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Apr 19 2020

 von: Redaktion LTE-Anbieter.info

Vodafone vertreibt bereits seit mehreren Jahren die sogenannten Gigacube-Tarife, welche Breitbandinternet für daheim per Funk bereitstellen. Im August 2019 startete nun auch O2 einen attraktiven Konkurrenz-Tarif namens „my Data Spot“. Wir zeigen, wo die wichtigsten Unterschiede sind und welches Angebot besser ist.

 

Tarife: Gigacube vs O2 my Data

beide Konzepte im Vergleich

Vom Prinzip her ähneln sich die Angebote von O2 und Vodafone. Beiden gemein ist, dass sie eine unkomplizierte Lösung für Gebiete ohne schnelles Internet versprechen. Also solche Gegenden, wo bislang kein Breitbandausbau per (V)DSL, Glasfaser oder Kabel erfolgte bzw. Internet nur mit geringen Datenraten zur Verfügung steht. Vodafones Gigacube und der Homespot von O2, binden dagegen nahezu jeden Haushalt per Mobilfunk ans Internet an. Mitunter sind sogar hohe dreistellige Übertragungsraten möglich. Im Detail unterscheiden sich die Lösungen aber in einigen wichtigen Punkten wie wir noch sehen werden.

Datenvolumen im Vergleich

Der Vorteil von Internet per Funk ist, dass die Provider mit verhältnismäßig geringen Kosten weite Areale mit Breitband versorgen können, während der Ausbau mit Glasfaser lange dauert und viel Geld kostet. Nachteilig für die Kunden ist allerdings, dass die angebotenen Tarife meist nicht unlimitiert schnelles surfen ermöglichen, sondern nur für ein begrenztes monatliches Kontingent – zum Beispiel 100 Gigabyte.

 

Im Sommer 2019 startete O2 neue Heim-Tarife, die erstmals unbegrenztes Volumen bereitstellten. Genauer gesagt im Tarif „O2 my Data Spot Unlimited“. Vodafone konterte im November 2019 ebenfalls mit einem unlimitierten Tarif namens „Gigacube Pro„. Ansonsten bieten die Angebote bis zu 250 GB. Vor diesem Hintergrund punkten beide Anbieter gleichermaßen. Während der unbegrenzte Zugang bei O2 günstiger ausfällt, offeriert Vodafone das günstigere „mittlere“ Paket (gemessen am Preis pro GB) hat. Die nächste Tabelle zeigt, wie viel Datenvolumen bei beiden Anbieten angeboten wird.

 

Anbieter / Volumen50 GB100 GB bzw. 125 GB250 GBunlimited
Vodafone0.7 €/GB0.28 €/GB (125 GB)0.18 €/GB
O2 Telefónica0.30 €/GB (100 GB)

LTE Geschwindigkeit

Mittlerweile lassen sich mit LTE-Zugängen Datenraten erzielen, die sich im Bereich sehr schneller Kabel- oder Glasfaseranschlüsse bewegt. Theoretisch surft man mit Vodafones Gigacube-Tarifen am schnellsten, da hier per LTE aktuell bis zu 500 MBit möglich sind. Bei 5G-Verfügbarkeit und dem passenden 5G-Router (optional erhältlich), sind sogar in naher Zukunft über 1000 MBit machbar. O2´s liefert in seinem LTE-Netz mit dem Homespot-Router zurzeit bis zu 225 MBit, was ebenfalls beachtlich ist. In der Praxis sollte man aber mit weit niedrigeren Datenraten rechnen. Je nach Empfangsqualität vor Ort, sind der Erfahrung nach zwischen 30 und 200 MBit realistisch. In Sachen Datenrate geht der Punk hier aber dennoch glasklar an Vodafone!

Kosten im Vergleich

Nun zur wichtigsten Frage: Was kostet so eine DSL-Alternative monatlich? Erfreulicher Weise haben sich die Preise in den letzten Jahren deutlich nach unten bewegt, während die Leistung – sprich Datenrate und Volumen – deutlich verbessert haben. Für einen Anschluss mit genug Volumen sind ca. 30-75 Euro monatlich einzuplanen. Die folgende Tabelle fasst noch einmal alle wichtigen Gemeinsamkeiten und Unterscheide zwischen Vodafones Gigacube-Tarifen und O2 my Data spot zusammen.

 

Übersicht & VergleichVodafone GigaCubeO2 my Data Spot
LTE-fähigjaja
MobilfunknetzVodafoneO2
Datenrate bis500 MBit

1 GBit/s via 5G
225 MBit
Tarif 5G-fähigja, inklusivenein
Inklusivvolumen50 bis ∞10 GB bis ∞
Kosten je GB (rel)0,18 € bei 250 GB0,3 € bei 100 GB
Drosselung auf32 KBit32 KBit
Flexi-Variante
Telefonie (per Trick)
bundesweite Nutung
Router einmaligab 1 €ab 25 €
(145 € o. Laufzeit)
ext. Antenne möglich (Welche?) (SMA)
Preis je Monat34.99 - 74.99 €30 - 40 €
Unsere Wertung Preis/Leistungsehr gutgut bzw. sehr gut
beim Unlimited Tarif
direkt zum Anbieter» zu Vodafone» zu O2 my Data

Flexibilität: Schnelles Internet überall?

Ein wesentlicher Unterschied zwischen Gigacube und my Data Spot ist, dass es beim O2-Angebot leider eine lokale Begrenzung gibt. Bei der Bestellung muss eine Adresse angegeben werden, an der die Nutzung erfolgen soll. Man ist also auf einen kleinen Toleranzradius (kann einige hundert Meter betragen) beschränkt und kann den Router nicht einfach mitnehmen, etwa in eine Ferienwohnung oder zum Camping. Es lässt sich lediglich eine einzige Zweitadresse definieren, an der der Homespot funktioniert. Ganz anders verhält es sich bei den Gigacube-Tarifen. Diese funktionieren nämlich bundesweit ohne Einschränkung, man kann den Router daher überall mit hinnehmen. Vodafones Angebot ist demzufolge deutlich flexibler in Punkto Mobilität als O2´s my Data Tarife. Punkt für Vodafone also!

Gigacube Router zuhause im Einsatz

Gigacube Router zuhause als Internetquelle | Bild: LTE-Anbieter.info

Laufzeit und Flexi-Tarife

Nicht jeder benötigt die stationären LTE-Tarife als permanenten DSL-Ersatz. Sie eignen sich ja prinzipiell auch als portabler Internetzugang, z.B. für den Wohnwagen oder im Ferienhaus. Dann aber ist eine monatliche Zahlweise vergleichsweise unsinnig bzw. teurer, da sich die Nutzung auf wenige Wochen oder Monate im Jahr beschränkt. Für diese Szenarien bieten glücklicher Weise beide Anbieter eine Lösung. Bei Vodafone heißt diese „Gigacube Flex“ – man bezahlt dann nur die Monate, wo auch eine Nutzung erfolgte. Bei O2 heißt das „my Data Spot Flex“. Hier fallen 9.99 € pro genutzter Woche an, in der je 10 GB verbraucht werden können. Hier geht der Punkt also gleichermaßen an beide Anbieter.

Hardware im Vergleich

Ein direkter Vergleich fällt schwer, da Vodafone zurzeit gleich zwei Gigacube-Router zur Wahl stellt. Bereits die Basisversion wartet mit einem modernem LTE-Modem für Datenraten bis 1,6 GBit auf. Der Gigacube-5G unterstützt dagegen sogar schon den LTE-Nachfolgestandard und Wifi 6. O2´s neuster Homespot bietet immerhin Wifi 5, also WLAN ac. Das LTE-Modem kann bis zu 300 MBit liefern und auf der Rückseite des Routers befinden sich zwei SMA-Antennenanschlüsse, falls der Empfang vor Ort doch zu schlecht ausfallen sollte. Mehr zum O2-Gerät finden Sie auch hier in unserem Testbericht zum O2 Homespot II.

 

O2 Homespot Router von 2019

O2 Homespot Router für die my Data Spot Tarife | Bild: LTE-Anbieter.info

Unser Fazit

Beide Angebote können sich sehen lassen. Wer sehr viel Volumen benötigt, etwa durch regelmäßigem Streaming-TV Einsatz, fährt mit dem unlimitierten O2-Heimtarif wahrscheinlich am besten. Wer auf einen bundesweiten Einsatz angewiesen ist oder höhere Datenraten mit besserer Netzabdeckung setzt, ist beim Gigacube ideal bedient.

 

» hier gehts zum Gigacube bei Vodafone
» zu den my Data Spot Tarifen bei O2
» Testbericht zum O2 Homespot II lesen
» O2 my Data Spot Unlimited im Test
» Welches Netz hat eigentlich O2?



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