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Feb 28 2019

 von: Redaktion LTE-Anbieter.info

Vodafone, Deutsche Telekom und congstar bieten mittlerweile Tarife, die schnelles Internet in der Wohnung und zum Mitnehmen versprechen (quasi-stationär). Also flexibles WLAN via LTE – unabhängig von DSL oder anderen stationären Breitbandzugängen. Doch welcher der Anbieter hat das bessere Angebot, wo gibts mehr Datenvolumen und Geschwindigkeit? Unser Vergleich zeigt, wo die Unterschiede liegen.

Ratgeber: Internet per LTE zuhause und unterwegs

Flexibler Internetanschluss per LTE: Wer bietet das?

Aktuell führen drei Anbieter derartige Tarife. Vodafone mit dem „GigaCube“, congstar mit seinem „Homespot“ und die Deutsche Telekom über die „Speedbox“. Alle versprechen per LTE gespeistes, transportables Highspeed-Internet.

Unterschied zu reinen Heim-Tarifen per LTE

Es gibt dagegen auch Angebote, die einzig an der Wohnadresse als Heimanschluss genutzt werden können. Wie z.B. die MagentaZuhause Hybrid-Tarife (unlimitiertes Volumen) oder Magenta-Zuhause per LTE. Auch die ersten Vodafone-Pakete namens „LTE für Zuhause“ (eingestellt) waren gebunden an die Heimadresse und nicht transportabel. Wie wir noch sehen werden, ist congstars Homespot ähnlich konzipiert.

WLAN im Garten über den Gigacube

Gigacube von Vodafone im Garten | Bild: LTE-Anbieter.info

Doch wofür genau sind die Angebote denn nun gedacht?

Herkömmliche Festnetz-Flatrates per (V)DSL, Kabel oder Glasfaser bieten immer nur den Internetzugang an einem festen Ort. Wird der Router dagegen per LTE-Mobilfunk versorgt, lässt sich der Anschluss bei Bedarf bequem transportieren. Beispielsweise in eine Ferienwohnung, zum Campingplatz oder die Zweitwohnung, wo kein Anschluss lohnen würde. Ein anderes Einsatzszenario betrifft Gebiete, wo noch keine leistungsstarken Internetzugänge ausgebaut wurden.

 

Prinzipiell könnte man dafür auch auf mobile Datentarife zurückgreifen, nur bieten diese längst nicht ausreichend Datenvolumen. In der Regel ist bei 10 GB monatlich Schluss und das zu vergleichsweise hohen Preisen. Vodafones Gigacube bietet dagegen das Zwanzigfache! Der entscheidende Unterschied ist also das enthaltene Inklusivvolumen!

Datenvolumen: Wer bietet das meiste Volumen?

Die meisten LTE-basierten Internetzugänge sind bekanntlich nicht unlimitiert nutzbar (Ausnahmen), daher auf ein bestimmtes monatliches Inklusivvolumen beschränkt. Auch die quasi-stationären Tarife bilden da keine Ausnahmen. Dafür hat sich das enthaltene Kontingent aber in den vergangenen Jahren stark erhöht. Bei Vodafone haben Interessenten momentan die Wahl zwischen 50 und 200 GB. Congstar bietet 30, 100 oder 200 GB und die Deutsche Telekom 100 GB. Letzteres reicht in etwa für 50 Stunden Netflix in HD oder jeden Tag mehrere Stunden dauersurfen. Wer viel Datenpower benötigt, ist also mit dem Gigacube-Tarif oder congstars Homespot aktuell am Besten bedient.

 

Anbieter / Volumen30 GB50 GB100 GB200 GB
Vodafone
congstar
Telekom

LTE-Geschwindigkeit im Vergleich

Bei VDSL oder Kabel-Tarifen sind mittlerweile 50-200 MBit die am häufigsten gewählte Tarifvariante. LTE bietet aber theoretisch noch weit mehr Geschwindigkeit. Allerdings gibt es bei den „WLAN per LTE“-Tarifen große Unterschiede bezüglich der Datenrate. Mit dem Homespot von congstar surft man mit maximal 50 MBit im Telekomnetz. Vodafone schickt seine Kunden mit bis zu 200 MBit/s ins Netz. Am schnellsten läuft die Speedbox der Telekom – hier sind in der Spitze 300 MBit möglich.

Homespot im Garten

congstar Homespot im Garten für schnelles Internet | Bild: LTE-Anbieter.info

Kosten der flexiblen Internetlösungen

Kommen wir zur Frage, was die transportablen Heim-Tarife kosten. Entscheidendes Kriterium ist natürlich das Volumen. So schwanken die Preise monatlich zwischen 20 und 45 Euro. Für das größte Kontingent, also 200 GB, zahlt man bei Vodafone 44.99 €, congstar verlangt 45,- Euro. Beide Angebote sind also gleich teuer und in Hinblick auf den relativen Preis pro GB am günstigsten (22,5 Cent). Die Telekom berechnet für 100 GB übrigens ebenfalls 45 Euro, was den relativen Preis pro GB auf 45 Cent verdoppelt. In der folgenden Tabelle haben wir die wichtigsten Preise und Unterschiede der drei Anbieter zusammengefasst.

 

VergleichTelekom congstarVodafone
TarifbezeichnungMagentaMobill
Speedbox
HomeboxGigaCube
LTE-fähig
NetzDt. TelekomDt. TelekomVodafone
Downloadrate bis300 MBit50 MBit300 MBit
Uploadrate bis50 MBit25 MBit50 MBit
Drosselung aufkeine Nutzung nach Verbrauch384 KBit/s64 KBit/s
Inklusivvolumen100 GB30, 100, 200 GB50 oder 200 GB
Telefonienein (nur VOIP)nein (nur VOIP)per Umweg, siehe hier
NutzungbundesweitHomezonebundesweit
LTE-Antenneanschließbar (TS9)nicht möglichanschließbar (TS9)
Nutzung im Auslandneinneinnein
Volumen zubuchbarja (Kosten)ja (Kosten)ja (Kosten)
kalkulatorische Kosten je GB0,40 € pro GB 0,225 € / GB bei 200 GB0,225 € / GB bei 200 GB
Kosten je Monat39.95 €20 bis 45 €34.99 € 50 GB bzw.
44.99 € (200 GB)
Flex-Versionja, Zahlung nur bei Nutzungmonatliche Kündbarkeitja, Zahlung nur bei Nutzung
Laufzeit2 Jahre2 Jahre (Flex ggf. kürzer)2 Jahre
Unsere Wertung
Testbericht lesen» zum Speedbox Testbericht» zum Speedbox Testbericht» zum GigaCube Testbericht
zum Anbieter» zum Speedbox-Tarif» zu congstar» zum Gigacube

Flexi-Pakete: Große Unterschiede, gleicher Name

Alle drei Provider bieten wahlweise sogenannte Flex-Version. Gemeint ist jedoch nicht überall das gleiche! Vodafone berechnet im Flex-Tarif (nur 50 GB) die monatliche Grundgebühr nur dann, wenn er auch genutzt wird. Genau so händelt es die Telekom – hier wird nur der Monat berechnet, wenn man die Speedbox benötigt. Bei congstar hingegen bedeutet Flex lediglich ein monatliches Kündigungsrecht. Abgerechnet wird also immer!

Hardware: Welcher Router bietet das beste WLAN zum Mitnehmen?

Telekom, Vodafone und congstar bieten je eigene WLAN-Router mit LTE. Technisch am modernsten sind der GigaCube-Router von Vodafone und die Telekom Speedbox. Beide beherrschen LTE CAT 6 (bis 300 MBit) und WLAN ac für genug Wifi-Power. Es können je bis zu 64 Endgeräte per WLAN mit Internet versorgt werden. Vorteil der Speedbox ist die autarke Stromversorgung (4 Stunden), da ein Akku implementiert ist. Für den Gigacube benötigt man immer eine Stromquelle. Congstars Router ist zwar handlich, dafür nicht ganz so modern und schnell (CAT4 -> 150 MBit). Auch WLAN ac fehlt, ebenso wie ein Akku. Hier punkten also Vodafone und Telekom gleichermaßen.

Limits: Wozu taugen diese Tarife nicht?

Der Fokus liegt klar auf der Flexibilität. Daher gibt es kein Festnetztelefon und auch der Einsatz im Ausland ist ausgeschlossen. Die Telekom schreibt zudem für die Nutzung den mitgelieferten Speedbox-Router vor, andere Geräte sind nicht nutzbar. Bei congstar muss eine feste Adresse für die Nutzung angegeben werden, jede Änderung kostet 20 Euro. Vor diesem Hintergrund sollte man genau überlegen, wofür man den Internetzugang benötigt.

Hinweis: Was ist mit O2?

Wir wollen nicht verschweigen, dass auch O2 einen Heim-Tarif bietet. Nachdem anfangs 100 GB zur Verfügung standen, sind es nun nur noch magere 20 GB, und das zu einem stattlichen Preis. Da dies unserer Ansicht nach im Vergleich zur Konkurrenz vollkommen unattraktiv ist, haben wir das Angebot nicht in den Ratgeber einbezogen. Interessenten finden hier weitere Details zu O2´s Homespot.

Unser Fazit

WLAN via LTE ist heute attraktiver denn je. Sowohl als DSL-Alternative, als auch für unterwegs. In mancherlei Hinsicht ähneln sich die Angebote. Die größten Unterschiede betreffen das Datenvolumen und etwaige Einsatzbeschränkungen. Soll es vor allem schnell sein bei gleichzeitig bester Netzabdeckung, ist die Telekom die beste Wahl. Am meisten Volumen für jeden Euro gibts bei congstar und Vodafone.

Weiterführendes:

» GigaCube vs congstar Homespot
» Telekom Speedbox vs Vodafone Gigacube
» Speedbox vs. congstar Homebox
» mehr über LTE für Zuhause erfahren



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