LTE Anbieter

Übersicht & Informationen zu den 4G-Providern


LTE macht Breitbandinternet auch im ländlichen Raum für fast alle möglich und erschwinglich. Sukzessive beschleunigt die 4G-Technik bundesweit zudem das mobile Internet Richtung Gigabitgesellschaft. Mittlerweile, nach gut 6 Jahren, sind Ausbau und Vermarktung schon relativ weit fortgeschritten. Wir zeigen, welche Netzanbieter LTE im Angebot haben und wie die weiteren Pläne aussehen.


4G/LTE Anbieter | O2, Telekom, Vodafone

Netz-Anbieter von Anfang bis heute

Aktuell gibt es bundesweit drei native Netzanbieter für LTE. Sämtliche sonstige Marke und Angebote, basieren technisch auf einem eben jender Provider. Im Einzelnen handelt es sich um Vodafone, O2 und die Deutsche Telekom. Anfang 2011 startete damals Vodafone die ersten kommerziellen LTE-Angebote. Im April desselben Jahres folgte die Deutschen Telekom mit eigenen 4G-Tarifen, 3 Monate später wagte O2 die Aufnahme des 4G-Netzbetriebes. E-Plus, damals noch nicht zu O2 gehörend, hielt sich dagegen in Sachen LTE viele Jahre zurück. Im März 2014 feierte der Konzern als LTE-Anbieter sein Debüt am Markt. Mittlerweile hat sich jedoch O2 das Netz einverleibt. Nach wie vor gibt es landesweit enorme Erfolge beim LTE-Ausbau. Allein Vodafone dehnte bis Anfang 2017 seine Reichweite auf über 63 Million Bundesbürger aus, welche theoretisch die neuen Angebote schon nutzen können. Die Telekom erreicht, laut eigenen Angaben, sogar 63 Mio. potenzielle Kunden.


Infos zu den LTE-Netz-Anbietern Vodafone Telekom O2 
Start des LTE-Netztes: Ende 2010 am 01.04.11 am 01.07.11
Anbieter erreicht ... Haushalte ca. 63 Mio. ca. 67 Mio. ca. 60 Mio.
Abdeckung der Bevölkerung ca. 84 ca. 91 % ca. 80 %
LTE Sendestationen in Betrieb > 8000 > 4000 unbekannt
LTE-Ausbau Städte ca. 200 > 150-200 65-70
bietet Voice over LTE (VoLTE) ja, seit März 15 seit Jan. 2016 seit 16.4.2015
bietet Prepaid-Tarife mit LTE ja ja ja
bietet LTE-Advanced seit seit Q2 2015 ja, seit Q4 2014 ca. seit Q3 2016
bietet LTE-Advanced Pro (4.5G) Vorstufe noch nicht nein
Preisspanne ~ 10 - 200 € 10 - 200 € 10 - 90 €
echte Datenflatrate nein teilweise (info) nein
LTE-Datenrate bis zu 375 MBit 300 MBit 225 MBit
Inklusivvolumen (stationär) 10 bis 30 GB 10 bis 30 GB n.v.
Volumen zubuchbar [info] ja ja ja
Details zur Verfügbarkeit » Verfügbarkeit » Verfügbarkeit » Verfügbarkeit
zum Anbieter » zu Vodafone » zur Telekom » zu O2


Maximale Datenübertragungsrate im LTE-Netz nach Anbieter

Einer der elementarsten Vorteile der LTE-Technik für Endkunden ist zweifelsfrei die enorme Geschwindigkeit. Viele surfen am Smartphone bereits um ein vielfaches flotter als zuhause mit dem guten alten DSL- oder Kabelanschluss. Aktuell sind mit LTE Datenraten zwischen 50 und 375 üblich. Mit riesen Schritten geht es zudem in Richtung Gigabit-Funk! Denn weiter optimierte Standards, wie LTE-Advanced und Advanced Pro, sorgen in der Entwicklung für immer höhere Datenraten. So sollen schon in wenigen Jahren Datenraten um die 1000 MBit möglichen sein. Diese Entwicklung mündet schlussendlich in der 5. Mobilfunkgeneration „5G“. Mehr zu dem Thema auch in unserem Ratgeber "Wie schnell ist LTE?".

Wahl des Anbieters

Unser Name ist Programm! Wir wollen Sie bestmöglich bei der Wahl eines geeigneten LTE-Anbieters unterstützen. Doch welcher ist eigentlich der persönlich Richtige für Sie? Das kommt ein in erster Linie darauf an, was Sie mit dem LTE-Zugang vorhaben. LTE gibt es für „die Hostentasche“, also zur mobilen Internet-Nutzung, und als DSL-Surrogat in Zonen ohne kabelbasierte Breitbandanschlüsse. Für letzteres wird gerne die Metapher „DSL via Funk“ gebraucht, was technisch wenig richtig ist, aber sehr bildhaft den Anwendungszweck charakterisiert.

a) DSL-Ersatz:
Wer am Wohnort bisher noch nicht an moderne, terrestrische Breitbandnetze angeschlossen wurde, hat dank LTE eine leistungsfähige Alternative zur Wahl. Diese verspricht, je nach Anbieter und Gegebenheiten vor Ort, Daten-Transferraten auf dem Niveau von VDSL- bzw. Glasfaserzugängen mit 50-100 MBit pro Sekunde. Einzig die Quantität, mit der Daten unter voller Leistung übertragen werden können, wird seitens der Anbieter noch gedeckelt. Man spricht hier vom Inklusivvolumen. Wer innerhalb eines Rechnungsmonats mehr Traffic (verbrauchtes Datentransferkontingent) verursacht, bei dem wird die Schnelligkeit des LTE-Anschlusses temporär reduziert. Doch wer benötigt wie viel? Für gelegentliche Nutzung eignet sich ein günstiger Volumentarif mit wenig Inklusivvolumen. Also 5 bis 10 Gigabyte (GB) etwa. Soll LTE hingegen als stationärer Internetzugang regelmäßig und ggf. von mehreren Familienmitgliedern genutzt werden, gilt: Desto mehr, desto besser! Wir empfehlen dann 15 bis 30 GB. Flatrates ohne Volumenbegrenzung gibt es bisher leider nicht, mit Ausnahme der Hybrid-Tarife von der Telekom. LTE Zuhause-Tarife werden momentan angeboten von der Telekom und Vodafone. Alle Angebote der LTE-Anbieter samt Vergleich finden Sie hier.

b) mobiles LTE:

Seit mehreren Jahren schon, wird LTE vor allem aber für den mobilen Einsatz offeriert. Heute bieten sowohl Vodafone, O2, als auch die Telekom, spezielle Tarife für unterwegs. Bis vor wenigen Jahren, befand sich dieser Zweig noch in den Kinderschuhen und dementsprechend marginal war auch die Auswahl an Angeboten. Mitte 2012 fiel dann der finale Startschuss für die mobile Internetnutzung per LTE. Verbrauchern steht seither, auch außerhalb der eigenen vier Wände, eine Flatrate mit „VDSL-Feeling“ zur Verfügung. Denn mobiles LTE ist bis zu 375 MBit schnell! Tipp: Neben dem Preis sollte aber auch die Vertragslaufzeit und die Netzabdeckung mit in die Entscheidung einbezogen werden.


Weitere LTE-Anbieter?

Zusätzlich zu den oben aufgeführten, originären LTE-Anbietern (Netzbetreiber), gibt es mittlerweile auch zahlreiche andere Akteure am Markt. Und zwar in Form von Resellern oder Discountmarken, wie z.B. BASE oder Blau.de. Den Anfang machte im September 2011 der DSL-Provider 1&1. In Kooperation mit O2/Eplus, bietet der Anbieter heute eigene LTE-Tarife über das Fremdnetz. Vergleichbares findet man seit Jahren auf dem DSL- und UMTS-Markt. Anbieter die selbst kein eigenes Netz haben, vertreiben unter eigener Marke Anschlüsse Dritter. Diese Vertriebsform nennt man "Resale". In Zukunft wird die Anbietervielfalt wahrscheinlich weiter wachsen. Eine größere Vielfalt geht allerdings auch mit dem Nachteil sinkender Transparenz für die Kunden im Tarifdschungel einher. Ein Vergleich der Anbieter und Tarife wird dann umso wichtiger. Seit März 2014 gibt es zudem endlich auch Prepaid-Tarife, die auch LTE-fähig sind.

Eine Übersicht aller Marken und Netzprovider, die LTE bieten, finden Sie hier.

Frequenzaufteilung unter den LTE-Providern

Die folgende Tabelle zeigt, wie die Frequenzbänder in Deutschland seit Mitte 2016 verteilt sind. Die Provider setzen hierzulande vorrangig auf 1800 MHz und 2600 MHz beim städtischen Ausbau. Bei dem für den ländlichen Raum wichtigen Bereich um 800 MHz verfügen alle über die gleiche Ausstattung. Die Bänder um 700 MHz, stammen aus der 2. Frequenzauktion im Jahre 2015.

Fequenzbereich O2 Telefonice Telekom Vodafone
700 MHz 2 * 10 2 * 10 2 * 10
800 MHz 2 * 10 2 * 10 2 * 10
900 MHz 2 * 10 2 * 15 2 * 10
1800 MHz 2 * 20 2 * 30 2 * 25
2 GHz (gepaar) 2 * 34,65 2 * 9,9 2 * 14,85
2,6 GHz (gepaar) 2 * 30 2 * 20 2 * 20
3,5 GHz (gepaar) 2 * 42 2 * 21 0
Summe gepaartes Spektrum 2 * 156,65 MHz 2 * 115,9 MHz 2 * 89,85 MHz
1,5 GHz (ungepaar) 0 20 20
2 GHz (ungepaar) 24,2 5 5
2,6 GHz (ungepaar) 20 5 25
Summe total 357,5 MHz 261,8 MHz 229,7 MHz


Auktion die Zweite

Am 29. Mai startet die 2. LTE Frequenzauktion, bei der unter anderem einige Bänder bei 700 MHz unter den Hammer kommen. Vodafone, die Telekom und O2 werden sich in einem Bietergefecht diese und weitere Blöcke bei 900, 1500 und 1800 MHz aufteilen. Mehr dazu hier.


Vorhang auf für LTE - ein Blick zurück in die Anfangsjahre

Dass der Zuschlag für die Lizenzen der 4. Mobilfunkgeneration, im Mai 2010, an die ehemals vier großen Player auf dem deutschen Mobilfunkmarkt ging, verwundert kaum. Schließlich erwartete man einen neuen, lukrativen Markt für die nächsten 10 - 15 Jahre. Bei den 4 Mobilfunkunternehmen handelte es sich im Einzelnen um Vodafone, O2, die Telekom und Eplus. Die Bundesnetzagentur legte den Starttermin der Auktion auf den 12. April 2010. Insgesamt dauerte der Bieterkampf bis zum 20. Mai 2010 und ging über 224 Runden. Dabei vereinnahmte der Bund 4,4 Milliarden Euro für die LTE-Lizenzen. Seither arbeiten die Unternehmen fieberhaft am Netzausbau, wie wir regelmäßig berichten. Die Vorgängertechnik UMTS hat indes nie den erhofften Sprung geschafft. Auch nach gut einem Jahrzehnt UMTS und der Weiterentwicklung HSDPA, konnten sich mobile Flatrates bis 2010 nicht richtig durchsetzen. Hinzu kommt, dass beide Techniken für moderne Anwendungen stark an ihre Grenzen stoßen. Auch die Kosten je Dateneinheit liegen für die Netzprovider wesentlich höher als bei LTE.





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