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Dez 31 2013

 von: Redaktion LTE-Anbieter.info

Das Jahr sieht dem Ende entgegen und wie gewohnt, wollen wir an dieser Stelle die vergangenen 12 Monate aus Sicht der relevantesten Entwicklungen am Mobilfunkmarkt hinsichtlich LTE Revue passieren lassen. Nicht nur die Verbreitung der LTE-Technik hat sich wie prognostiziert enorm verbessert, auch andere wegweisende Weichen wurden gestellt. Zudem wurde eine, den Breitbandmarkt umgreifende Diskussion um Drosselung und Voluminas angestoßen, nicht nur im Mobilfunksegment.

Januar

Vodafone kündigt Anfang des Jahres an, bis 2015 eine lückenlose Versorgung mit LTE sicherstellen zu wollen. Wenige Tage später ermöglicht der Konzern die Nachbuchung von Highspeed-Volumen auch für die LTE-Zuhause-Tarife, allerdings zu recht saftigen Preisen.

Februar

Zu Beginn des Monats erschien eine neue Studie der GSA, wonach weltweit schon 666 Geräte LTE unterstützen. Den Marktforschern zufolge, sei LTE sogar der global am schnellsten wachsende Standard aller Zeiten. E-Plus äußerte sich zudem erneut über seine Pläne zum 4G-Netzstart, der noch 2013 oder Anfang 2014 erfolgen könnte. O2 gelingt dagegen in Sachen Telefonie per 4G (Voice over LTE), erstmals ein Durchbruch im Praxistest. Zeitnah wolle man die Technik im eigenen Netz anbieten. Auch die Bekanntheit von LTE setzt sich weiter durch, wie eine Studie der „Initiative D21“ Ende Februar zeigte. Demnach können schon 41 Prozent der Befragten etwas mit dem Begriff „LTE“ anfangen. AVM startete zudem endlich den Verkauf seines neusten 4G-Routers, der „Fritz!Box 6842“.

März

Im Vorfeld der Cebit verkündete Vodafone einen weiteren Meilenstein in Sachen Netzausbau. Die LTE-Verfügbarkeit sei auf nunmehr 65 Prozent gesteigert worden, was einer Reichweite von 45 Millionen Bundesbürgern entspräche. Die Telekom gab uns auf der Messe Rede und Antwort zu den geplanten Neuerungen in den kommenden Monaten. Ebenso Vodafone zum aktuellen Stand und den Plänen. Ende März schließlich, drangen erstmals Gerüchte an die Öffentlichkeit, nach der die Telekom auch im Festnetzbereich eine Drosselung, also Volumenbegrenzung, plane. Ein Faktum, was noch ganz 2013 für viel Wirbel sorgen sollte.

April

Tatsächlich erhärtete sich der Anfangsverdacht – die Telekom plante ab Mai eine Änderung der AGB in der Hinsicht, dass ein Drosselungsvorbehalt auch für Festnetzkunden aufgenommen wurde. Für DSL-Nutzer bedeutete das: Wahrscheinlich ab 2016 gibts pro Monat nur noch 75 GB mit voller Datenrate. Daraufhin erwuchs ein wahrer Shitstorm, nicht nur in den sozialen Netzwerken. Dutzende Initiativen, Blogger und Medien ließen kein gutes Wort an den Plänen.

Juni

Anfang Juni präsentierte Ericsson eine Studie, demnach es 2018 schon 2 Mrd. LTE-Nutzer weltweit geben könnte. Zudem verwiesen die Forscher erneut auf das rasante Wachstumstempo. Jedes Jahr nehme der Datenverkehr in den Funknetzen im Schnitt um 45 Prozent zu. Vodafone kündigte zudem den Release neuer Smartphone-Mobilfunktarife, inklusive LTE, für Anfang Juli an. Unter anderem Allnet-Flats mit der neuen Bezeichnung „RED“.

Juli

Die österreichische A1 teilte Mitte Juli mit, dass man mittlerweile das größte LTE-Netz in Österreich betreibe und mit 1000 Mobilfunkstationen rund 1/3 aller Einwohner erreiche. Die Ausbau-Arbeiten am Netz der 4. Generation gingen also auch im Nachbarland gut voran, wenn auch noch nicht ganz so schnell wie in Deutschland. Ende des Monats tauchten zudem erstmals Gerüchte um eine mögliche Mega-Fusion zwischen E-Plus und O2 auf. Außerdem überraschte Audi mit einer Meldung, wonach man als erster Autohersteller überhaupt, LTE direkt mit on Board in künftige (ausgesuchte) Modelle implementieren wolle. Ein weiteres Update der GSA gab Aufschluss zum weltweiten Stand der LTE-Technik. Demnach war LTE Mitte 2013 schon bei fast 200 Mobilfunkunternehmen in 75 Ländern im Einsatz. Tendenz weiter steigend.

August

Nach dem Sommerloch überhäuften sich die Meldungen im August langsam. Sicher auch, weil die IFA im September bereits ihre Schatten voraus warf. So kündigte Vodafone zu Monatsbeginn an, dass man HD-Voice nun auch im eigenen Mobilfunknetz anbiete. Kurz darauf kündigte der Konzern die sukzessive Umstellung auf LTE der Kategorie 4 an. Das bedeutet: Statt 100 Mbit pro Sekunde, können mit geeigneten Endgeräten sogar 150 Mbit per LTE erreicht werden. Damit kam man der Telekom um einige Tage zuvor. O2 präsentierte zudem ein neues Kampfpreis-Angebot. LTE mit Smartphone und Allnet-Flat für nicht einmal 30 Euro monatlich, weit weniger als bei Vodafone und der Telekom. Damit zeichnete sich ein weiteres Mal ein Schlagabtausch bei den Preisen ab. Und auch E-Plus machte wieder Schlagzeilen. Immer noch nicht mit einer Ankündigung eines raschen LTE-Starts, dafür mit einem schnelleren, bundesweiten 3G-Netz. Aktuell sei die Hälfte des eigenen Netzes schon Dual-Cell-fähig und liefere so bis zu 42,2 Mbit/s. Bis Jahresende wolle man die Quote auf 75 Prozent steigern. Des Weiteren verwies die Swisscom auf weitere Erfolge beim LTE-Ausbau. Man versorge mittlerweile 60 Prozent der Fläche – also ähnlich wie in Deutschland. Die GSA vermeldete zudem, dass die Zahl der LTE-fähigen Endgeräte nunmehr 1000 betrage. Wir erinnern uns – im Februar waren es noch 666 …

 

schon 1000 Endgeräte mit LTE
September

Es ist soweit, die IFA öffnete am 5. September wieder ihre Pforten. Ein Tag zuvor, konterte auch die Telekom mit der Ankündigung eines noch schnelleren LTE-Netzes per CAT4. Allerdings unter dem Marketingnamen „LTE Plus“. Im Gegensatz zur Konkurrenz, habe man allerdings praktisch schon alle Städte erfolgreich umgerüstet, in denen es vorher schon das „normale“ LTE gab. Aber auch Vodafone nutzte die Publicity der Messe und kündigte an, beim Netzausbau künftig richtig angreifen zu wollen. Und zwar sowohl im Mobilfunk- als auch im Festnetzbereich. Die Zeitschrift Chip veröffentlichte ihren alljährlichen Netztest, wobei dieses Mal auch LTE mit auf dem Prüfstand gezogen wurde. Mit teils überraschenden Ergebnissen. Erfreulicher Weise konnten wir uns auf der IFA am Vodafone-Stand erstmals Live von den Vorzügen echter LTE-Telefonie (VoLTE) überzeugen. Außerdem teilte uns Pressesprecher Nils Hafenrichter von der Telekom den neusten Stand zur LTE-Verfügbarkeit des hauseigenen Netzes mit. Und auch mit Vodafone sprachen wir, unter anderem über das neue Highspeed-LTE per CAT4.

 

VoLTE im Test auf der IFA
Oktober

Die Analysten von „Analysys Mason“ veröffentlichen eine Studie, die davon ausgeht, dass LTE schon in 5 Jahren weltweit verfügbar und praktisch Standard sein wird. Gegen Ende des Monats tagte zudem das „Broadband World Forum 2013“. Gute Nachrichten gab es im Oktober aus Österreich. Nachdem die Auktion der LTE-Frequenzen dort mehrere Male verschoben wurde und im September endlich startete, wurde diese erfolgreich abgeschlossen. Insgesamt 2 Mrd. Euro nahm der Staat dabei ein.

November

Im November führte Vodafone weitere Möglichkeiten zum Nachbuchen von Highspeed-Volumen für LTE-Zuhause-Nutzer ein. Insgesamt 4 verschiedene „Speedbuckets“ stehen seither zur Auswahl. Überrascht waren wir auch über eine Meldung, wonach in London ein Testnetz mit dem Nachfolgestandard LTE-Advanced online ging. Schon 2014 solle dieses für Endkunden geöffnet werden und bis zu 300 Mbit/s bieten. Nur eine Woche später konterten Vodafone und O2 jeweils mit einer Meldung, ähnliche Pläne auch für Deutschland zu hegen. Vodafone betreibt demnach in Dresden schon ein funktionierendes LTE-Advanced-Netz, welches maximal 225 Mbit schnell ist. Schon Anfang 2014 wolle man in den ersten Städten in den Praxisbetrieb wechseln und mittelfristig bundesweit alle geeigneten Stationen umrüsten. Ähnlich wie bei O2, die ihr Testnetz in München betreiben. Und endlich verlautbarte E-Plus endgültige Details in Sachen LTE-Start. Ungefähr im März 2014 wolle man endlich mit dem Rollout beginnen.

Dezember

Der Dezember war wenig weihnachtlich gestimmt, zumindest auf dem Mobilfunkmarkt tobte eine kleine Schlacht. Nachdem die Verbraucherzentrale NRW einen Teilsieg gegen die Drosselungspläne im Festnetz seitens der Telekom errang, sah sich die VBZ Sachsen berufen, gegen die Drosselung im Bereich der Zuhause-Tarife via LTE vorzugeben. Genauer gesagt, zunächst gegen die der Telekom. Im Fokus stand allerdings zunächst weniger die Drosselpraxis selbst, als ihrer Meinung nach unzureichende Kennzeichnung bzw. irreführender Werbeaussagen. Es sei für den Verbraucher nicht ohne weiteres erkenntlich, dass die angegebenen Datenraten von bis zu 100 Mbit nur für ein bestimmtes Volumen gelten. Die Telekom lenkte ein und verbesserte infolge die Kennzeichnung und verzichtete auf den Termini „Flatrate“ in diesem Zusammenhang. Selbiges ereilte wenig später auch Vodafone. Allerdings kündigte die VBZ Sachsen an, man wolle nun auch gegen die Drossel ansich vorgehen. Bis zum 08.01.2014 habe die Telekom Zeit zur reagieren. Kurz vor Weihnachten kündigte Vodafone noch an, man werde im nächsten Jahr wahrscheinlich erste TV-Dienste per LTE via Broadcast-Technik anbieten. Es bleibt also auch im nächsten Jahr sicher spannend!

Ausblick

Auch 2014 gehen wir von recht vielen Turbolenzen und Neuerungen auf dem Markt aus. Zunächst bleibt es spannend in der Frage, wie sich die Telekom Anfang Januar gegenüber der Abmahnung der VBZ Sachsen weiter verhalten wird. Ein Einlenken könnte mit unerheblichen Verwerfungen in der Tarifpolitik einhergehen. Ein Gerichtsverfahren allerdings wäre nicht weniger aufregend. Im ersten Quartal steht dann der geplante Start der LTE-Sparte von E-Plus an. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass dann auch erste Prepaid-Anbieter LTE offerieren werden, ein Umstand, auf den bisher viele sehnsüchtig warten. Auf der Agenda steht zudem der Start von VoLTE, also echter Telefonie über das LTE-Netz, ganz ohne Fallback auf ältere Netzstandards. Den Plänen von Vodafone und O2 nach, sollte auch das superschnelle LTE-Advanced bald an den Start gehen. Damit verbunden, wäre allerdings die Notwendigkeit vieler neuer Endgeräte, die CAT6 unterstützen. Vor diesem Hintergrund könnte 2014 also das vergangene Jahr nochmals um ein vielfaches toppen. Zumindest was die Innovationen angeht. Beim Netzausbau gehen wir eher von einer etwas moderateren Gangart aus. Vielmehr dürften sich die Platzhirsche jetzt auf die Optimierung der bestehenden Strukturen konzentrieren. Stichwort CAT4, VoLTE und LTE Advanced. Zumindest in städtischen Bereich. Auf dem Land werden mit Sicherheit noch diese und jene Lücken geschlossen.

Bilder: © LTE-Anbieter.info

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