie vom Surfen im Ausland her kennt, ist ebenfalls nicht nötig, da diese Netzzusammenführung innerhalb Deutschlands stattfindet. Der erfolgreiche Einsatz des National Roamings wird zudem sichtbar, wenn man als O2-Kunde ein „+“ neben dem Betreiberlogo entdeckt. So wird angezeigt, dass man derzeitig im E-Plus-Netz unterwegs ist. Umgekehrt können Kunden von E-Plus allerdings noch nicht sehen, wenn in das O2-Netz gewechselt wird. Doch auch hier wird ein Pluszeichen neben dem Logo dargestellt, sofern National Roaming genutzt werden kann.

Wo ist National Roaming verfügbar?

Der Startschuss zu der Fusion der O2- und E-Plus-UMTS-Infrastruktur fiel Anfang April. Bis Ende Mai soll der Service bundesweit verfügbar sein, aktuell kann man schon in vielen Bundesländern davon Gebrauch machen. Kunden aus Südbayern, Osthessen und Niedersachsen berichten bereits von ersten Nutzungsmöglichkeiten. Telefónica bewirbt aktiv mit dem Slogan „Zwei Netze sind besser als eins“ das gestartete National Roaming. Laut eigenen Angaben würde man im UMTS-Netz den Kunden anstatt 76 Prozent nun 88 Prozent Flächenabdeckung Draußen bieten können. In Innenräumen sei sogar ein Zuwachs von 56 Prozent auf 71 Prozent ermöglicht worden.

Vorerst kein National Roaming für LTE geplant

Der Informationsseite von Telefónica kann man entnehmen, dass es derzeit weder für GSM noch für LTE Pläne für National Roaming gibt. Dies wird bei ersterem simpel damit begründet, dass die GSM-Netze so weit ausgebaut wären, dass es keinen positiven Effekt bringen würde. UMTS sei am wichtigsten, weil damit die größten Datenmengen übermittelt werden würden. Der LTE-Ausbau wird bis 2018 beschleunigt vorangetrieben. Mit der Aussage „LTE ist aktuell nicht Teil des National Roamings“ hält sich Telefónica aber ein Hintertürchen offen. Praktisch: O2 bietet einen Dienst auf der Webseite an, mit dem man die Netzabdeckung vor Ort überprüfen kann.

Update:

O2 hat Ende April 2016 erstmals auch das innerländische LTE-Roaming in den beiden Netzen gestartet. Mehr dazu hier.

 

Mehr Informationen zum National Roaming gibt es auch auf der offiziellen Informationsseite.
» hier gehts zur Homepage von O2

 


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