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Mrz 23 2020

 von: Redaktion LTE-Anbieter.info

Die Telekom-Tochter congstar bietet schon seit einigen Jahren via LTE schnelle Heimtarife. Also praktisch eine Art „DSL per Funk“. Im Sommer 2019 startete nun auch O2 ein attraktives Konkurrenzangebot mit den my Data Spot Tarifen. Doch welcher Tarif ist besser? Welche Vorteile und Nachteile gibt es jeweils und für wen eignen sich diese Lösungen. Dies uns mehr zeigt unser Ratgeber.

congstar Homespot gegen O2 my Data im Vergleich

Das Konzept

Daheim mit mindestens 50 MBit surfen – auch ohne Festnetzbreitbandausbau vor Ort? Genau in diese Lösung versprechen stationäre LTE-Tarife. Statt per Kabel erfolgt die Internetanbindung also via Funk. Einfach SIM-Karte einlegen, Router aufstellen und los geht’s! Sowohl congstar als auch O2 haben mittlerweile derartige Tarife im Angebot und versprechen superschnelles Internet an fast jedem beliebigen Standort. Vom Prinzip her ähneln sich beide, doch im Detail gibt es einige kleine aber feine Unterschiede wie wir noch sehen werden…

Datenvolumen im Vergleich

Der überwiegende Teil der Mobilfunktarife ist heute noch volumenbegrenzt. Das bedeutet, man kann nicht völlig unbedarft Videos streamen und downloaden. Immerhin hat sich das enthaltene Datenvolumen für funkbasiert Heim-Tarife in den letzten Jahren vervielfacht. Congstar bietet drei Pakete mit 30 bis 250 GB monatlich. Letzteres ist bereits sehr ordentlich und sollte für die meisten Verbraucher völlig ausreichen, selbst wenn hin und wieder mal Netflix geschaut wird. O2 bietet im mittleren Tarif bis zu 100 GB. Highlight stellt aber zweifelslos das Paket „O2 my Data Spot Unlimited“, wo es keinerlei Beschränkung gibt – eine echte Flatrate per LTE also. Im Vergleich zur Konkurrenz fällt der Preis sogar äußerst günstig aus bzw. bewegt sich auf dem Niveau einer normalen Kabel- oder VDSL-Flat.

LTE Geschwindigkeit: Wie schnell sind die Zugänge?

Zunächst einmal sollten wir klären, in welchem Netz die Angebote realisiert werden. Congstar greif auf das mehrfach ausgezeichnete Telekom-Netz zurück. Bei O2 erübrigt sich natürlich die Frage – hier kommt das hauseigene Mobilnetz zum Einsatz.

 

Allerdings surfen Kunden nicht gleich schnell. Über O2 lassen sich in den my Data Spot Tarifen bis zu 225 MBit realisierten. Wer zu den congstar Homespot Paketen greift, muss sich dagegen mit deutlich geringeren Spitzenwerten begnügen. Die Grenze liegt hier bei 50 MBit. Allerdings sollte man bedenken, dass auch bei O2 in der Praxis im Durschnitt meist kaum mehr als 50 MBit erzielt werden. In den Sternchentexten weißt der Anbieter auf eine mittlere Datenrate von 37,5 MBit hin. Rein von der 4G-Geshwindigkeit sollte man also die Entscheidung nicht abhängig machen, sondern vornehmlich am Tarif selbst und der Netzabdeckung am Einsatzort. Hier hilft ein Blick auf die Verfügbarkeitskarte von O2 und hier von der Dt. Telekom.

Kosten im Vergleich

Die Zuhause-Tarife von congstar, als auch O2, sind erfreulich günstig! Für Gelegenheitsnutzer gelingt der Einstieg hier schon für 20 € monatlich (congstar) bzw. 10 € pro Woche (O2). Für das mittlere Paket, mit je 100 bzw. 125 GB, fallen bei beiden Anbietern rund 30 € pro Monat an. Der größte Unterschied liegt im Premium-Tarif. O2 bietet hier unbegrenztes Volumen für nur 40 € im Monat, während congstar 5 € mehr abrechnet und „nur“ 250 GB zur Verfügung stellt. An diesem Punkt zahlt man wahrscheinlich fürs „bessere“ Telekomnetz einen Aufpreis. Die folgende Vergleichstabelle fasst noch einmal die wichtigsten Gemeinsamkeiten, Eckdaten und Unterschiede der Anbieter zusammen.

 

Übersicht & Vergleichcongstar HomespotO2 my Data Spot
LTE-fähigjaja
MobilfunknetzTelekomO2
Datenrate bis50 MBit225 MBit
Tarif 5G-fähigneinnein
Inklusivvolumen30 - 250 GB10 GB bis ∞
Kosten je GB (rel)0,18 € bei 250 GB0,3 € bei 100 GB
Drosselung auf384 KBit32 KBit
Flexi-Variante
Telefonie (per Trick)
bundesweite Nutung
Router einmaligab 10 €ab 25 €
(145 € o. Laufzeit)
ext. Antenne möglich (SMA) (SMA)
Preis je Monat20 - 45 €30 - 40 €
Unsere Wertung Preis/Leistunggutgut
direkt zum Anbieter» zu congstar» zu O2 my Data

Flexibilität: Schnelles Internet überall?

Da sowohl congstars Homespot als auch my Data Spot von O2 auf LTE basieren, liegt der Gedanke nahe, man kann den Router überall mit hinnehmen. Praktisch ein Internetanschluss „2 go“. Leider schieben beide Anbieter diesem Prinzip einen Riegel vor. Denn jeweils ist die Nutzung nur an einer bzw. im Falls von O2 zwei Adressen vorgesehen. Nur innerhalb eines kleinen Radius um diesen Standort funktioniert der Tarif, so dass z.B. die Mitnahme in den Urlaub nicht möglich ist. Auch außerhalb von Deutschland ist kein Gebrauch möglich.

 

Das es auch anders geht, zeigen Vodafone und die Telekom. Denn sowohl der Gigacube (VF) als auch die Speedbox (Telekom), können an beliebigen Orten innerhalb Deutschlands eingesetzt werden. Wer diese Flexibilität nicht missen will, sollte sich daher diese Tarife näher ansehen. Sofern der Einsatz ohnehin nur immer an einem Ort erfolgen soll, ist der Nachteil natürlich obsolet.

Laufzeit und Flexi-Tarife

Nicht jeder benötigt die stationären LTE-Tarife permanent, etwa wenn nur ein Ferienhaus mit Internet versorgt werden soll. Für derartige Szenarien macht ein Laufzeitvertrag mit monatlicher Grundgebühr wenig Sinn. Beide Anbieter haben hier eine Lösung. My Data Spot gibt es nämlich auch als Prepaid-Variante mit wöchentlicher Zahlweise. Die Gebühr von 9,99 € für 10 GB fällt also nur bei Inanspruchnahme an. Bei congstar sind alle drei Tarife optional auch ohne Mindestlaufzeit erhältlich. Allerdings – auch dann fällt monatlich die Grundgebühr an. Die Lösung ist in diesem Fall die Pausierung. Pro Jahr können bis zu 180 Tage ausgesetzt werden. Allerdings verlangt congstar dann jedes Mal eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von immerhin 20 Euro.

Hardware im Vergleich

Congstar und O2 bieten je einen relativ leistungsfähigen LTE-Router (siehe Testbericht). Das congstar-Modell schafft prinzipiell LTE bis 150 MBit/s und beherrscht WLAN bis 802.11 n (300 MBit) – gemessen an den Eckdaten des Tarifs also ausreichend. Positiv fällt zudem auf, dass sich hier im Bedarfsfall externe Antennen angeschlossen werden können. Der O2 Homespot II von 2019 bietet dagegen immerhin LTE bis CAT6 (300 MBit) und unterstützt sogar WLAN ac. Auch hier lassen sich externe Antennen anbinden über zwei SMA-Anschlüsse.

O2 Homespot Router (Askey 2019)

Unser Fazit

Congstar punktet mit dem besseren Netz, O2 lockt dagegen mit einem echten DSL-Ersatz ohne Datenlimit. Nutzbar sind die Tarife dagegen nur an einer festen Adresse. Welcher Umstand mehr wiegt, muss jeder persönlich entscheiden. Vom Preis-Leistungsverhältnis finden wir beide Angebote exzellent.

 

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» Testbericht zum O2 Homespot II lesen
» O2 my Data Spot Unlimited im Test



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