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Nov 17 2014

 von: Redaktion LTE-Anbieter.info

Endlich ist es soweit – die Telekom hat heute als erster deutscher Anbieter die nächste Generation des schnellen LTE-Standards gezündet. Ab sofort surfen Mobilfunkkunden bei „Magenta“ unterwegs teils schneller als mit einem Glasfaser-Anschluss – und das schon 5 € extra im Monat.

LTE nun schneller als Glasfaser-Internet
LTE-Advanced von der Telekom

Für Highspeed-Fans brechen nun neue Zeiten an. Denn ab sofort bietet die Telekom das bundesweit schnellste LTE-Netz. Bis zu 300 MBit/s können, bei Verfügbarkeit und passender Hardware, erzielt werden. Zum Vergleich: Der schnellste Glasfaser-Tarif für Zuhause im Angebot der Telekom bietet „nur“ 200 MBit. Und auch bei Vodafone liegt im stationären Bereich dort aktuell die Grenze.

 

Eigentlich sollte der neue Datenturbo schon viel früher starten. Bereits im Vorfeld der IFA 2014 verdichteten sich die Hinweise, dass der Start pünktlich zum Messebeginn Anfangs September erfolgt. Auch einige Details zu den geplanten Tarifen waren schon im Vorfeld durchgesickert. Doch aus nicht genau bekannten Gründen, wurde der Release verschoben. Offensichtlich zog die Konzernführung im letzten Moment die Notbremse, da es schlichtweg noch zu wenig Endgeräte gab, die LTE-Advanced (CAT6) überhaupt unterstützen.

 

Noch im selben Monat waren im T-Mobile-Shop dann die ersten beiden CAT6-Router erhältlich. Namentlich handelt es sich dabei um die Speedbox III und die Speedbox II mini. Beide beherrschen erstmals die enormen Datenraten von bis zu 300 MBit je Sekunde – 6 Mal so schnell, wie ein VDSL-Anschluss, der auf Anschlag läuft!

 

Speedbox Mini 2

Speedbox II mini – portabler Mini-Router mit CAT6 LTE

 

Zudem gibt es seit September nun endlich auch die ersten kompatiblen Smartphones, wie zum Beispiel das Galaxy Alpha oder das Huawei Ascend Mate 7. Welche Modelle schon noch die nötigen Voraussetzungen mitbringen, also CAT6 unterstützen, erfahren Sie hier.

“LTE Max“: 300 MBit via LTE-Advanced für nur 5 €

Der Highspeed-Turbo kostet dabei weit weniger als man vermuten möchte. Der günstigste Weg führt über die Speedoption „LTE Max“. Gegen einen Aufpreis von nur 5 € monatlich, erhält jeder Magenta Mobil Tarif ein Upgrade auf LTE-Advanced. Von vornherein inklusive ist der Speed-Boost in diversen Premium-Tarifen, z.B. im Paket „Magenta L Plus“, Complete Premium, Data Comfort L, sowie Mobile Data L und XL. 9.95 € hingegen werden für LTE-A bei den Daten-Paketen „Data Comfort S oder M“ verlangt.

Verfügbarkeit

Zunächst efolgt der Rollout in ein Dutzend Städten. Bis die Abdeckung ähnlich ist, wie bei LTE CAT4, dürfte es noch einige Monate oder Jahre dauern. Verfügbar ist LTE-Advanced von der Telekom ab sofort jedenfalls in:

 

Berlin, Potsdam, Bonn, Dortmund, Raum Essen, Chemnitz, Rostock, Magdeburg, Düsseldorf, Köln, Stuttgart, Leipzig, Arnstadt, Dresden, Mannheim, und Duisburg.

 

Aus technischen Gründen kann die volle Datenrate per LTE-Advanced zudem nur in den Regionen angeboten werden, wo Mobilfunk-Masten der Telekom mit 1800 und 2600 MHz funken. Denn zentrales Prinzip der Technik ist die Aggregation von mehreren Übertragungsbändern auf verschiedenen Frequenzbareichen zu einem (Carrier Aggregation). Statt 20 MHz einzeln, kann die Telekom so ein 40 MHz umfassendes Datenband für den Downstream schaffen. Auf diese Weise lassen sich (neben anderen Verbesserungen) die extrem hohen Übertragungsraten mit LTE-Advanced erst erzielen.

Lohnt der Einsatz für mich?

Selbst wenn die Verfügbarkeit bei Ihnen gegeben ist, stellt sich die Frage nach dem Mehrwert solch hoher Datenraten und ob diese in der Praxis überhaupt oft genug erzielt werden können. Schließlich lassen sich die vollen Speed-Werte auch in Tarifen 100 oder 150 MBit nur in den seltensten Fällen erzielen. Nur beim browsen im Internet selbst, wir man wohl kaum große Unterschiede feststellen können. Wenn dann durch die tendenziell bessere Pingzeiten. Nur wer mobil regelmäßig Downloads bzw. Uploads durchführt – etwa durch intensive Nutzung von Musikbörsen oder Cloud-Diensten, wird überproportional profitieren. Dies setzt allerdings voraus, dass der Tarif auch genug Datenvolumen vorsieht. 300 MBit mit nur 500 MB pro Monat machen nur wenig Sinn. Intensivnutzer sollten also wenigstens zu MagentaMobil M oder L greifen, wenn LTE-Advanced ein Thema ist…

Fazit

Ob die schwindelerregenden Übertragungsraten sich in der Praxis im Durchschnitt oft genug erzielen lassen, wird nur ein Erfolgsfaktor für die neue Technik. Die Frage ist vielmehr auch, ob genug Kunden dem einen Mehrwert abgewinnen können und bereits sind 5€ monatlich extra zu zahlen. Fakt ist: Die meisten wünschen sich eher mehr Volumen bzw. bezahlbare Volumenkontingente als immer neue Highspeed-Rekorde.

Wissenswertes zum Thema:

» hier gehts zur Telekom
» aktueller Stand zur LTE-Advanced Verfügbarkeit
» LTE Advanced kostenlos testen


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