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Mrz 23 2017

 von: A. R.

Die CeBIT 2017 konnte mit einigen Innovationen und vielversprechenden Plänen der drei deutschen Netzbetreibern begeistern. Die Telekom gibt Ausblick auf die Zukunft von 5G und IoT, Vodafone schickt das LTE auf den Mond. Telefónica macht hingegen Hoffnungen auf flächendeckende LTE-Versorgung des eigenen Netzes. Zudem gab es spannende Demonstrationen von den Firmen Huawei und Shenzhen MTN.

Die Deutsche Telekom auf der CeBIT 2017

5G ist in aller Munde, was selbstredend auch für die in Hannover tagende Technikmesse gilt. Die Telekom demonstrierte an ihrem Stand zwei Robotersysteme, die miteinander über den fünften Mobilfunkstandard kommunizieren. Die Robotik soll vor allem von der niedrigen Latenz von 5G profitieren. Für das Internet der Dinge sieht der Bonner Netzbetreiber die Zukunft im Schmalband. Neue Sensoren mit niedrigen Frequenzen müssen nicht mehr verkabelt werden, da dieser Funk sehr stromsparend sei. Die Reichweite überzeugt ebenfalls. Man könne bis zu fünf Etagen eines Parkhauses abdecken. Dazu passend soll es Parkplätze in Hamburg geben, die untereinander vernetzt sind und von unterwegs aus gebucht werden können. Weitere Städte wie Dortmund, Moers und Saarbrücken sollen folgen. Das Narrowband-Netz der Telekom wird noch in diesem Jahr zur Verfügung gestellt. Es nutzt den LTE-Datenfunk und künftig auch 5G.

Vodafone schießt das LTE auf den Mond

Unsere Erde mit dem 4G-Standard auszustatten ist dem Düsseldorfer Konzern nicht genug, nun soll der Mond folgen. Was wie ein Aprilscherz klingt ist tatsächlich ernst gemeint. Zusammen mit dem Berliner Start-up-Unternehmen „Part-Time Scientists“, wird mit einem LTE-Netz auf dem Erdtrabanten die Grundlage für eine zukünftige Expedition entstehen. Im Jahr 2018 soll eine Rakete ins All geschossen werden, die das Ziel hat, den ersten LTE-Sender auf dem Mond zu installieren. Während eben beschriebene Mission der Erforschung eines neuen Planeten gilt, wird „LTE-V2X“ wiederum unseren eigenen Planeten sicherer machen. Vodafone, Audi und Huawei wollen mit dem 4G-Funk Autos kommunizieren lassen und den Benzinverbrauch senken. Durch LTE-V2X sollen laut Vodafone ein fließender Verkehr entstehen und Staus vermieden werden. Eine Treibstoffersparnis von 15 Prozent sei mit dieser Methode möglich. Des Weiteren peilt Vodafone beim regulären LTE-Datenfunk eine flächendeckende Verfügbarkeit in Deutschland an. Einen Termin dafür gibt es allerdings noch nicht. Immerhin gibt es bald aber schon 500 Mbit/s vom roten Netzbetreiber.

 


Bilder: Vodafone

Telefónica hält an 3G fest

Selbstredend war auch Telefónica auf der CeBIT 2017 zugegen. Wenig überraschend war das Statement, dass das Unternehmen nicht plane, GSM oder UMTS abzuschalten. Mit o2 Free und der 1 MBit-Drossel, hat die Marke o2 einen Bestseller im Portfolio, der ohne 3G nicht denkbar wäre. Die Datenengpässe beim mobilen Internet an Brennpunkten sind Telefónica bewusst, noch für 2017 wird Besserung versprochen. Im Rahmen der Konsolidierung der o2- und E-Plus-Netze werde an dieser Problematik gearbeitet. Das Internet der Dinge ist für den Münchner Konzern ebenfalls ein Thema. So wolle man Narrowband IoT über die 800-Megahertz-Frequenz im LTE-Datenfunk ermöglichen. Ein Austausch von Hardware sei für den Betrieb nicht notwendig, die Umstellung könne über ein simples Software-Update erfolgen.

Neue LTE-Endgeräte von Huawei und Shenzhen MTN

Die CeBIT steht mittlerweile eher im Fokus von Businessanwendungen, dennoch wurden vielversprechende Endgeräte für den Privatgebrauch vorgestellt. Huawei hatte sein neues Smartphone P10 Lite im Gepäck. Im Gegensatz zu den großen Brüdern P10 und P10 Plus, schafft das LTE-Modem des P10 Lite anstatt LTE Cat. 12 nur LTE Cat. 6. Es sind also Bandbreiten von bis zu 300 Mbit/s im Download und maximal 50 Mbit/s im Upload möglich. Auf die Dual-Kamera der teureren Modelle müssen die Käufer auch verzichten. Dafür gibt es aber ein potentes SoC (Kirin 658) und 4 GB RAM. Der chinesische Hersteller Shenzhen MTN Electronic führte seinen LTE 4G Portable Wirless Router vor. Bei diesem Produkt ist der Name Programm, denn es handelt sich um einen tragbaren LTE-Router mit sehr kompakten Maßen. Er funkt im TDD und FDD und stellt bis zu 10 Nutzern gleichzeitig den 4G-Datenfunk zur Verfügung.


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