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Mrz 07 2018

 von: Redaktion LTE-Anbieter.info

Gestern überraschte die Telekom mit einer neuen, unlimitierten LTE-Allnetflat für deutlich unter 100 Euro monatlich. Gerade für Verbraucher im ländlichen Raum, stellt LTE bislang die einzige Möglichkeit auf schnelles Internet dar. Daher stellt sich sicher die Frage, ob der neue Magenta Mobil XL Tarif nicht auch als stationärer DSL-Ersatz im LTE-Router taugt?

 

Magenta Mobil XL

Es ist nicht das erste Tarifangebot der Deutschen Telekom, welches mit unbegrenztem LTE-Datenvolumen lockt. Bereits im September 2016 stellte der Provider ein entsprechendes Paket vor. Der Knackpunkt war allerdings der immense Preis von 200 € monatlich. Mit dem neuen MagentaMobil XL Paket für knapp 80 €, müssen sich Smartphone-Kunden nun erstmals auch hierzulande keine Gedanken mehr um den Datenverbrauch machen. Und zwar ohne, dass man pro Jahr einen gebrauchten Kleinwagen einplanen muss. Dabei liegt es nahe, sich die SIM einfach in einen LTE-Router zu packen, falls vor Ort kein schnelles DSL oder VDSL angeboten wird. Schließlich ist LTE mittlerweile in den meisten Regionen sehr gut ausgebaut…

Unlimited Tarif als DSL-Ersatz nutzen?

Rein technisch zumindest wäre dies gar kein Problem! Man benötigt dafür nur einen hochwertigen LTE-Router, wie die FritzBox 6890 oder den neuen Nighthawk M1 und es kann losgehen. Doch dies will die Telekom offenbar ganz gezielt verhindern, da der Tarif rein für die mobile Nutzung (am Smartphone) konzipiert sei. Offensichtlich wolle man daher künftig gezielt prüfen, ob die Datenübertragung regelmäßig nur an bestimmten (festen) Orten erfolge. Dann könne es sein, dass entsprechende Alternativangebote unterbreitet werden, wie etwa ein stationärer Internetzugang. Was geschieht, falls dies nicht möglich ist, ist nicht bekannt. Als letzte Konsequenz würde man Kunden, welche offensichtlich eine stationäre Nutzung betreiben, gegebenenfalls kündigen.

 

Nachdem wir zunächst in den neuen AGB (Leistungsbeschreibungen) vom 6.3. keinen Passus gefunden hatten, wanden wir uns noch an die Pressestelle der Telekom.

Update und Statement der Pressestelle

Tatsächlich gibt es in den Mobilfunk-AGB unter 1.1. einen Passus, der die Nutzung in LTE-Routern ausschließt. Ganz konkret handelt es sich um folgenden Satz: „Soweit nicht ausdrücklich vereinbart, ist in Tarifen mit pauschal abgegoltenen Datenvolumen ohne Bandbreitenbeschränkung die Nutzung der SIM-Karte / des eSIM-Profils in Routern nicht zulässig.“

 

Auch Pressesprecher Dirk Mende von der Telekom stellte uns gegenüber noch einmal klar: „Der Tarif MagentaMobil XL ist kein Ersatz für einen Highspeed Internetzugang, die Nutzung der SIM-Karte in Routern ist nicht zulässig und AGB-rechtlich ausgeschlossen.“

 

Das Angebot richtet sich an alle, „die wenig zuhause und viel unterwegs sind und rund um die Uhr sehr datenintensive Anwendungen nutzen möchten, demnach einen hohen Datenverbrauch haben und sich keine Gedanken um ihr Inklusiv-Datenvolumen machen möchten.“, so Herr Mende weiter.

 

Vor diesem Hintergrund wäre eine einseitige Vertragskündigung also durchaus möglich, sofern der Kunde auf eine etwaige Nutzung außerhalb der AGB-Regelungen nicht reagiert.

Alternativen

Wer den „Rausschmiss“ nicht riskieren will, findet als Betroffener in breitbandschwachen Regionen mit den Hybrid-Tarifen mitunter eine sinnvolle Lösung, wo LTE mit DSL kombiniert wird. Auch hier gibt es keine Drosselung und das sogar zu günstigeren Preisen.

Wissenswertes zum Thema:

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Bild Familie: © WavebreakMediaMicro – Fotolia.com

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13 Kommentare zu “Telekom Magenta Mobil XL: Unlimited Allnetflat als DSL-Ersatz?”

  1. Andreas sagt:

    Ich verkaufe dir ein Auto, aber du darfst damit nicht nur auf der A8 fahren, auch wenn du in München wohnst und in Augsburg arbeitest – völliger Nonsens, der zur vorsätzlichen AGB-Umgehung/-Verletzung einläd, ja regelrecht dazu animiert! Insbesondere diejenigen, die in den immer noch schlecht angebundenen Flecken leben (nix Glasfaser sondern „DSL1000“) und dennoch am Puls der Zeit leben und Internet nutzen möchten, werde sich um die AGBs nicht scheren. Lange verkauften sie uns „bis zu“ XX Megabyte – nun nutzt man eben den Tarif / die SIM-Karte „überwiegend“ an einem Fleck ;-)

  2. Redaktion LTE-Anbieter.info sagt:

    Eigentlich doch, denn gerade aus denen haben wir oben nur zitiert…

  3. Marc Bißmeier sagt:

    Alles was nicht in den AGBs drinne steht braucht man nicht zu beachten dh ich lese nirgendwo in den AGBs dass eine stationierte Nutzung nur zuhause nicht zulässig ist. Es zählt erst dann als stationär wenn ich die Karte im Router packe, wenn die Karte nicht im Router ist sowie bei mir sondern nur im Handy und ich das Handy nur zuhause rumliegen habe und ich es nur daheim nutze das zählt NICHT als stationär. Zumal hat der Telekom das garnicht zu interessieren wo ich mich aufhalte denn 1. Datenschutz 2. zu verlangen sich hin und her zu bewegen wäre auch eindringen seitens der Telekom in die Privatsphäre eines kunden. 3. Sagte mir bei der Vertragsabschließung keiner was davon dass man viel unterwegs sein muss und da es auch nicht in den AGBs drinne steht wird nix passieren und dürfen die einen auch nicht so einfach kündigen. Denn schließlich habe ich für die AGBs unterschrieben und eben nicht für irgendwelches Gerede der Telekom und wie gesagt in den AGBs steht nix drinne.

  4. Jens Hillemann sagt:

    Alles Richtig und alles Falsch, klar kann man Hotspot am Smartphone nutzen aber die Mittelalter-Telekom überprüft doch welchen Inhalt Ihr nutzt und da wir alle wissen das die Telekom ein Sch.. auf die Netzneutralität gibt, bevorzugen sie wieder nur ihre eigenen Dienste und sobald du irgendwas anderes nutzt kommen die mit ner Kündigung äußerst kindisch und bei weitem nicht mehr Zeitgemäß siehe andere Europäische Länder, aber das ist nun mal die Telekom und andere Anbieter sind auch nicht besser. Einzige Möglichkeit sich den Anbieter mit dem geringsten Übel zu suchen oder auswandern. Liebe Telekom und Rest… [*Beleidigung*]!!! Achtung im Kleingedruckten steht, das ich die Telekom nicht besonders mag.

  5. S1 sagt:

    iPhone => Hotspot aktivieren => W-LAN für den Mac freigeben => Fertig! Wofür wollt ihr einen SIM-Karten-Router kaufen? :-/

  6. lte-anbieter.info sagt:

    Ja das ist richtig. Für die empfehlen wir dann einen der anderen Optionen. Also z.B. GigaCube oder congstar homespot. Siehe auch https://www.lte-anbieter.info/daheim/lte-zuhause.php

  7. Taha sagt:

    Und was ist mit Kunden, die gar kein DSL haben? Die bekommen nämlich auch kein Hybrid-Anschluss.

  8. lte-anbieter.info sagt:

    Aber besser erstemal überhaupt ein Alternative, als garnix oder?

  9. Tom sagt:

    LOL, eine DSL Alternative sollte dann auch nicht mehr kosten als DSL insbesondere wenn man noch nicht einmal vernünftiges DSL zu Hause hat, bzw. bekommt !!!!!!!!

  10. lte-anbieter.info sagt:

    Ja natürlich haben Sie Recht. Es ist bei weitem noch keine 100 Prozent-Ausbau erfolgt und wenn dann teils mit sehr geringer Datenrate. Es kommt darauf an. Ich stande die Woche mitten im Wald in der Nähe der Wartburg, gut 2 km Luftlinie zur Stadt und konnte über 60 MBit messen. Mancherorts sind kaum 5 MBit drin. Derartige Unterschiede wird es wohl noch eine Weile geben, selbst mit 5G …

  11. Ralf sagt:

    Schön zu lesen aber leider nicht die Wirklichkeit:
    Im Artikel steht Folgendes im 1. Absatz: „Schließlich ist LTE mittlerweile in den meisten Regionen sehr gut ausgebaut…“
    Die Betonung liegt hier wohl eher auf „die meisten Regionen“ und genau hier hinken wir Deutschen in der Digitalisierung hinterher. Ich z.B. müsste mit meinem Handy oder Router 300 m aufs Feld hinaus, um an das entsprechende LTE-Signal zu kommen. Und Hybrid wird nur für „ausgewählte Firmenkunden“ angeboten die auch die Technik hierfür bezahlen. In meinem Landkreis ist man inzwischen dabei, die Brieftauben an den Ringen mit USB-Sticks zu versorgen. Diese nehmen dann die Daten für Emails auf und man kann sie dann gesammelt z.B. nach Berlin senden. Sollte es mal einen Netz-Flash geben sind wir auf dem Lande jedenfalls klar im Vorteil. Aber wer kann schon im Moment darüber lachen.

  12. lte-anbieter.info sagt:

    Ja das ist richtig, bzw. kann regional natürlich vorkommen. Die Priorisierung liegt ja eher auf den Mobiltarifen. Allerdings ist es eben auch eine praktikable „legale“ Alternative. Legal jetzt nicht im juristischen Sinn…

  13. Antennenfreak.de sagt:

    Nan sollte nicht vergessen, dass man als Hybridnutzer LTE-Kunde zweiter Klasse sprich Resteverwerter ist von Bandbreite, die von den anderen Tarifen nicht genutzt wird. Insofern ist Hybrid keine echte Alternative zu dem XL Tarif.

Kategorie: Allgemein |
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