LTE soll Breitbandinternet auch im ländlichen Raum für alle möglich und erschwinglich machen. Sukzessive wird LTE in den nächsten Monaten auch das mobile Internet beschleunigen. Noch steht der Ausbau und die Vermarktung allerdings am Anfang. Wir zeigen, welche Anbieter LTE schon im Angebot haben und wie die weiteren Pläne aussehen.
Seit Anfang 2011 gibt es die ersten kommerziellen LTE-Angebote von Vodafone. Auch die Telekom nahm im April die Vermarktung der 4G-Tarife auf. Die O2 Telefónica startete 3 Monate später, am 1. Juli, den LTE-Vertrieb. Die E-Plus Gruppe hält sich in Sachen LTE lieber noch zurück. Konkrete Pläne noch 2012 als LTE-Anbieter am Markt aufzutreten, gibt es bislang offiziell nicht.
| Info / Anbieter | Vodafone | Telekom | O2 | E-Plus | |
| Start des LTE-Netztes war: | Ende 2010 | am 01.04.11 | am 01.07.11 | ~ Ende 2012 | |
| Ausbauziel Ende 2010 war | 1000 Orte | 500 Orte | unbekannt | keine | |
| Aufbau Status Ende 2011 | > 1500 Orte | ~ 2000 Orte | unbekannt | keine | |
| Preisspanne ~ | 30 - 70 € | 40 € | 40 € | unbekannt | |
| echte Datenflatrate | nein | nein | nein | unbekannt | |
| Inklusivvolumen | 5 bis 30 GB | 10 GB | bis 12 GB | unbekannt | |
| Details Verfügbarkeit | » Verfügbarkeit | » Verfügbarkeit | » Verfügbarkeit | » mehr Details | |
| zum Anbieter | |||||
Unser Name ist Programm. Wir wollen Sie bestmöglich bei der Wahl eines geeigneten LTE-Anbieters unterstützen. Doch welcher ist eigentlich der persönlich Richtige für Sie? Das kommt ein in erster Linie darauf an, was Sie mit dem LTE-Zugang vorhaben...
LTE gibt es für „die Hostentasche“, also zur mobilen Internet-Nutzung und als DSL-Surrogat in Zonen ohne kabelbasierte Breitbandanschlüsse. Die Telekom nutzt für letzteres gerne die Metapher „DSL via Funk“, was technisch wenig richtig ist, aber sehr bildhaft sehr schon den Anwendungszweck charakterisiert.
a) DSL-Ersatz:
Wer am Wohnort bisher noch nicht an moderne, terrestrische Breitbandnetze angeschlossen wurde, hat dank LTE eine leistungsfähige Alternative zur Wahl. Diese verspricht, je nach Anbieter und Gegebenheiten vor Ort, Daten-Transferraten auf dem Niveau von VDSL-Zugängen mit bis zu 50 Mbit. Einzig die Quantität, mit der Daten unter voller Leistung übertragen werden können, wird seitens der Anbieter noch gedeckelt. Man spricht hier vom Inklusivvolumen. Wer innerhalb eines Rechnungsmonats mehr Traffic (verbrauchtes Datentransferkontingent) verursacht, bei dem wird die Schnelligkeit des LTE-Anschlusses temporär reduziert. Doch wer benötigt wie viel? Für gelegentliche Nutzung eignet sich ein günstiger Volumentarif mit wenig Inklusivvolumen. Also 3 bis 5 Gigabyte (GB) etwa. Soll LTE hingegen als stationärer Internetzugang regelmäßig und ggf. von mehreren Familienmitgliedern genutzt werden, gilt: Desto mehr, desto besser! Wir empfehlen 10 bis 30 GB. Flatrates ohne Volumenbegrenzung gibt es bisher leider nicht. Vodafone bietet bisher die schnellsten LTE-Tarife mit dem größten Inklusivvolumen. Alle Angebote der LTE-Anbieter samt Vergleich finden Sie hier.
mobiles LTE)
Seit Ende 2011 wird LTE vermehrt auch für den mobilen Einsatz von den Anbietern offeriert. Vodafone bietet dazu seither spezielle Tarife, ebenso die Telekom. Noch befindet sich dieser Zweig aber eher in der Anfangsphase. Dementsprechend marginal ist auch die Auswahl an Angeboten. Doch 2012 fällt der finale Startschuss für die mobile Internetnutzung per LTE. Da sind wir uns sicher. Ihnen als End-Nutzer steht dann auch außerhalb der eigenen vier Wände eine Flatrate mit „VDSL-Feeling“ zur Verfügung.
Tipp: Neben dem Preis sollte aber auch die Vertragslaufzeit und die Netzabdeckung mit in die Entscheidung einbezogen werden.

Dass der Zuschlag für die Lizenzen der 4. Mobilfunkgeneration, im Mai 2010, an die vier großen Player auf dem deutschen Markt ging, verwundert kaum. Schließlich erwartet man einen neuen, lukrativen Markt für die nächsten 10 - 15 Jahre. UMTS hat nie so richtig den erhofften Sprung geschafft. Auch nach gut einem Jahrzehnt UMTS und der Weiterentwicklung HSDPA, konnten sich mobile Flatrates noch nicht so richtig durchsetzen. Hinzu kommt, dass beide Techniken für moderne Anwendungen langsam stark an ihre Grenzen stoßen. Auch die Kosten je Dateneinheit liegen wesentlich höher als bei LTE. In Folge dessen, könnten die LTE-Anbieter künftig auch mit günstigeren Tarifen an die Kunden heran treten und dem Zeitalter der 4. Mobilfunkgeneration zum Durchbruch verhelfen. Mit riesen Schritten geht es zudem in Richtung Gigabit-Funk. Denn der Nachfolgestandard LTE-Advanced soll schon in wenigen Jahren Datenraten um die 1000 Mbit ermöglichen.
Die Bieter, und somit die künftigen LTE-Anbieter, standen bereits im Februar 2010 fest. Bei den 4 Mobilfunkunternehmen handelte es sich um Vodafone, O2, die Telekom und Eplus (Base). Die Bundesnetzagentur legte den Starttermin der Auktion auf den 12. April 2010. Insgesamt dauerte der Bieterkampf bis zum 20. Mai 2010 und ging über 224 Runden. Dabei vereinnahmte der Bund 4,4 Milliarden Euro für die LTE-Lizenzen. Seither arbeiten die Unternehmen fieberhaft am Netzausbau, wie wir regelmäßig berichten.