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Nov 05 2020

 von: Redaktion LTE-Anbieter.info

Vodafone, Deutsche Telekom, O2 und congstar bieten mittlerweile Tarife, die schnelles Internet in der Wohnung und zum Mitnehmen versprechen (quasi-stationär). Also flexibles WLAN via LTE – unabhängig von DSL oder anderen stationären Breitbandzugängen. Doch welcher der Anbieter hat das bessere Angebot, wo gibt es mehr Datenvolumen und Geschwindigkeit? Unser Vergleich zeigt, wo die Unterschiede liegen.

Ratgeber: Internet per LTE zuhause und unterwegs

Flexibler Internetanschluss per LTE: Wer bietet das?

Aktuell führen vier Anbieter derartige Tarife. Vodafone mit dem „GigaCube“, congstar mit seinem „Homespot“, O2 mit my Home per LTE/5G und die Deutsche Telekom über die „Speedbox“. Alle versprechen per LTE gespeistes Highspeed-Internet. Transportabel, also mobil nutzbar, sind allerdings nicht alle, wie der nächste Abschnitt verrät.

Unterschied zu reinen Heim-Tarifen per LTE

Einige Angebote können allerdings einzig an der Wohnadresse als Heimanschluss genutzt werden können. Wie z.B. die MagentaZuhause Hybrid-Tarife (unlimitiertes Volumen) oder Magenta-Zuhause per LTE. Auch congstars Homespot und O2 my Home ähnlich konzipiert.

WLAN im Garten über den Gigacube

Gigacube von Vodafone im Garten | Bild: LTE-Anbieter.info

Doch wofür genau sind die Angebote denn nun gedacht?

Herkömmliche Festnetz-Flatrates per (V)DSL, Kabel oder Glasfaser bieten immer nur den Internetzugang an einem festen Ort. Wird der Router dagegen per LTE-Mobilfunk versorgt, lässt sich der Anschluss bei Bedarf bequem transportieren. Beispielsweise in eine Ferienwohnung, zum Campingplatz oder die Zweitwohnung, wo kein Anschluss lohnen würde. Ein anderes Einsatzszenario betrifft Gebiete, wo noch keine leistungsstarken Internetzugänge ausgebaut wurden.

 

Prinzipiell könnte man dafür auch auf mobile Datentarife zurückgreifen, nur bieten diese längst nicht ausreichend Datenvolumen. In der Regel ist bei 10 GB monatlich Schluss und das zu vergleichsweise hohen Preisen. Vodafones Gigacube bietet dagegen mehr als das Zwanzigfache! Der entscheidende Unterschied ist also das enthaltene Inklusivvolumen!

Datenvolumen: Wer bietet das meiste Volumen?

Die meisten LTE-basierten Internetzugänge sind bekanntlich nicht unlimitiert nutzbar, daher also auf ein bestimmtes monatliches Inklusivvolumen beschränkt. Die quasi-stationären Tarife bilden da keine Ausnahmen. Dafür hat sich das enthaltene Kontingent aber in den vergangenen Jahren stark erhöht. Bei Vodafone haben Interessenten momentan die Wahl zwischen 50 GB, 125 GB, 250 GB und 500 GB Volumen. Congstar bietet 30, 100 oder 200 GB. Die Deutsche Telekom knausert mit 100 GB. Nur im 5G-Tarif „Speedbox XL“ winkt dagegen unbegrenztes Surfvergnügen. Ersteres reicht dagegen in etwa für 30-40 Stunden Netflix in HD oder jeden Tag mehrere Stunden dauersurfen. O2 bietet ebenfalls zwei unbegrenzte Tarife bei „my Home via Homespot„.

 

Anbieter / Volumen30 GB50 GB100-125 GB200-250 GBunlimitiert
Vodafone
(125 GB)
(250 GB)
congstar
O2
Telekom

LTE-Geschwindigkeit im Vergleich

Bei VDSL oder Kabel-Tarifen sind mittlerweile 50-250 MBit die am häufigsten gewählte Tarifvariante. LTE bietet aber theoretisch noch weit mehr Geschwindigkeit. Allerdings gibt es bei den „WLAN per LTE“-Tarifen große Unterschiede bezüglich der Datenrate. Mit dem Homespot von congstar surft man mit maximal 50 MBit im Telekomnetz. Die Telekom schickt ihre Kunden per LTE mit bis zu 300 MBit/s ins Netz, während über die 5G-Version prinzipiell auch über 1 GBit möglich sind. O2 bietet immerhin (je nach Tarif) 10-100 MBit. Am schnellsten läuft der Gigacube von Vodafone – hier sind in der Spitze 500 MBit möglich – per 5G auch gut 1 GBit. Alle Gigacube-Tarife sind nämlich 5G-fähig und dass ohne Mehrkosten, sofern der Router 5G unterstützt.

Homespot im Garten

congstar Homespot im Garten für schnelles Internet | Bild: LTE-Anbieter.info

Kosten der flexiblen Internetlösungen

Kommen wir zur Frage, was die transportablen Heim-Tarife kosten. Entscheidendes Kriterium ist natürlich das Volumen. So schwanken die Preise monatlich zwischen 20 und 75 Euro. Congstar verlangt z.B. 45,- Euro für 200 GB. Bei den limitierten Tarifen sind congstar sowie Vodafone daher, in Hinblick auf den relativen Preis pro GB, am günstigsten (22 bzw. 18 Cent). Die Telekom berechnet für 100 GB übrigens 39.95 Euro, was den relativen Preis pro GB auf 20 Cent erhöht.

 

Für das größte Kontingent, also unbegrenztes LTE, zahlt man bei O2 am wenigstens. Hier gehts schon ab rund 30 € monatlich los. Bei der Telekom muss man gut 75 € für Speedbox XL einplanen (Das nur stationär nutzbare Hybrid gibts dagegen schon ab 35 €). In der folgenden Tabelle haben wir die wichtigsten Preise und Unterschiede der drei Anbieter zusammengefasst.

 

VergleichTelekom congstarO2Vodafone
TarifbezeichnungMagentaMobill
Speedbox
Homespotmy Home per LTE/5GGigaCube
5G-fähig
LTE-fähig
NetzDt. TelekomDt. TelekomO2Vodafone
4G-Downloadrate bis300 MBit50 MBit100 MBit500 MBit
4G-Uploadrate bis50 MBit25 MBit40 MBit50 MBit
Drosselung aufkeine Nutzung nach Verbrauch384 KBit/s32 KBit/s64 KBit/s
Inklusivvolumen100 GB oder unlimitiert30, 100, 200 GB100 GB bis unlimitiert50, 125, 250, 500 GB
Telefonienein (nur VOIP)nein (nur VOIP)ja, Festnetzflatper Umweg, siehe hier
NutzungbundesweitHomezonenur zuhausebundesweit
LTE-Antenneanschließbar (TS9)anschließbar (TS9)anschließbar (TS9)anschließbar (TS9)
Nutzung im Auslandneinneinneinnein
Volumen zubuchbarja (Kosten)ja (Kosten)neinja (Kosten)
kalkulatorische Kosten je GB0,40 € pro GB
bei 100 GB
0,22 € / GB
bei 200 GB
0,20 € pro GB

bei 100 GB
0,18 € / GB
bei 250 GB
Kosten je Monat39.95 bis 74.95 €20 bis 45 €19.99 bis 39.99 €34.99 € bis 74.99 €
Flex-Versionja, Zahlung nur bei Nutzungmonatliche Kündbarkeitja, my Home Flexja, Zahlung nur bei Nutzung
Laufzeit2 Jahre2 Jahre (Flex ggf. kürzer)2 Jahre (Flex ggf. kürzer)2 Jahre
Unsere Wertung
Testbericht lesen» zum Speedbox Testbericht» zum Speedbox Testbericht» zum Homespot II Testbericht» zum GigaCube Testbericht
zum Anbieter» zum Speedbox-Tarif» zu congstar» zu O2 my Home» zum Gigacube

Flexi-Pakete: Große Unterschiede, gleicher Name

Alle drei Provider bieten wahlweise sogenannte Flex-Version. Gemeint ist jedoch nicht überall das gleiche! Vodafone berechnet im Flex-Tarif (nur 50 GB) die monatliche Grundgebühr nur dann, wenn er auch genutzt wird. Genauso händelt es die Telekom – hier wird nur der Monat berechnet, wenn man die Speedbox benötigt. Bei congstar hingegen bedeutet Flex (Homespot Flex) lediglich ein monatliches Kündigungsrecht. Abgerechnet wird also immer! O2 bietet wahlweise monatliche Kündbarkeit an, z.B. „my Home M Flex“.

Hardware: Welcher Router bietet das beste WLAN zum Mitnehmen?

Telekom, Vodafone, O2 und congstar bieten je eigene WLAN-Router mit LTE. Ein Vergleich bei Vodafone fällt schwer, da der Anbieter bereits zwei Gigacube-Router zur Auswahl stellt. Das neuste Modell bietet sogar schon 5G-Support und ist somit das modernsten im Bunde. Für die Gigacube-Modelle benötigt man immer eine Stromquelle.

 

Die Telekom vertreibt ebenfalls zwei Modelle. Einerseits die durchaus ordentliche Telekom Speedbox, welche LTE CAT 6 (bis 300 MBit) und WLAN ac für genug Wifi-Power beherrscht. Es können je bis zu 64 Endgeräte per WLAN mit Internet versorgt werden. Vorteil der Speedbox ist die autarke Stromversorgung (4 Stunden), da ein Akku implementiert ist. Oder den CPE Pro 2 von Huawei für alle die auch 5G nutzen möchten.

 

Congstar wartet mit zwei Routern auf. Das Einsteigermodell HH40 ist zwar handlich, dafür nicht ganz so modern und schnell (CAT4 -> 150 MBit). Auch WLAN ac fehlt, ebenso wie ein Akku. Der etwas bessere HH71VMHH71VM bietet dagegen CAT7 LTE und WLAN ac.

 

Die Homebox von O2 ist ebenfalls zweckdienlich, wenn auch nicht die modernste. Immerhin gibts CAT6 und WLAN ac (Wifi6). Seit Mitte 2020 kann optional sogar noch der O2 Homespot 5G bestellt werden, sofern vor Ort O2 schon das Netz entsprechend ausgebaut hat.

Limits: Wozu taugen diese Tarife nicht?

Der Fokus liegt klar auf der Flexibilität. Daher gibt es kein Festnetztelefon (außer bei O2) und auch der Einsatz im Ausland ist ausgeschlossen. Die Telekom schreibt zudem für die Nutzung den mitgelieferten Speedbox-Router vor, andere Geräte sind nicht nutzbar. Bei congstar muss eine feste Adresse für die Nutzung angegeben werden, jede Änderung kostet 20 Euro. O2 my Home lässt sich nur an der angegebenen Adresse nutzen und nicht beliebig bundesweit. Vor diesem Hintergrund sollte man genau überlegen, wofür man den Internetzugang benötigt.

Unser Fazit

WLAN via LTE ist heute attraktiver denn je. Sowohl als DSL-Alternative, als auch für unterwegs. In mancherlei Hinsicht ähneln sich die Angebote. Die größten Unterschiede betreffen das Datenvolumen und etwaige Einsatzbeschränkungen. Soll es vor allem schnell sein bei gleichzeitig bester Netzabdeckung, ist die Telekom die beste Wahl. Am meisten Volumen für jeden Euro gibts bei Vodafone, O2, gefolgt von congstar.

Weiterführendes:

» GigaCube vs congstar Homespot
» Telekom Speedbox vs Vodafone Gigacube
» Speedbox vs. congstar Homebox
» mehr über LTE für Zuhause erfahren



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Eine Meinung zu “WLAN per LTE zum Mitnehmen & Daheim: Welcher Anbieter ist besser?”

  1. Thomas Fellenberg sagt:

    Eine Speedbox zum Mitnehmen mit Internet und Telefon wäre gut wo man Guthaben aufladen kann wie man es braucht.

Alle Rechte am vorliegenden Text bleiben vorbehalten.


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