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Okt 25 2016



In einigen Ländern der Welt ist der Traum schon länger gelebte Realität: Unbegrenztes Datenvolumen beim mobilen Internet. Ganz ohne Drossel und Volumengrenze. Doch in Deutschland herrscht maßgeblich die Limitierung vor. Es gibt aber erste Tarife und Ansätze ohne lästige Bremse. Wir zeigen, was für LTE-Nutzer mittlerweile möglich ist.

 

Egal ob man LTE als DSL-Alternative in ländlichen Gefilden nutzt oder am Smartphone bzw. Tablet zum schnellen surfen: Dank der 4. Mobilfunkgeneration geht das mittlerweile mit bis zu 375 MBit pro Sekunde, also weit schneller sogar noch als die Glasfaser-Tarife der Telekom. Diese bringen es in der Spitze Momentan auf 200 MBit. Im Kabelnetz experimentiert Vodafone in einigen Städten mit 400 MBit – aber die Möglichkeiten bei LTE sind noch längst nicht ausgereizt und dürften bald die 1000 MBit knacken. Ärgerlich nur, dass der Datenturbo sich kaum richtig ausreizen lässt. Bei (günstigen) Smartphone-Tarifen ist im Schnitt bei 3-6 GB Schluss (Übersicht). Natürlich gibt es auch teure Tarife mit 20-30 GB monatlich, diese rangieren aber auch im dreistelligen Eurobereich. Unlimitierte LTE-Flatrates wären daher der Traum der meisten Mobilfunkkunden. Besonders für alle, die LTE notgedrungen als DSL-Ersatz nutzen. Seit Sommer 2016 gibt es nun aber erstmals Angebote, die unlimitiert sind. Nach der Telekom folgten nun Vodafone und O2 ebenfalls mit Alternativen zur bisherigen Drosselung, wenn auch mit etwas anderem Vorzeichen. Folgend zeigen wir was geht und was nicht.

LTE ohne Drossel Variante A)

Den ersten Schritt hin zu LTE ohne Begrenzung, mache Anfang September 2016 die Deutsche Telekom. Mobil surfen ohne Limit gibt’s seither im Magenta-Netz auf zwei Wegen. Der einfachste führt über die Option „Dayflat“, welche in allen Smartphone– und Datentarifen gebucht werden kann. Einmal eingeloggt geht’s dann mit LTE-Max (hier bis 300 MBit) völlig grenzenlos durchs Internet – 24 Stunden zu 4.95 Euro. Prinzipiell könnte man damit also auch ein Videostreaming-Dienst, wie Maxdome oder Amazon Video einen Tag lang ohne Limit nutzen. Zudem erhalten Neukunden, die hier eine der Smartphone Allnetflats MagentaMobil bestellen, einen Monat lang die Dayflat kostenlos jeden Tag!

 

Full Flat mit LTE von der Telekom

 

Variante 2 ist bei der Telekom etwas kostspielig. Mit MagentaZuhause XL Premium, kann man neuerdings auch einen Tarif bestellen, der unendlich Highspeedvolumen bietet, auch ohne Buchung einer Option. Leider kostet dieser Premium-Tarif auch einiges. Sage und schreibe 200 €, dürfte den meisten der endlose Surfspaß wohl nicht wert sein, obgleich noch etliche weitere Premiumdienste mit enthalten sind.

LTE ohne Drossel Variante B)

Wie zu erwarten, dauerte es nicht lange, bis Vodafone mit einem ähnlichen Angebot wie die Telekom kontert. Der bisherige Ultra-Premium-Tarif „Vodafone Black“ wird abgelöst durch „Black Plus“, der ab morgen, dem 26. Oktober“ hier auf www.vodafone.de buchbar ist. Mit on board natürlich die unendliche LTE-Flat. Erstmal richtet sich der Tarif aber nur an Businesskunden. Ob er auch für Private Nutzer gestartet wird, ist noch nicht bekannt. Zubuchoptionen für unbegrenztes Surfen, z.B. für 24 Stunden, gibt’s bei Vodafone noch nicht.

Unbegrenzt Surfen bei O2)

O2 ging einen etwas anderen Weg, der sowohl Vorteile als auch Nachteile hat. Bevor wir uns den Details widmen sei verraten, der Vorteil liegt in der Bezahlbarkeit. Mit „O2 free“ führte der Mobilfunker erstmals Tarife ein, die nicht mehr auf magere 32 oder 64 Kbit gedrosselt werden, sondern auf 1 MBit (ca. 1000 Kbit). Statt einer Vollbremsung auf der Datenautobahn, gibt’s also eine harten Break, man fährt aber noch in annehmbarer Geschwindigkeit! Mit 1 Mbit sind sogar prinzipiell noch Youtubevideos nutzbar, wenn auch ggf. mit Rucklern gerechnet werden muss. Gängige Alltagsaufgaben sind dagegen in durchaus akzeptablem Tempo weiter möglich. O2 wirb damit, dass man „unendlich weiter surf“. Das ist natürlich richtig. Wir haben einmal kurz ausgerechnet, was man im Extremfall pro Monat laden könnte: Nehmen wir an, man lädt immer mit der maximalen Datenrate von 1024 Kbit/s, ergibt das pro Monat maximal 317,4 Gigabyte, sofern man mit dem günstigsten Tarif (1 GB Highspeedvolumen) sofort in die Drosselung fallen würde. Rein rechnerisch wären mit 32 Kbit/s pro Monat nur 9,88 GB möglich. Nachteilig ist, dass ebenfalls gedrosselt wird, nur eben bei weitem nicht so heftig wie bei der Konkurrenz. Auch auf LTE muss man dann temporär verzichten.

Fazit

Noch gibt’s in Deutschland weiterhin keine unbegrenzten Allnet-Flats mit LTE – zumindest keine für alle bezahlbaren. Entweder muss man tief in die Tasche greifen, bei Bedarf nachbuchen oder eben sich mit einer relativ flotten Drossel (O2) zufrieden geben. Immerhin ist ein Grundstein hin zur „echten“ Flat ohne Wenn und Aber gelegt. Bis daraus eine Strasse wird, die zur Datenautobahn führt – das kann noch dauern.



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Kategorie: Allgemein, LTE-Anwendungen | Schlagwörter: , , ,


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